Februar 2008


Ich fühl mich wohl, hier in Jena. Man merkt es, die Worte sind fröhlicher. Optimistisch und es macht mehr Spaß, die zu lesen. Jedenfalls sehe ich das so. Und da dieses Werk für mich entsteht, ist das enorm wichtig. Ich freue mich natürlich enorm, wenn auch an diesen Texten Gefallen finden.
Was mir daneben noch auffällt, ist die Tatsache, dass ich hier wieder richtig Lust verspüre, überhaupt etwas zu schreiben. Das ist in den letzten Monaten richtig eingeschlafen. Das muss sich wieder bessern. Von hier aus stehe ich der Zukunft auch sehr freudig gegenüber. Es ist ein anderes Leben. Die Menschen sind jung, hübsch und freundlich. Das Laufen durch die Straßen macht so viel Freude, dass ich es in einer ruhigen Minute immer wieder gern mache. Das schreibe ich bereits am 2. Tag, muss dazu gesagt werden.

Ich war heute mit Tina und Frederike in der Universitäts-Bibliothek der Wirtschaftswissenschaften. Die Auswahl von der FernUniversität Hagen versehen mit dem Leben einer jungen Stadt – sprich eine richtige Bibliothek. In der Atmosphäre macht das Lernen gleich mehr Spaß, auch wenn ich demnächst mehr aufpassen muss, dass ich von den einrieselnden Eindrücken nicht ständig abgelenkt werde. Ich musste dann zwar mitten im Lernprozess abbrechen, weil ich die Zeit total verschlafen habe und mein Parkticket bereits abgelaufen war, aber immerhin hatte ich noch kein bösen Zettel dran. Danke für die anfängliche Gnade, so wird man als Neubürger begrüßt. Nicht wie in Hagen, wo man direkt vor der Haustür nach unnötigen Beschwerden von Nachbarn einen orange-farbigen Zettel an der Scheibe kleben sieht.
Obwohl ich eigentlich vorhatte, noch ein paar Besorgungen für die Wohnung zu tun, fuhr dich gleich zurück nach Hause. Dieses “Nach Hause” hört sich so wohlklingend an, ist verbunden mit Begeisterung. So muss das sein. Wenn ich nicht so fatalen Muskelkater von gestern hätte, würde ich durch die Gegend tanzen, aber dafür bleibt auch am Wochenende noch genügend Zeit.

Jetzt ist es Zeit für ein Bier. Prost!

Heute ist der große Tag. Ich hätte nicht gedacht, dass er so früh kommt, aber ich nehm das gern so hin. Klar habe ich dafür einiges gegeben und andere verletzt, dennoch ist die Entscheidung die richtige. Heute ist die Wohnungsübergabe in Jena.
Hochmotiviert habe ich die letzten Tage die wichtigsten Dinge für die nächste Tage in Thüringen zusammengepackt. Die Möbel werden vorerst komplett in Hagen verweilen. Nur braucht mein zweites Standbein erste Gehhilfen, angefangen vom Klopapier, dem Bettbezug oder Besteck. Der Tag begann früh. 6 Uhr klingelt der Wecker. Nach kurzen Zusammentragen noch fehlender Dinge war mein erster Gang, der ins Fitness-Studio. Auch, wenn ich lange nicht da war und bestimmt auch lange nicht mehr da sein werde, hat mir das einen Schub gegeben. Das war quasi die Aufwärmung für einen aufregenden Tag.
Nach einer Weile mit den Geräte, kümmerte ich mich um meine Utensilien. Die wollten irgendwie ins Auto. Und das war mit unzähligen Gängen von rauf nach unten und unten nach rauf verbunden. Gute Beinarbeit!

Nachdem ich endlich alles beisammen hatte, ging die große Tour los. Ab ins Paradies. Das erste, was mir in die Augen fiel, war ein Plakat: “Jena leuchtet. Und das bis zum Bodensee.” Die Anspielung auf die Eröffnung des Festjahres der kleinen idylischen Wissenschaftsmetrole finde ich sehr gelungen.
Die Wohnungsübergabe verlief problemlos, vom Hausmeister lies ich mir nochmal das gesamte Haus mit Briefkasten, Keller und Co. zeigen. Man kann sich gut verlaufen. Leider kann man den Panorame-Blick, die Sauna-Landschaft und das interne Fitness-Studio des ehemaligen Holiday Inn-Hotels nicht mehr nutzen. Aber dafür bin ich da und das ist auch gut.
Eine ganze Zeit habe ich noch damit verbracht, mich einzuräumen, auszupacken, sauber zu machen und hinzustellen. Schließlich wollte das, was ich am Morgen noch fleißig ins Auto räumte auch wieder raus und das an möglichst geeignete Stellen. Danach ging es recht zügig an das wichtige in meinem Leben – nach Familie, Freunde und IT-QBase ;)
Gemeint ist natürlich das Lernen für die anstehenden Klausuren. Ich kann mich wunderbar konzentrieren, brauche aber für den Schreibtisch wohl noch einen passenden (einstellbaren) Stuhl.

18 Uhr: Verabredung mit Tina. Eine Tanzsportart, dessen Namen ist mir nicht merken konnte, wollten wir gemeinsam mit Frederike verursachen. Diese Verausgabung sämtlicher Muskeln, selbst die in den Zehen werde ich mit Verbindung meiner morgendlichen Sportaktivitäten sicher die nächsten Tage gut spüren. Es war einmal etwas anderes, was Spaß gemacht hat und in Gesellschaft mehr Freude als McFit bereitet.
Danach kurz frisch gemacht und ab zum Salsa. Obwohl Martin das nicht kann, nutze ich die Gelegenheit für ein Willkommens-Weizen. Das kam klasse an und in der Umgebung talentierter Tänzer und Tänzerinnen brachte es einen zusätzlichen Genuss.

Der Tag war insgesamt sehr anstrengend, aber schön. Ich habe ihn genossen. Nachdem ich Tina nach Hause gebracht habe, wurde mir eines klar: Ich bin glücklich. Mit den nächsten Tagen werde ich dasselbe tun. Fleißig sein und Lebensfreude tanken. Morgen werde ich mir erstmal ein Monatsticket für die Straßenbahn (JeNah – Jenaer Nahverkehr) zulegen, um die Stadt zu erkunden und Wissen aus allen Bibliotheken sammeln zu können.

Jetzt bin ich erstmal sehr gespannt wie ich die erste Nacht im Paradies schlafen kann?!

Donnerstagmorgen, 11 Uhr, der Wecker klingelt. Es sollte nach Berlin gehen. Nach etlichen Kaffee und einem Beauty-Bad verging die Zeit recht schnell. Und dabei sollte der Zug bereits halb eins fahren. Die Zeit wurde eng, denn packen musste ich auch noch. Fix was in den Koffer geschmissen und auf zum Sprint zum Hauptbahnhof. Ich war 10 Minuten vor Abfahrt da, weil meine Uhr offensichtlich vorging. Ein Wahnsinn, guter Start.
Die Fahrt verging relativ fix. Ich hatte Gelegenheit ein paar Aufgaben für Prozessautomatisierung zu rechnen, Zeit zu lesen und sogar etwas zu Telefonieren, was allerdings bei eingen Funklöchern kein Spaß machte.
In Berlin angekommen spazierte ich erstmal ein wenig in Richtung meines Lieblings-Regierungsviertels. Danach fuhr ich mit der S-Bahn weiter nach Lichtenberg. Dank Sunnys Stadtplan-Ausschnitt fand ich das Hotel auch sofort ;)
Der war mit Michael sogar auch schon da. Der Abend verlief recht ruhig. Ein paar intensivere Plaudereien waren dabei. Es folgte unter anderem die wichtige Erkenntnis: Ich bin nicht der Einzige, der von Mädels angearscht ist. Das hilft zwar keineswegs, aber beruhigt erstmal etwas, getreu nach dem Motto “Geteiltes Leid ist halbes Leid”. Ich trat recht früh den Weg ins Bett an, denn morgen sollte das Seminar meine volle Aufmerksamkeit erhalten.

Der Freitag war hart, die Erkenntnisse nicht ganz so folgenreich wie das letzte Mal, dennoch für die eigene Psyche sehr ergiebig. Die Anregung zum Nachdenken ist auf jeden Fall da.
Am nächsten Tag hatten wir dann am Nachmittag ein paar freie Stunden zur freien Verfügung. Ich fuhr mit Sunny zu seinem Bruder am/auf den Prenzlauer Berg. Die gegend dort sticht wirklich positiv ins Auge. Die Archtektur der Häuser ist in Berlin wirklich schön anzuschauen. In jedem Viertel auch etwas anders, da unsere Hauptstadt ja aus etlichen Kleinstädten zusammengewachsen ist. Im Anschluss liefen wir vom Alexander Platz zum neuen Hauptbahnhof, was als Strecke auf die Schnelle nicht unterschätzt werden sollte. Berlin zieht sich unglaublich in die Länge. In der Nähe des Zoologischen Gartens sollte im Europa-Center eine tolle Veranstaltung auf uns warten. Im Kabarett “Die Stachelschweine” wurde gesellschaftskritisch die aktuellepolitische Lage untersucht. Der Name passend wie die Faust aufs Auge: “Wir sind Paradies”. Ohne Hintergedanken zum Titel verfolgte ich das literarische Quartett. Das anschließende Abendessen beim Italiener um die Ecke verzüglich. Die Müdigkeit vieler Kollege zog diese dnach nach dem Speisen direkt wieder ins Hotel. Rainer und ich hielten noch etwas durch und zogen es vor, die Berliner bar-Szene noch genau unter die Lupe zu nehmen. Wir gingen einem Tipp von Sunny’s Bruder nach, der Friedrichshain um die Warschauer Straße als trendiges Weggeh-Viertel empfahl. Und er sollte recht behalten. Zwar sah alles erstmal ziemlich unscheinbar aus, aber das Beeindruckende steckte im Detail. Die Berliner sind nicht nur so offen und herzlich, sondern haben auch einen wirklich kultigen (Klamotten-)Stil und eine Art, die mir sehr zuspricht. Wir waren in einem ehemaligen Lagerhaus. Improviersierter geht eine Bar nicht zu machen. Eine Theke aus Beton gegossen, ein paar Stühl und Tische aus Omas Zeiten aus dem Keller der Eltern geholt und los gehts. An hergerichtete Wände, Decken oder Fußboden gar nicht zu denken. Am Himmel hing sogar noch ein Hebelarm. Eine unbeschreibliche Atmosphäre ohne Gleichen. Das ist Berlin. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile und fuhren dann irgendwann aus Angst zurück. Rainer dachte nämlich, die S-Bahnen fahren nachts nicht mehr. Man hätte natürlich aus vorher schauen können, aber es war auch genug. Der Abend war schön, das Wochenende antrengend.
Morgen früh soll es zurück nach Hagen gehen.

Nach einem recht theoretischen Tag in der Personaldiagnostik sollte es gediegen feierlich werden. Es begann ein gewöhnlicher Samstagabend, Lars und ich begrüßten sogar einen Ehrengast, die liebe Gloria.
Lars und Glori kamen gemeinsam aus Gevelsberg zu mir. Wir wollten den Abend gemütlich starten – etwas Trinken und Plaudern – um im Anschluss weiter nach Bochum zu ziehen bzw. zu fahren. Wir hatten endlich mal Gelegenheit über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen: Glori’s Psyche, Lars’ Sexualdrang, meine Liebe zu Kindern. Nach eins zwei Gläsern startete die Fahrt dann los, dabei fiel der kurze Zwischenstopp an Lars’ Baum kaum auf.
Wir parkten direkt im City Parkhaus in der Innenstadt Bochums was sich später noch als extrem wichtig herausstellen sollte.  Verbunden mit der erhöhten Vorfreude auf einen schönen Abend ließen wir alle Gedanken im Auto und los gings. Unser erstes Ziel sollte die frisch eröffnete Hooters-Bar sein. Langweilig. Wir waren übertrieben gesagt 10 Sekunden im Laden und kehrten ihm dann unserem Rücken zu. Die überfüllte Kneipe ohne Charme war nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wenn ich jetzt schreibe, dass wir im Anschluss den Weg ins Zensi aufsuchten, werden Kenner laut lachen. Aber genau das ist unser Klientel gewesen – ganz wichtig: Unser Klientel für DIESEN Abend. Dort hält man es neben den 16-Jährigen Besoffenen nur genauso vollgedröhnt aus. Wir tranken zwar gar nicht so viel, hatten dennoch eine Menge Spaß. Es war ein toller Tanzabend in geselliger Runde. Da alles Schöne auch immer ein Ende hat, wollten wir es nicht künstlich in die Länge ziehen und traten den Marsch zum Parkhaus an. Was uns da bot, überforderte uns alle im ersten Moment. Irgendwie hatten wir nämlich das Problem, dass das Parkhaus über Nacht schließt und am Sonntag erst um 6 Uhr wieder öffnet, was uns jedenfalls durch die Sprechanlage gesagt wurde. Es entstand ein kurzzeitiges Problem. Die Lösung, wir fahren schnell zu mir und holen das Auto dann am nächsten Morgen in Ruhe. Soweit so gut. Am Bochumer Hauptbahnhof hatten wir Glück, unser Zug sollte direkt fahren. Also schnell ein Ticket gelöst und dann zum Gleis (Wichtig: Nicht Bahnsteig). Was wir dort sahen, wollten wir nicht glauben: 35 Minuten Verspätung. Und das 3 Uhr nachts. Naja, scheinbar noch viel Verkehr. Das folgende Problem, Anschlusszug in Dortmung wäre nicht mehr zu schaffen gewesen und ein Warten bei gefühlten -25°C war unerträglich. Gut, nun können wir die Zeit bis das Parkhaus öffnet auch noch warten. Wir setzten uns also in ein Burger-Fachlokal (Konkurrenz von dem üblichen McDonalds und Burger King) und vertrieben uns die Zeit mit Essen. Lars war drückte seine entstehende Müdeigkeit immer mehr mit geschlossenen Augen und interessanten Atemgeräuschen aus. Irgendwie glaubten wir den Frieden nicht und gingen nochmal zum Parkhaus, um die letzte Möglichkeit für eine frühere Nach-Hause-Fahrt auszuloten. Was Glori und mir dort dann bot, war die Krönung der Nacht. Das Parkhaus öffnete nämlich erst um 10 Uhr. Die Freude war groß, die Wartezeit von 6 Stunden allerdings um einige zu lange. Auf dem Weg zurück zum schlafenden Lars fiel mir dann auch noch auf. Ich habe ja mein Haustürschlüssel im Auto gelassen, so wäre auch die Fahrt mit dem Zug zu mir spätestens am Hagener Hauptbahnhof in der Bahnhofsmission geendet. Wir wollten die lange Wartezeit nicht in Kauf nehmen und fragten kurzerhand bei einem nahestehendem Hotel nach, ob sie uns nicht Unterschlupf gewären wollen. Um diese Zeit ist das nämlich auch in der Ruhrmetropole genauso unsicher wie die Parkhaus-Öffnungszeiten. Allerdings kam diese katastrophale Nacht an dieser Stelle eine gute Wendung. Wir konnten einziehen, auf gings zu dritt ins Doppelzimmer. Endlich konnten wir nackt durch die Gegend springen, draußen war es an diesem Abend leider zu frisch.
Es war eine torbulente Nacht, die durchaus Geschichte schreibt. Sowas kann man nicht so schnell vergessen. Die einzige Konstante an diesem Abend war uns glänzend gute Laune, nichts konnte uns aus der Fassung bringen. Und zu guter Letzt kann man im warmen Hotel bei einer gemütlichen Gute-Nacht-Zigarette nochmal herzhaft darüber lachen. Ende gut, alles gut.

Ich fühle mich gerade eigenartig. Wie vor 3 jahren. Ich war gerade so vertieft, hab ein Glas Wein getrunken und wollte mich umdrehen. Ein Blick auf die Autobahn werfen. Ich drehte mich um und es kam Ernüchterung. Wahrscheinlich ist das der Grund, weswegen gerade diese Wand nicht dekoriert ist. Ein Blick durchs Fenster bringt Gewissheit. Martin befindet sich noch nicht so weit in der Zukunft wie erwünscht. Es sind 23° und ich bekomme Gänsehaut. Irgendwas haut nicht hin. Die 1.3 in eCommerce kann es nicht sein, die 1.0 in IT-Systeme 2 schon gar nicht. Ich bin hier, aber irgendwie auch nicht. Aushänge mit Zusatzveranstaltungen in den Ferien bewegten mich. Ja keine Freizeit, nicht hier. Lieber Stress, lernen, weg sein. Denn bei zu viel Freizeit werde ich depressiv. Ich beleuchte das zum ersten Mal aus diesem Blickwinkel und ich muss sagen, das klingt plausibel. Und klug. Da will ich mich doch morgen direkt über einige Zusatzkurse einschreiben. Ich wundere mich manchmal, warum ich bis zu 4 Wochen brauche, um eine eMail zu beantworten, aber nun wird mir alles klar. Ich habe zu viel um die Ohren. Genau das tut gut, also weiter so. Ich freu mich nämlich schon unheimlich auf meinen Ticker…

Im Seminar Innovationsmanagement wurde das Thema “Biotechnologie” besprochen. Das erste und größte deutsche Innovationszentrum für diesem Bereich war lange Zeit direkt gegenüber meiner ehemaligen Arbeitsstätte (Technologie- und Innovationspark, der ist immer noch dort, nur habe ich den Standort gewechselt). Als nach einer halben Stunde kein Wort über Jena fiel, musste ich aus vorherrschender Ignoranz und Gedanken-Einöde den Raum verlassen. In Deutschland gibt es nur zwei wirklich erfolgreiche Cluster in diesem Bereich, in Jena und Düsseldorf. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt trotz Fördergelder im Überschuss nur nicht ganz so erfolgreich. Auch aus NRW kann man ruhig einen Moment aus dem Bundesland herauszuschauen und auf Lichttürme blicken. Denn gemeinsam könnten die Cluster in Koorperation noch stärker sein.
Wenn eine (Wirtschafts-)Professorin nicht in der Lage ist, zum derzeitigen “Wirtschaftswunder” Stellung zu nehmen, zeigt das deutlich, wie es um die deutsche Bildung steht.
Zur Erinnerung,  aus aktuellem Anlass hier die wichtigsten Gedanken zu einem entscheidenden deutschen Wirtschaftsstandort in Technologie und Wissenschaft zusammengefasst:

In Jena leben knapp über 100.000 Menschen, davon etwa 72.000 im erwerbsfähigen Alter. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung ist zwischen 25 und 45 Jahre alt, 18% zwischen 45 und 60 und 14% zwischen 18 und 25. Jena besitzt mit rund 33% den höchsten Anteil an Akademikern in der Bevölkerung.
Jena ist laut dem “Prognos Zukunftsatlas 2004″, der die Wirtschafts- und Innovationskraft deutscher Standorte vergleicht, mit großem Abstand führende Stadt im Osten und liegt vor Städten wie Köln, Nürnberg oder Dresden. Der Economist vergleicht Jena als “Reinsarnation Valley” mit Berkeley in Karlifornien und begründet das mit eindrücklichen Parallelen zu diesem Think-Tank: “If you seek paradise, go to Jena” (Economist, 11. Februar 2006 – berichtet auf dieser Seite).

Quelle: BioInstrumentezentrum JENA

Stadt der Wissenschaft 2008: Jena

  

Seit Samstag, dem 02. Februar, ist es nun soweit, Jena feiert offiziell das 450. jährige Bestehen der Friedrich-Schiller-Universität und leuchtet das Jahr “Stadt der Wissenschaft” ein. Unter dem Motto “Lichtgedanken” (Prägung durch Schiller) wurde gefeiert und die gesamte Stadt strahlte als Leuchtturm Thüringens, Deutschlands. Alle wichtigen Forschungseinrichtungen strahlten auf den zentral gelegenen Jen-Tower, um die gemeine Kraft noch oben zu zeigen. Also, wenn das mal keine Metapher ist ;)
Ich gespannt, was sich die Stadt und JenaKultur sich für dieses Jahr hat einfallen lassen und werde begeistert dabei sein…

Stadt der Wissenschaft 2008: Jena

 

Zum Thema kann ich zusätzlich das MDR Spezial mit einigen Videos zum verborgenen Schatz empfehlen: http://www.mdr.de/thueringen-journal/5211639.html.

Es kommt, dass man sich kaputt macht. Aber will man das wirklich? Vielleicht tut es gut, mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen und auch die negativen Elemente des Lebens zu spüren. Dennoch frage ich mich, aus welchen Grund sich verschiedene Leute gerade danach sehnen. In Anlehnung an einen vergangenen Artikel frage ich mich, wieso man sich lieber verletzen lässt als auf anderem Weg glücklich zu werden.

Erzähl mir davon 

Obwohl ich gerade ziemlich nachdenklich bin, fühle ich mich gut. Ich zitter, mir ist kalt, aber ich fühl mich wohl. Gerade kann mich nichts ablenken, die überlaute Musik meiner Kopfhörer übertönt alles. Ich sehne  mich in diesem Moment nach einem Balkon in Lobeda-West. Vor mir steht ein traumhaftes Mädel, schwarzhaarig. Ich ümarme sie. Chucky streichelt mich. Im Hintergrund läuft der Soundtrack von Cats. Ich stütze mein Kinn auf ihrer Schultern. Es ist egal, wie spät es ist. Es ist egal, dass die Feuerwehr vor dem Haus hält. Denn es sind wir, die die Situation so besonders machen. In Szene gesetzt von Sternenhimmel und hellen Mondschein, stehen wir da.
Jetzt wundert mich auch überhaupt nicht, dass zufällig im Radio genau das Lied läuft, dass ich mit dieser Person verbinde. Aber um die Person geht es gar nicht. Das Gefühl. Das Gefühl der Geborgenheit, sich fallen zu lassen. In Gedanken zu schwelgen und nicht an morgen zu denken. Den Moment zu genießen. Das sind eher die Dinge, die das Ganze so attraktiv machen. Nun könnte die Frage sein, wie man diese Gefühle ohne die Person entwickeln kann. Und genau da sind wir bei dem eigentlichen Problem angekommen.