Es ist bekannt, dass ich große Sympathien Gegenüber der deutschen Sprache hege.  Beim Lesen oder gar aktiven Benutzen von modernen Wortschöpfungen bin ich immer ganz traurig über die Entwicklung. Inzwischen habe ich allerdings akzeptiert, dass Sprache auch neue Einflüsse des aktuellen Gebrauchs zulassen muss, um überhaupt zukunftsfähig zu sein.
Umso faszinierender war der kurzfristige Kontakt gleich zwei eher historischen Begriffen, die eher kein Teil mehr aktiver Verwendung sind.

Hier zwei Begriffe, deren Wirkkraft definitiv unterschätzt wird:

  • Der Einkaufswagen wird proppenvoll werden.
  • Es ist gerade sehr viel zu tun. Man(n)ometer!

Proppenvoll wird aus vom Duden als umgangssprachlich eingeschätzt – aus meiner Sicht zu unrecht. Die aktuelle Sprachtendenz ist weit weg. Im Vergleich zu derzeitigen Begriffen wirkt proppenvoll konservativ wertvoll. Statt Manometer bzw. den Bezug auf Man(n)ometer ist für den zweiten Begriff eher Mannomann richtig. Aber die unbewusste Komplexität der Bezugnahme auf eher unbekannte Subjekte prickelt mehr.