November 2006


Der Mensch, der dir ohne dich zu berühren, ohne mit dir zu sprechen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, sollte der Mensch sein, dem du dein Herz schenkst.

Die nachdenkliche Baumbank

Ist das nicht schön…

Dieser Tag hat mich um einiges erleichtern. Und nicht nur, dass ich oft auf Toilette war. Die Hausarbeit mit Präsentation in SAP liegt hinter uns (Teamarbeit mit Fred). Die Höllenqual durch das Göttersystem wird uns frühestens im Januar wieder richtig einholen. Es tut gut, wenn sich der Stress der letzten Woche so präsentiert und wir selbst zufrieden sein können. Ich erglaube mir das Wort für meinen Partner zu ergreifen. Jetzt wird am Donnerstag noch BWL gerockt, sprich die Hausarbeit in Form meines ersten kleinen Buches abgegeben. Vorerst wird es in begrenzter Stückzahl erscheinen. Und dann nehme ich mir erstmal ein Wochenende frei. Ich habe im Radio gehört, dass die Weihnachtszeit langsam anfängt…Und? Ja. Zeit für Weihnachtsmärkte und Glühwein. Martin freut sich…vielleicht auch aufs Plätzchenbacken ;)

Ist das nicht schockierend?

Häufigster Wunsch bei jungen Paaren ist laut einer Umfrage:
89 Prozent wollen ein Kind, damit der Hund etwas zum Spielen hat.

Nachdem ich den gesamten Samstag auf der Couch mit laufendem Phoenix-Programm verschlafen hatte, sollte der Tag am Abend seinen Höhepunkt finden.
Kurz vor Ladenschluss, leider noch 20 Uhr, holte ich ein paar Bier und machte mich auf den Weg nach Gevelsberg. Dort wartete der dünne Hengst auf mich. Die kleine Nachbarin war leider nicht da. Immerhin hat sie am Sonntagmorgen noch mitbekommen, dass ich ein “merkwürdiges Kennzeichen” habe. Unser Ziel für Samstag jedoch erstmal:  Der Butan Club in Wuppertal. Auf dem Fußweg zum Hauptbahnhof wurde das erste Highlight durch das Vergessen meines Portmonee´s gesetzt. Nach dem Sprint zurück, fuhren wir schnell mit dem Auto zur S-Bahn-Haltestelle. In Oberbarmen war es dann nicht mehr weit. Die Musik schockierte im ersten Moment, aber auf Dauer gab es einen guten Mix aus zahlreichen Musikrichtungen – R’n'B war leider nicht dabei, dafür konnte ich mit Billy Talent durch den Raum fliegen. Leichte Bläsuren sind die Folge narrenlosen Tanzens. Um es mal konkret zu sagen, ich habe ordentlich was auf die Nase bekommen. Durch meine dicke Nase fällt die kleine Platzwunde rechts davon gar nicht mehr auf. Aber dadurch lässt Martin sich nicht einschüchtern. Wir rockten ordentlich weiter. Irgendwann am frühen Morgen ging es dann ohne besondere Vorkommnisse zu Lars. Nach ausgiebiger Schlafruhe begann der Sonntag in Hagen genauso wie gestern – auf der Couch. Und das werde ich jetzt fortsetzen…

Es sollte ein großer Tag der Thüringer des FC Carl Zeiss Jena werden an dem die potenziellen Bundesliga-Aufsteiger MSV Duisburg ein wenig geärgert werden. Das Mindestziel war unentschieden.
Mit Andreas und seinen Bruder machte ich mich auf den Weg nach Duisburg. Komischerweise kamen wir noch sehr nah an Düsseldorf vorbei, aber man vertraut ja seinem Routenplaner. In Duisburg-Wedau faszinierte die MSV Arena, wie sie doch noch offiziell heißt, allein durch ihre Beleuchtung. Der Weg ins Station führte uns dann einmal komplett herum. Am Eingang war ich dann ganz traurig, als der Teddy eines FCC-Fans draußen bleiben musste, weil er niht bezahlt hatte. Aber das Folgende sollte noch schlimmer werden.
Nach dem Anstoß ging es die ersten 45 Minuten nur in eine Richtung. Aus meiner Sicht, leider in die falsche. Duisburg machte Druck und die Thüringer verblüfften durch schreckliche Fehlpässe wenig Struktur. Das Ergebnis war ein enttäuschendes 3:0.
In der zweiten Halbzeit hatte Jena einige gute Chancen, die durch bedauernwerte Schüssschen nichts werden konnten. In einem aufstrebenden Moment fiel dann das 4:0 und das Spiel war gelaufen. Schnell weg!

Bei Andreas gewann dann der FC Schalke auch noch gegen meinen zweiten Lieblingsfußballverein Bochum im Revierderby. Duisburg hat verdient gewonnen, bei Schalke sah das anders aus. Was Fußball angeht, war dieser Freitag ein schrecklicher Tag. Was menschliche Beziehungen belangt, sah es besser aus. Und das ist die Hauptsache…

Da ist sie fast vorüber, diese Woche. Die 47. dieses Jahres.
Die durchschnittliche Verweildauer in der FH hat in den letzten Tagen gewaltisch zugekommen. Ich denke 10h täglich wären nicht übertrieben, dazu kommt noch die weitere Arbeitszeit in den heimischen vier Wänden, die nie vor 1 Uhr endete. Mit diesen Ausmaßen hätte ich vor den Studium nicht mal in meinen schrecklichsten Träumen gerechnet.
Schlaf? Kenne ich schon gar nicht mehr, aber langsam soll es jetzt wieder besser werden. Vielleicht hilft mir unter anderem “Das Mädchen aus Greifswald”. Jeanette Biedermann hat mir heute bereits auf den richtigen Weg geholfen. Einer meiner Professoren konnte das zwar nicht verstehen, aber zumindest fand er meinen Drang nach regelmäßigen Gebrauch von Lippenbalsam witzig.

Wichtige Quintessenz dieser Woche: Vorheizen des Backofens – wie auf den meisten Zubereitungsanweisungen geschrieben – ist überflüssig! Verzichtet man darauf, können die eigenen Energiekosten um bis zu 20% gesenkt werden…

Am Samstag feierte Dirk die Eröffnung seiner KFZ-Werkstatt. Das war der Anlass meines Besuches in Essen. Seit dem Weihnachstmarkt im letzten Jahr kam ich vom Hauptbahnhof nicht mehr weg.
Am frühen Morgen startete ich meine Fahrt durch den idyllischen Teil des Ruhrpotts und zielte wenig später in der Malochengegend dieses Industriegebiets. Ich kam in Essen zwar noch nicht wirklich herum, aber komischer weise kam mir die Gegend sehr bekannt vor. Auf der Hafenstraße war ich schon. Damals trauerte ich über das verlorene Fußballspiel meines Lieblingsvereins. Heute war es allerdings ein schöner Anlass.

Essen - Die Einkaufsstadt

Die Gelegenheit, mir Essen genauer anzuschauen nutzte ich mit großer Freude. Vom Weltkulturerbe Zeche Zollverein, dem Lagerverkauf von Medion, der City bis zum Media Markt war alles dabei. Die Innenstadt finde ich angenehm. Am Grillo Theater zog es mich dann auch noch ins Starbucks. Leider hatten die keinen HeiCap, deswegen musste ich mit einem Cappucino Vanilla vorlieb nehmen. Aber das war kein Problem. In der Nähe entdeckte ich außerdem einen tollen Gitarrespieler, der gigantische Musik machte und dazu mit einer beeindruckenden Stimme sang. Ich hätte ihn noch etliche Stunden zuhören können. Das lies jedoch mein volles Programm nicht zu.
Die Schiefe des obigen Bildes soll übrigens das Aufstreben des Ruhrgebiets illustrieren (“Langsam, aber sicher”). Immerhin ist das gesamte Ruhrgebiet die Kulturhauptstadt Europas 2010, stellvertretend dafür: Essen.
Ich hatte einen schönen Tag.

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