Es ist schon ungewöhnlich. Man öffnet die Tür, erwartet zwei bis drei Menschen und plötzlich ist es wie in Hamburg. Schuhe aus bitte, die Meute strömt rein:

  • „Nein nein, diese Schrägen…“
  • „Ein traumhafter Ausblick“
  • „Wo geht es denn zur Dachterrasse?“
  • „Bleibt die Küche drin?“
  • „Mein Schrank passt hier nicht“
  • „Schön hell ist es ja.“
  • „Wahnsinnig viele Stufen…“

Da hat sich das München des Ostens ganz schön entwickelt. Ich musste an die Dokumentation „Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam.“ denken. Eine langjährige Mieterin musste aufgrund des Hausverkaufs, in der sich ihre Wohnung befand, ständige Wohnungsbesichtigungen hinnehmen. Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn sich 20 Leute auf einmal durch die eigenen vier Wände bewegen. Jetzt kann ich dieses Gefühl, welches in dem Film beschrieben wurde sehr gut verstehen. Durch den Film habe ich auch gelernt, dass alle persönlichen Gegenstände beiseite gestellt werden sollten. Und so war es dann auch.
Interessanterweise lag die Frauenquote bei 95%. Die rechtlichen Prozentpunkte stellte der männliche Makler. Nun ja, die Situation gestaltet sich bei mir zwar nicht ganz so dramatisch wie in genannter Dokumentation. Mein Vermieter ist sehr human und ich bewege mich aus eigenem Antrieb davon.

Was sich da natürlich viele fragen: Was passiert mit den vielen Zeitungen?
Umzugs-Zeit
Vielleicht kommen sie einfach mit?