In den ersten Semestern meines Studiums in der schönen Stadt Hagen habe ich mich regelmäßig mit dem Bus bewegt. Die dortige Nahverkehrsgesellschaft „Hagener Straßenbahn AG“ hat sich auf Busse fokussiert, welche ich als Fortbewegungsmittel gern nutzte.
Seitdem haben meine genutzten Verkehrsmittel Busse irgendwie ausgespart, wenn auch gar nicht bewusst.
Aufgrund regelmäßiger Reisen nach München habe nun bei den Münchner Verkehrsbetrieben (MVV) zum Bus zurückgefunden. Ich stellte schnell fest, mir fehlte nicht wirklich etwas. Denn mit Auto, DB/S-Bahn/U-Bahn und Straßenbahn lässt es sich hervorragend vorankommen. Regelmäßig war ich verärgert, wenn die Bus-Führer das Fahrverhalten ihres privaten PKW auf ihr Arbeitsmittel übertrugen. Überschnelles Beschleunigungen, stoßartiges Bremsen wenige Meter vor Ampeln, die bereits lange Zeit rot zeigten oder Lenkmanöver, wo neben einem Porsche nur Busse aufgrund ihres Gewichts in der Spur bleiben.
Besonders „angenehm“ ist ein solch aggressives Fahrverhalten, wenn man mit Rucksack, Tasche und Koffer noch nicht mal mehr ein Sitzplatz bekommt. Mir war bisher nicht bewusst, dass es für mein negatives Gefühl auch einen Fachbegriff gibt.
Eine Dokumentation über die Ausbildung von Bus-Führern beim Hamburger HVV hat eindrucksvoll dargestellt, wie hoch der dortige Anteil der Ausbildung das sogenannte fahrgastfreundliche Fahrverhalten einnimmt. Lenken und Bremsen, wie es einem Fahrgast ein angenehmes Fortbewegungsgefühl vermittelt.
Vielleicht können die Kollegen vom MVV einfach mal in Hamburg einen Nachholkurs einlegen.