Hoffnungsvoll


Es gibt Momente, die können richtig genossen werden. Es ist ein schönes Gefühl. Es ist Glück. Oftmals schätzt man diese Augenblicke gar nicht, weil man dessen Bedeutung erst zu spät erfährt bzw. sie zu schätzen weiß. Was das angeht, kann ich noch glücklicher sein. Ich hatte nämlich immerhin gut 45min, um mich bereits zuvor auf diesen Moment zu freuen. Es folgte das, was ich normalerweise über den ganzen Tag verteilt im Überschuss tue: Kaffeetrinken. Auch mit einer tollen Espressomaschine zu Hause, erfolgt die Begeisterung für Bohnen erst so richtig in einer vergleichbar angenehmen Situation. Mit strahlend blauen Himmel kann man die Atmosphäre der Wagnergasse kaum nachbilden. Das Getränk geriet in den Hintergrund, was allerdings verdeutlicht, dass etwas anderes wichtiger war. Und das war meine symphatische Begleitung. Der Tag findet nicht mehr statt, denn diese anziehende Fortsetzung des Samstags lässt mich wohlig in Gedanken schwelgen. Die Zeit bleibt stehen und wird erst bei einem Treffen wieder anfangen, zu laufen.
Ich lass mich überraschen, was passiert, nachdem die erste Endorphine ausgeschüttet wurden…

Danke. An dieser Stelle möchte ich meiner Lieblingszeitung DIE ZEIT öffentlich danken. Seit der Ausgabe 48/2003 vom 20. November 2003 bin ich begeisteter Leser Ihrer Zeitung. Der DAX stand noch bei armseeligen 3654,3 Punkten und feierte ein rohes Fest zu Weihnachten, heute sind es mehr als doppelt so viel. Genau das ist der Fall, was ich schon immer behaupte, es geht aufwärts, aber offensichtlich so schnell, dass es keiner mehr wahrnimmt. Zur der Zeit, beim TÜV im Wirtschaftsunterschrift wurde die Aufgabe, DIE Zeit zu studieren und etwas über den Stil und die Gedanken eines ausgewählten Artikels herauszufinden, von den meisten eher als Belastung angesehen. Wir hatten 2 Wochen zur Verfügung, uns intensiv mit der Zeitung und derer Artikel zu beschäftigen. Also länger als eine ZEIT aktuell ist, dachte ich. Ich habe mich der Zeitung auch erst am Wochenende vor Abgabe gewidmet und wurde erstaunlich gefesselt. Voller Begeisterung las ich jeden Artikel und DIE ZEIT war fix leergelesen. Meine damalige Freundin musste mir ungewohnterweise bei Lesen dieser Lektüre zusehen. Seitdem bin ich vor ihr überzeugt. Also nicht von der Freundin, denn die gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr. DIE ZEIT war sicher nicht der Grund, weswegen wir uns getrennt haben. Eine Trennung von der ZEIT kann ich mir jedoch nicht vorstellen. Das Empfinden, am Wochenende gemeinsam im Bett zu liegen, ist jedoch mit einer Frau an meiner Seite auch ein wohliges Gefühl. Es ist gar nicht lange her, wo Danie mir genau dies bescherte. Ich werde nicht nur diese Momente vermissen – denn so traurig es klingen mag, das was bleibt, ist die Zeit. Auch, wenn man es in Klausur-Phasen unregelmäßiger schafft, tief einzusteigen, werden die gesammelten Stapel natürlich noch immer sukzessive abgearbeitet.

Zeit 48/2003

 

Es ist die einzige Pflichtlektüre, der ich nachgehe. Weder GZSZ noch die Tagesschau oder Tagesthemen haben ähnliche Priorität. Ich kann Herrn Dr. Werner an dieser Stelle nur nochmal ganz herzlich für diese Bereicherung meines Lebens danken. DIE ZEIT hat mich schon durch so einige Lebenslagen begleitet. Sie ist zu Hause, war im Urlaub, fliegen, schippern, fahren, segeln und das volle Programm. Hat geweint, gejubelt, war traurig und umso glücklicher. Ich verfolge die Entwicklung der Zeitung. Ich stehe nicht bei allen Entwicklungen begeistert dahinter, aber finde den Fortschritt insgesamt sehr gut. Was die dahinterstehende Holtzbrink-Gruppe denkt, versteh ich manchmal überhaupt nicht. Die Anteile an der T.N.T. Group kann ich aus ideologischen Gründen nicht akzeptieren. Aber Warum z. B. bringt DIE ZEIT als Anteilseigner von StudiVz keine Aufklärung über die hochgepushten, dennoch harmlosen AGBs und Werbevorhaben? Manchmal muss man Wort ergreifen, was die ZEIT ruhig mal wieder etwas provozierender tun sollte. Die Methode, 2 gegensätzliche Meinungen gegenüber abzudrucken ist dafür und ähnliche Zwickmühlen wie die Bevorstehung der Bahnprivatisierung doch eine sehr begrüßenswerte Verfahrensweise.
Ich freue mich noch wie vor 5 Jahren auf jeden Donnerstag. Mittlerweile ist die Zeit knapper geworden, aber ich bin momentan dabei, mit wieder mehr Ruhe für meine Geliebte ZEIT zu nehmen. Ich schaff das und hoffe, DIE ZEIT bleibt auch Zukunft das, was sie war und ist, einfach eine genussreiche Lektüre…

Wann ist es endlich richtig? Gibt es für eine Sache den richtigen Moment? Der richtige Augenblick ist immer jetzt. Ich mache nie wieder den Fehler und stelle etwas in Frage, weil es in Zukunft Schwierigkeiten geben kann. Egal welche Umstände es sind, weiß man nicht, ob es jemals soweit kommt. Ich bin dort angekommen, wo ich hinwollte. Ich kann nachts nicht einschlafen und springe schlaflos mit lauter Musik durch die Wohnung. Der Ort hat sich um ein paar hundert Meter entfernt, die Stimmung ist geblieben. Die Menschen, die Stadt, ist so wie in meinen Träumen. Mit Träumen ist Erinnerung gemeint. Ich habe schnell gemerkt, dass ich nicht nur die negativen Dinge verdrängte. Negative Fakten gibt es sicherlich, fallen jedoch bei allen positiven Nebenher schnell durchs Raster.

Jena Paradies in der Stadt der Wissenschaft 

Wenn ich diesen Tag rückblickend sehe, ist es genau das, was ich will. 9h Arbeit und danach im Paradies entspannen. Das will eigentlich jeder. Sieht man auch an den gefüllten Grünflachen mit Stadtpark der Wissenschaftsstadt Jena. Das obenstehende Bild ist vor einer Woche am Sonntag entstanden, das “Para” zu 30% ausgelastet. Interessant wie die Fotoperspektive die Menschen, die uns (Tina und mir) recht nah waren, auseinander ziehen.
Heute war ich an meinem Baum, hab mich nicht herunter getraut. Alte Erinnerungen verhinderten weiteres. Jedoch war ich mit einer so symphatischen Person unterwegs, sodass die Zukunft mehr ins Licht rückte. Das Ergebnis ist die Antwort der Eingangsfrage. Ich werde nie wieder den Moment als richtig oder falsch deklararieren. Immerhin leben wir in diesem Moment und da ist genau das wichtig, was in dem Moment wichtig ist. Und das ist auch richtig. Zeit und Raum, die Dimensionen in denen Menschen denken, spielen keine Rolle, wenn etwas Funtamentales richtig ist. Und das ist dann auch wichtig.
Deine Nummer auf meinem Bein habe ich mal eben extern festgehalten, vielleicht kann ich die ja bald mal gebrauchen ;)

Ganz nebenbei: Ein herzliches Dankeschön an Christin, die durch die Tracy Chapman CD die musikalischen Eindrücke im Hintergrund dieses Beitrag beigesteuert hat…

Der Tag sollte ruhig seinen Abschluss finden. Für 19:30 Uhr war ich mit Claudi verabredet. Da wir das allerdings vor einer Woche ausgemacht haben und seitdem wenig redeten, war ich eher skeptisch. Ich nahm Jena Paradies, den Film, den wir schauen wollten gar nicht erst mit. Ich war pünktlich vort Ort. Im Gegensatz meiner Erwartung war Claudi zu Hause. Zwar überrascht, weil sie nicht dachte, dass ich komme – obwohl sie über den Eintrag in ihrem Terminbuch heute noch nachdachte. Egal, mich enttäuscht sowas bei bestimmten Personen nicht mehr. Da sie natürlich mittlerweile andere Verabredungen für “unsere” Zeit hatte, wollte ich schnell wieder weg. Sie hielt mich und machte mir zumindest noch ein Angebot: “Komm’ doch heute Abend mit auf eine Party”. Wie man mich kennt, dachte ich nur kurz nach und stimmte zu. So, nun gilt es, die Zeit bis 23 Uhr zu überbrücken.
Ich fuhr also nochmal nach Hause. Ich telefonierte in der Bahn mit Lars, der mir wichtige Fragen zum Praxissemester beantworte. Zwar fand ich es nicht so toll, da ich in der Bahn so sprach wie es mir bei anderen Leuten schnell auf die Nerven geht. Leider war es wichtig :)

Zu Hause angekommen, war meine Lust am Ende. Die Müdigkeit nahm stark zu. Aber ich bin nur einmal jung und überredete mich wieder. Denn ich wollte zumindest meine Verabredung einhalten. Ich schaute ”Topmodels”, um die Zeit zu dem Telefonat mit Tina zu überrücken. Das Telefonat brachte mich etwas in Bredoille. Das fand nämlich genau in der Zeit statt, wo ich mich “fertigmachen” wollte. Das geschah dann in notdürftigem Umgang nebenbei. Um die Bahn noch zu schaffen, musste ich Tina sogar abwürden. Tut mir Leid, ich bitte um dein Verständnis. Ein Sprint musste ich dann dennoch einlegen…

Da ich eine andere Bahn wie geplant nahm, war ich eher da und konnte noch in aller Seelenruhe über den Ernst-Abbe-Platz schlendern. Ich entdecke dabei den äquivalenten Fachbereich zu meinem. Claudi beteuerte vorhin sogar ihre Pünktlichkeit. Und was war, sie war überpünktlich. Das beeindruckte.
Wir machten uns also gemeinsam auf. Ich wusste noch immer nicht, was genau der Abend bringt. Verraten wollte man mir einfach nichts. Als wir im Löbdergraben einkehrten, dachte ich, es wird eine ruhigere Privatparty – vielleicht ein Spieleabend. Diese Überlegung wurde recht schnell nachschlafen, denn die dort wartenden 5 netten Mädels munkelten vom “Uma Carlson”. Wir blieben auch nicht lang und machten uns flink auf die Hufe in den Tower. Dort war die 100. Semesteranfangsparty, offiziell ”Die kleinste Semesterantrittsparty” genannt.
Anfangs war alles noch recht überschaubar, der Platz zum Tanzen groß. Schnell wurden es FH ähnliche Zustände. Zwar waren die Kapazitäten der Gaderobe nicht ausgeschöpft, aber es waren einige Menschen vor Ort. So kann man das beschreiben.

Semesterantrittsparty

  
Es wurde etwas getanzt, ja. Als ich kurz vor 4 Uhr gefragt wurde, ob wir gehen wollen, wusste ich erst nicht so recht, wie ich antworten sollte. Aber auf jede Nacht folgt ein Morgen (Ich gehe während meines Lebens jedenfalls davon aus). Nach einem kurzen zusammenfassenden Gespräch mit Anett fuhr ich in netter Begleitung in Richtung Lobeda. Wir konnten sogar bereits wieder die direkte Bahn nehmen, die erste des Tages. Natürlich konnte ich mir es nicht nehmen lassen, die Danie noch nach Hause zu bringen. Ich weiß, dass ich sie wiedersehen möchte. Bald.
Alles insgesamt paradiesisch, so kann sich ein Abend gern wieder mal entwickeln.

Der Morgen “danach” begann um 7 Uhr. Die Erschöpfung war noch recht groß, folgend hämmerte ich auf meinen Wecker. Nur nicht an der richtigen Stelle, sodass er nach 8 Minuten wieder ansprang. Das machte ich eine ganze Weile.
Die Motivation stieg schnell und der Tag begann wie gewöhnlich…

Es ist 16:00Uhr. Es klingelt. Donnerstag ist nicht, deshalb kann es nicht die Zeit sein. Zu spät für den Paketdienst DHL ist es auch. Ich öffne die Tür. Nichts passiert. Nachdem ich die Tür wieder schloss, klopfte es plötzlich. Nachdem ich die Tür wieder öffnete, musste ich extrem schmunzeln. Der Tim stand vor der Tür.

Verwundert kamen nach den ersten Sekunden Staunen auch einige Laute raus. Tim musste sich erstmal noch ein paar Tests meiner Software gedulden und danach gings los. Erst zeigte er mir seine beeindruckende Bass-Rolle, die mein Trommelfell im ersten Moment etwas schockierten und fast die Frontscheibe zum Herausspringen brachte.
Unser erstes Ziel, die Goethe Galerie. Nach meinen zahllosen Schuhkauf-Versuchen überall in der Bundesrepublik nun dort der Erfolg. Die Auswahl großer als in allen Augsburger Schuhläden insgesamt wurde ich fündig. Und die Schuhe hätte direkt an der Kasse gelegen, wenn da nicht noch die nette Verkäuferin gewesen wäre. Die nette Frau “Auszubildende” nahm sich Zeit für mich und ich mir Zeit für sie. Wir werden uns wiedersehen. Morgen, wenn ich meine Einlegesolen kaufe. Und überhaupt…
Danach gings nach Jena-Ost über den REWE Einkaufsmarkt zu Tim. Seine kleine – mittlerweile – 6-Jährige Schwester finde ich immer noch zu putzig, unglaublich süß. Man könnte sagen, dass sind alle Kinder in dem Alter. Aber nein, so nett muss man erstmal werden. Ich bin gespannt, wie das in 10 Jahren ausschaut.
Als wir auf den Weg zur POM Arena waren, begann natürlich Jule auch noch ihre Tour. Bis auf ein Winke Winke und kurzes Lächeln war nicht mehr drin. Reichte für den Moment auch, weil: Wir wollen uns ja treffen. Nicht wahr?!
Der “Auftritt” im Fitness-Studio war ganz nett, wenn eben auch die Atmosphäre und alle Geräte noch etwas ungewohnt sind. Aber das wird sich mit der Zeit geben.

Danach gings nach einer Stadtrundfahrt auf direktem Weg ins Hotel. Nach Hause, also beides…

Obwohl ich vom Vortrag noch richtig geschlaucht war und eigentlich lieber schlafen wollte, aber ich mich aufgerappelt. Ich war nämlich verabredet mit Melanie und Schippy. Beide habe ich schon eine Weile nicht gesehen, sodass die Vorfreude riesig war. Wir wollten heute mal wieder so richtig einen drauf machen. Und los gings.
Nachdem wir bei Melle ein bisschen warm wurden und die neuesten Dinge klären konnten, fuhren wir in die Stadt. Unweit vom Inselplatz fanden wir uns schnell im Blow ein. Die Stimmung war gut, die Hintergrundmusik zu laut. Die Alternativlösung wurde recht schnell geplant. Ein Abstecher im Flower Power folgte – Wo die Bedienung süßer als Honig war. Meine Sehnsüchte wurden ignoriert, sodass als Nächstes Ziel “Die Kneipe” galt. Dort fegten wir mit den Barkeepern die Räume und wurden nach Hause gebeten.

Der Spruch, der den Abend prägte, war sicherlich “Na, bist du neidisch?”. War standen bei Döner-Imbiss um die Ecke, Melle aß ihre soßenlose Fleischtasche und musste einen hungrigen Wartende diese Frage an den Kopf werfen. Witzige Situation.
Da ich den Abend neben dem Reden kaum zum Trinken kam, fuhr ich sogar noch nach Hause. Da meine Begleiter auch unbedingt meine Wohnung kennenlernen wollten, gings zu mir. Wir tanzten ein wenig zu lauter “Rainald Grebe”-Musik, testeten den geilen Hosenbügler und amüsierten uns über die Kurzwahlnummer zur Rezeption. Da der Abend nun schon Morgen war und der Alkoholspiegel den Intelligenzquotienten überstiegt, schliefen Melanie und Schippy direkt bei mir. Um uns mit Freude in den Schlaf zu singen, unterhielten Melle und ich uns im Bett dann noch etwas über Kämme für den Intimbereich – zur Freude aller taten wir das auch noch auf Englisch. Da kamen nette Erinnerungen an einen wahnwitzigen Abend mit Glori und Lars in Bochum auf. Der Abend endete auch im Hotel, nur eben in einem richtigen…

Der Morgen danach begann um 11 Uhr. Und alles war wie vorher…

Ich fühle mich gerade eigenartig. Wie vor 3 jahren. Ich war gerade so vertieft, hab ein Glas Wein getrunken und wollte mich umdrehen. Ein Blick auf die Autobahn werfen. Ich drehte mich um und es kam Ernüchterung. Wahrscheinlich ist das der Grund, weswegen gerade diese Wand nicht dekoriert ist. Ein Blick durchs Fenster bringt Gewissheit. Martin befindet sich noch nicht so weit in der Zukunft wie erwünscht. Es sind 23° und ich bekomme Gänsehaut. Irgendwas haut nicht hin. Die 1.3 in eCommerce kann es nicht sein, die 1.0 in IT-Systeme 2 schon gar nicht. Ich bin hier, aber irgendwie auch nicht. Aushänge mit Zusatzveranstaltungen in den Ferien bewegten mich. Ja keine Freizeit, nicht hier. Lieber Stress, lernen, weg sein. Denn bei zu viel Freizeit werde ich depressiv. Ich beleuchte das zum ersten Mal aus diesem Blickwinkel und ich muss sagen, das klingt plausibel. Und klug. Da will ich mich doch morgen direkt über einige Zusatzkurse einschreiben. Ich wundere mich manchmal, warum ich bis zu 4 Wochen brauche, um eine eMail zu beantworten, aber nun wird mir alles klar. Ich habe zu viel um die Ohren. Genau das tut gut, also weiter so. Ich freu mich nämlich schon unheimlich auf meinen Ticker…

Zeit wurde es. Der FCC hat es sich verdient. Es war ein gutes Spiel der Jungs, welches Bielefeld nicht vorzeitig beenden konnte und die erstärkte Moral der Mannschaft glücklich, aber verdient für sich entscheiden konnte. Wenn es dann auch noch in einem wertvollem Spiel wie dem DFB-Pokal ist, kommt der verbundene Geldseegen wahrscheinlich zur rechten Zeit. Zu einem Achtel sind die Jenaer bereits Pokalsieger und das macht doch Hoffnung. Und die wird auch gebraucht, denn die eigentliche Aufgabe geht am Montag los: Klassenerhalt. Die Mannschaft hat das Zeug, in der 2. Bundesliga zu bleiben. Nur muss sie eben wie heute, in einem guten Spiel auch gewinnen.

Heute darf gefeiert werden. Ab morgen will ich euch beim Training wieder schwitzen sehen…

Nach kurzweiligen Schwierigkeiten habe ich mich davon überzeugen lassen können, nach Hamburg zu fahren. Mein Ziel war Manuel und Anina, dort wollte ich Sunny von meinem plötzlichen Meinungsumschwung überraschen.
Ich hatte Gelegenheit, ein intensives Gespräch mit Manuel zu führen, was ich sehr angenehm fand. Seine Freundin ist außerdem eine nette Persönlichkeit, nur leider im Moment ziemlich krank. Wahrscheinlich werde ich davon auch noch “profitieren”.
Die Reaktion von Sunny war sehr unangenehm. Aber wie sich im Nachhinein klärte, konnte er zum Glück nur seine Freunde nicht direkt zeigen. Es war auf jeden Fall sehr angenehm.
Nachdem wir gemeinsam aßen und uns Manuel in die Talstraße führte, wo wir nächtigten, konnten wir uns in einer gemütlichen Bar noch in Ruhe aussprechen. Das war nötig, denn in bestimmten Belangen haben wir definitiv ein Kommunikationsproblem. Die restliche Nacht auf der Reeperbahn war amüsierend. Leider wurden unsere Musikwünsche total ignoriert. Aber wir waren zu konservativ, ganz einfach. Trotzdem haben wirs bis halb fünf ausgehalten…

Heute – Silvester.
Voller Vorfreude hat mir Sunny seine Heimat zeigen können, die mich selbst auch richtig begeistert hat. Ich möchte nach Hamburg ziehen. Das hat sich so extrem entwickelt. Gegen ein Angebot aus Jena würde ich nicht stimmen, aber die Möglichkeiten sind in der Hansestadt ganz andere. Das muss man leider so sagen.
Die kurze Shoppingtour und Elbrundfahrt war wunderschön. Leider konnte ich das phototechnisch nicht festhalten, da mein Akku der Kamera leer war. Ersatzakkus sind natürlich in der Nähe gewesen, aber waren dennoch nicht griffbereit. Im Herzen haben sich jedoch so einige Erinnerungen festgesetzt.

Am Abend gingen wir dann zu Manuel und Anina. Nach einem leckeren Essen gab es tradionelles Bleigießen, was wir leider völlig falsch machten. Naja, dennoch bleibt hängen, dass ich “Eine Frau von hinten” hatte. Im Anschluss trafen wir uns noch mit einigen Freunden von Manuel und erlebten den Jahreswechsel an der Außenalster. Die Umgebung ist an sich wunderschön, wenn man etwas sehen würden. Die Silvesterraketen tübten die Sicht aufs Minimum. Im Gegensatz zum Ruhrgebiet waren hier tatsächlich die Knaller schuld.
Einer Einladung eines Ehepaars folgten wir natürlich direkt. Das war sehr schön, obwohl ich die meiste Zeit wohl am Telefon verbracht habe.
Das sollte jedoch nicht unser Ziel bleiben. Das hieß nämlich ganz klar: Party auf dem Kiez :)
In einer überfüllten Bar fanden wir Platz auf der Bühne. Zu Howard Carpendale und Co. ging richtig die Post ab und Martin fühlte sich auch auf total versüfften Klos wohl. Nachdem ich allein gelassen wurde, tanzte ich noch weiter. Auf dem Nach-Hause-Weg legte ich noch einen Zwischenstop auf der Herbertstraße und der Davidwache ein. Das Zweite, weil es zu extremen Schlägereien und Gerangel kam. Kurze Zeit später setzte ich meinen Weg über schwule Türken direkt ins Bett.
Gute Nacht neues Jahr! Ich habe dich schon heute lieben gelernt…

Am nächsten Morgen, der bekannte Neujahrstag, brachten wir unsere zur Verfügung gestellte Wohnung noch auf Vordermann. Über ein kurzes Dankeschön bei Manuel fuhren wir direkt nach Hagen.
Einige Stauumfahrungen aufgrund schwerer Unfälle verzögerte unsere Ankunft auch etwas. Ein Telefonat mit Claudi war am Abend wir versprochen natürlich trotzdem noch drin!

Die Entscheidung war tatsächlich nicht leicht, aber definitiv die richtige.

Wir schreiben Mitte November 2007. Die ersten Weihnachtsmärkte öffnen ihre Pforten. Und wer würde da gern überall zur gleichen Zeit sein? Ja, ich geb es ja zu, ich bin Weihnachtsmarkt besessen. Aber sonst habe ich keine Hobbies.
Der erste besuchte Weihnachtsmarkt war am gestrigen Tag in Bochum. Zusammen mit Katharina schlenderte durch die Bochumer Innenstadt. Nicht ganz so überwältigend wie in den letzten Jahren lädt er diesjährlich mehr zum Besinnen ein. Ich finde ihn kleiner irgendwie wie ansprechender. Einfach niedlich, wie er sich so durch die großen Einkaufsstraßen erschreckt. Neben dem ersten Glühwein der Saison führte ich witzig befriedigende Gespräche mit der kleinen Neu-Kölnerin.
Aufgrund meiner extremen Müdigkeit fuhr ich sie gegen halb 10 zu Max, wo eigentlich der weiterführende Singstar-Abend stattfinden sollte.

Wie verabredet, wollte ich dann noch kurz in die Verbindungsstraße. Kurz war das schlagwort, weil ich tatsächlich nur kurz da war. Allerdings ging es im Anschluss nicht wie gewollt nach Hause ins Bett in die idyllische Pottdisco Prater. Das zwar aufgrund unverständlicher Unfreundlichkeit zum letzten Mal, aber das ist ein anderes Thema. Mit Tim kam ich dann jedoch langsam wieder in Schwung. Neben einer kennengelernten Psychologin, die mir nach einem intensiven Gespräch ihre dienstliche Nummer anbat, wurde viel getanzt und weiter fleißig geplaudert. Was die Nummer anging, ich lehnte ganz stolz ab ;)

 

Tim & Martin

 

An der Kasse gab es dannZahlungsschwierigkeiten, weil meine EC-Karte auf einmal nicht mehr funktionierte. Nach 3 Versuchen der Pin-Eingabe, wobei ich mir heute noch 1000%ig sicher bin, diese richtig eingegeben zu haben, war die Karte gesperrt. Zum Glück konnte mir Tim schnell aushelfen. Die unfreundlichen Kassieren brachten mich zur Weißglut, da sie unverschämt lachten und mich für ziemlich blond hielten. Dabei färbe ich mir doch die Haare nicht mehr. Gut, im künstlichen Praterlicht lässt ein IQ von 30 keine weitere Gedanken zu. Zum Glück rechnete die Kasse das Rückgeld aus. Schade, war eigentlich immer ganz nett. Nun werden mich keine 10 Pferde mehr in dieses Lokal bekommen.

Nach der ganzen Aufregung wurde dann gleich mal 3 Stunden geschlafen. Und plötzlich leckte mich Susi wach…

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