Nachdem zwei Restaurants auf der Fahrradinsel Hiddensee aufgrund auf Sicht beurteiligten Preis-Leistungs-Verhältnisses wegfielen, sollte das kleine Hungergefühl mit einem nicht übermäßigen Snack gestillt werden.
Wir wählten den schlechtesten Imbiss der Insel. Leider kam dieses Fazit erst mit Konsum des unterirdischen Geschmacks der Bockwurst mit Kartoffelsalat. Ich wusste bis dato nicht, dass man an einem solchem Gericht so viel falsch machen kann. Der Geschmack wurde durch mindestens 6h im Wasserbad eindeutig weggekocht. Der minderwertige Fertig-Kartoffelsalat wurde mit einem minderwertigen Fertig-Gurkensalat vermischt und mit kreativer Eigengewürzmischung total versaubeutelt. Wahnsinn, wie schlecht dieses Essen war.
„Versüßt“ wurde der Konsum durch den Hauskater, der seinem verspeisten Fisch neben unserem Tisch wieder ausgekotzt hat. Die Imbiss-Besitzer das wenig interessiert. Belustigt wurde die Tatsache nur aufgenommen. Der Haufen durfte auf jeden Fall länger verbleiben als wir noch im Lokal waren. Die permanent schreienden Kinder anderer Lärmresistenten Gäste haben da „nur“ noch zum menschlichen und familiären Ambiente beigetragen. Eine zumutbare Atmosphäre zu schaffen, scheint den Besitzern ebenso wichtig sein wie die Qualität der Angebote.
Es gibt scheinbar genügend bedauernswerte Urlauber, die sich mindestens einmalig auf die verlockende Hausmannskost mit angemessenen Preisen einlassen.

…Da hilft es nur, über die Radio-Werbung nachzudenken, wo mit „Interessanten Preisen“ geworben wird. Vor lauter Senierung, wie ein Unternehmen es schaffen kann, Preise interessant zu machen, habe ich ganz das werbende Unternehmen verloren.
So macht doch Reisen Spaß.