Einer der mir seit der ersten Vorlesung sympathischsten Professoren ist nicht unbedingt der schnellste, aber in seinem Alter ist das, meiner Meinung nach, in Ordnung. Ich verbrachte drei Stunden mit ihm. Nach der Übung „Konstruieren für Wirtschaftsinformatiker“ unterhielten wir uns noch wenig über eine der schönsten Städte in Deutschland. Gemeint ist natürlich Jena. Prof. Dr. Langbein war lange Zeit in der Saalestadt für Carl Zeiss tätig, später an der Friedrich-Schiller-Universität. Nach der Auflösung seiner Fakultät verschlug es ihm zur Fachhochschule Südwestfalen. Er konnte nicht nachvollziehen, warum es mich ausgerechnet nach Hagen verschlagen hat. Aber wahrscheinlich stellt es für mich sowieso nur ein Sprungbrett dar.
Der ehemalige Jenaer hat nicht nur gigantisch viel Ahnung vom Fach, zugleich kann man sich super mit ihm unterhalten.
März 2006
Do 30. März 2006
Di 28. März 2006
Heute war ein komischer Tag. Gestern war ich gefühlte 50 Stunden in der Fachhochschule und sah kein Land mehr, heute wollte ein Abwechslung. Die bekam ich dann auch, sogar in großem Umfang.
Als Elektrotechnik-Experte ging ich ein paar Minuten früher und konnte vor meiner Zugfahrt zu den sportlichen Aktivitätenräumen noch einen Happen essen. Das tut ja mal ganz gut, obwohl das nicht so recht in meinen Trainingsplan passt…Nein, Scherz, so gestört sind nur andere. Ich war dann zwar eher am Bahnhof, konnte sogar eine S-Bahn eher nehmen, aber kam trotzdem später an meinem Zweitlieblingsumsteigebahnhof “Dortmund Hauptbahnhof” an. Komisch, denn irgendwie hat uns der andere Ruhrcity-Express nicht überholen können. Jedenfalls stelle ich mir das auf Schienen schwierig vor. Während meiner Weiterfahrt stieß ich auf grieskrämige Bahnmitarbeiter, die mir meinen Nichtbesitz eines Zusatztickets vorhielten. Daraus resultieren eine undefinierbare Stimmung sowie nette Unterhaltung über die Vorgehensweise des Staatsunternehmens. An diesem Nachmittag hat die positive Einstellung zur DB AG mächtig gelitten.
Die Zeit mit Tim war eine willkommene Abwechslung. Schön zu sehen, wie exzessiv man sich einer Sache zuschreiben kann. Ist irgendwie immer ein witziger Ausgleich für mich so ernsten Menschen.
Wir konnten neben komischen Physikaufgaben mehr oder weniger intensiv das Auswärtsspiel des FC Carl Zeiss gegen die Fischköppe aus Kiel verfolgen. Emotionen flogen durch den Raum…es waren wohl meine. Aktuell ist es wie ein Traum, der nie enden soll. Zum Glück haben die Verantwortlichen in Jena schon mal die Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt.
Um 20:28 Uhr fuhren wir in Richtung Wanne-Eikel Hbf, um meinen Zug, der 20:36 Uhr abfahren sollte, zu schaffen. Natürlich gelang uns das. Der Rest klappte nicht so gut. Ich fuhr bis Dortmund und aufgrund der glänzenden Gleisausschilderung wegen derzeitigen Bauarbeiten direkt wieder zurück. Mein zweiter Versuch nach Hagen zu kommen, startete genau eine Stunde später: 21:36 Uhr. In meinem nicht mehr Zweitlieblingsumsteigebahnhof Ungernumsteigebahnhof Dortmund angelangt, ließ ich mich wie ein Kind zur richtigen S-Bahn führen. In der richtigen Bahn sitzend, kam unmittelbar noch bessere Laune auf.
In Hagen ging der aufregende Tag weiter. Und das nicht nur, weil es noch nicht 0 Uhr war. Als ich am Hauptbahnhof auf meinen Bus wartete, dachte ich mir, das man sich doch trotz der unschönen Umgebung im Bahnhofsviertel durch die enorme Polizeipräsenz sehr sicher fühlen kann. Wenig später wurden afroamerikanische Drogendealer aus dem Bahnhof entfernt. Kurz darauf rannte ein durchgeknallter türkischer Staatsbürger mit Messer zwei Kindern hinterher und beschimpfte diese wild. Dieser fast zeitgleiche Gegenbeweis meiner Überlegung brachte mich zum Schmunzeln. Obwohl ich mir gern die Toleranz und Vorurteile als Ideale gegenüber anderen vorlege und neu vornehme, werden diese sofort durch dessen Bestätigung wieder über den Haufen geworfen.
Dieser Tag erreichte den Höhepunkt meiner Begeisterungsfährigkeit.
Mo 27. März 2006
Wieso ist das Leben nur so kompliziert?
Und doch so schön!
Von Martin Heidenreich • Gefühlslage: PhilosophischKeine Kommentare
Jeder, der diese Worte in einem unterschiedlichen Moment in der Lage ist, zu lesen, lebt. Nicht unerheblich in diesem Zusammenhang wohl auch, dass die Leser keine Analphabeten sein können. Leider werden genau die oft aus der Wissensgesellschaft ausgeschlossen. Im Interesse dieses Textes steht ein anderes Thema, aber in meinem liegt, dass die des Lesens und Schreibens Unkundigen von diesen Worten in Kenntnis gesetzt werden.
Wenn man sich die zentrale Frage, die Konpliziertheit des Lebens, gibt es wohl auf den ersten Blick keine eindeutige Antwort wie Ja oder Nein. Das Leben als Komplex sozialer Kompromisse kann positiv oder negativ verlaufen. Die Interpretation der meisten Lebenden würde wohl besagen, dass ein positiv geprägter Zeitverlauf als unkompliziert anzusehen ist. Im Gegensatz dazu sind schlechte Zeiten immer kompliziert. Ist dem wirklich so? Ohne Frage ist es wohl leichter, durch schöne Einflüsse durch das Leben zu fliegen. Am Besten noch das Eigene. Betrachtet man die Kompliziertheit am Beispiel einer Schule, so ist mir persönlich nicht mehr so klar, ob es eben nicht doch eine eindeutige Antwort auf unsere Headline gibt. Es wird im Form von Arbeiten der gleiche Schwierigkeitsgrad an eine Vielzahl verschiedener Menschen herangetragen. Spätestens nach der Bekanntgabe der Ergebnisse wird deutlich, dass Schüler die Aufgaben einfach fanden und im Kontrast dazu, einige das Gegenteil behaupten. Warum ist das so? Die Möglichkeit eine Arbeit mit guten Resultaten zu absolvieren, steht jedem zu. Die Voraussetzungen sind identisch. Nun liegt es an jedem Individuum, diese zu nutzen. Der Umfang der investierten Zeit ist gleich dem Ergebnis.
Manchmal macht der menschliche Verstand einem das Leben auch schwer. Da träumt der Martin und das Leben steht Kopf. Ich hatte schon lange keine so schreckliche Nacht mehr. Dreimal bin ich aufgewacht, 2 mal Schweiß gebadet. Diese Verarbeitung von Gedanken hat mich durcheinander gebracht. Ich hoffe, die Zeit wird einige Erleichterungen bringen.
So 26. März 2006
Der Samstag begann mit einigen Telefonaten, die den weiteren Tagesverlauf planen sollten. Nachdem ich meine Wohnung durchgesaugt hatte, konnte ich mich mit ruhigem Gewissen aufmachen. Mein Ziel, wie viel zu selten, Herne. Am Nachmittag war das Spitzenspiel der Regionalliga Nord Jena gegen Essen. Wir verfolgten dies mit voller Begeisterung über den Liveticker. Das Ergebnis stellte mich sehr zufrieden. Der FC Carl Zeiss schlug den Tabellenführer 3:1 vor knapp 7000 Zuschauern im heimischen Ernst-Appe-Sportfeld. Das und meine allgemeine Verfassung freuten sich wahnsinnig auf den Tanzabend im Exhibitionismus Club [latainisch: triebmäßige Entblößung].
Kid Alex bescherte uns 10 Euro Eintritt und eine überfüllte Location, in welcher man sich eigentlich die meiste Zeit nur suchte. Die Musikgeschmäcker von Lars, Andreas und Katharina, Tim sind ziemlich verschieden, was ich bei meiner Idee eines gemeinsames Besuchs dieser Veranstaltung nicht berücktsichtigte. Das war dann eher nicht so berauschend.

Trotzdem fand ich den Abend im Allgemeinen nicht schlecht. Es war schön, mal wieder zu tanzen. Erstaunlich ist es immer wieder, wie dreist Menschen sein können und auch noch frei rumlaufen.
Interessante Gespräche gab es später noch im Fischerei-Outfit bei Tim zu Hause. Dieser Abend hat mir einige wichtige Erfahrungen mitgegeben. Ich hoffe, andere mussten nicht alt so sehr dadurch leiden.
Bitte vergebe mir, Katharina
Fr 24. März 2006
Jetzt bin ich schon den zweiten Tag dabei, meine Homepage komplett zu überarbeiten. Steffis Vorschlag ein einheitliches Design für alle Seiten zu machen, ermutigte mich, dieses Blogsystem so zu verändern, dass auch meine anderen Seiten Platz finden. Mit Erfolg sogar, denn ich bin sehr zufrieden mit dieser Lösung. In nicht alt so langer Zeit, wahrscheinlich schon wenn ihr das lest, wird diese Oberfläche die anderen Seiten überrumpeln. Aufgrund der zahlreichen Seiten werden die Informationen nach und nach portiert. Plötzlich werden die zahlreichen Löffel und Gabeln beeindruckt sein oder umgekehrt? Ich bin mir noch nicht sicher…
Zumindest deutet das Layout auf einen schönen Sommer hin
Do 23. März 2006
Seit langem habe ich mir vorgenommen, mein Blogsystem zu überarbeiten. Meine Angst betreffend der dahinter stehenden Datenbank war begründet. Denn nach der Installation der neuen Seiten, ging erstmal gar nicht. Alle Informationen waren weg. Zum Glück habe ich es geschafft, eine zuvor gemachte Sicherung soweit zu bearbeiten, das sie brauchbar ist. Nun stehen alle meine Texte auf frischem Grund. Ich erhoffe mir dadurch weniger Spam und ein für die Zukunft sowie neue Anforderungen gerüstetes System.
Als ich nach einer ganzen Weile die Informationen wieder verfügbar hatte, wollte ich mit dem frischen Back-End auch die Oberfläche für die Internetuser, sprich Leser, erhellen. Ein neues Design musste her. Patricia Müller hat ein wunderschönes Solches entworfen. Ich habe dies für meine Seite angepasst. Das Ergebnis seht ihr hier!
Ich hoffe, die neue Gestaltung gefällt euch. Meinungen könnt ihr gern in Form von Kommentaren hinterlassen!
Do 23. März 2006
Problemstoffe – Thema heute: Beziehung
Von Martin Heidenreich • Gefühlslage: ProblemstoffeKeine Kommentare

Frauen sind eine willkommene Ergänzung. Martin kann gut darauf verzichten, gerade wenn ich mir vor Augen führe, dass nur Kosten entstehen. Bestimmte Glücksmomente werden im Zehntelsekundentakt wieder zerstört. Ist ein Mensch zufrieden und glücklich, riskiert man durch intensiven Kontakt zu der weiblichen Spezies diesen Status. Läuft die Entscheidung aufgrund des natürlichen Triebes doch darauf hinaus, kann es einem im positiven Fall noch besser gehen. Man fällt jedoch viel tiefer im Falle des Schiefgehens. Will man das eingelebte Gutgehen wirklich aufs Spiel setzen? Ist es eine Freundschaft wert, riskiert zu werden? Die Entscheidung sollte vom Herzen abgenommen werden. Für das Herz ist die aktuelle Situation uninteressant, Stress oder eine unpassende Zeit werden ausgeblendet. Ich behaupte pauschal, das Herz würde sich immer dafür entscheiden.
Fazit: Gebe jeder Frau eine Chance!