Erstaunt


Meine Einstellung zur Welt ist grundsätzlich liberal. Im Moment beschäftige ich mich intensiv mit der Geschichte des traditionsreichen Unternehmens Carl Zeiss Jena. Die Persönlichkeiten der Gründungsjahre sowie die nachhaltige Wirkung und Einfluss auf die gegenwärtige Gesellschaft schätze ich als außerordentlich ein. Die Gedanken und Ziele von Ernst Abbe, welcher als wissenschaftlicher Kopf und Innovator des heutigen Weltkonzerns erheblichen Einfluss auf die heutigen Arbeitszeiten und sozialer Verantwortung von Unternehmen, sind erstrebenwert. Die Leistung und Arbeit der Mitarbeiter eines Unternehmens müssen diese durch Wertschätzung und sozialer Sicherung in erheblichem Maße zurückgeführt werden.

Dokumentiert ist die langjährige Bestrebung neben diseer Förderung der Mitarbeiter auch hohes soziales Engagement – bspw. der Bau des hiesigen Volkshauses. Der Einfluss Abbes prägt den Zusammenhalt der Einwohner Jenas, das politische Interesse, aber ins Besondere die Form der Zusammenarbeit er Wissenschaft und Wirtschaft.
Wichtig ist, die Menschen hinter wirtschaftlichen Erfolg zu sehen. Und noch wichtiger, die Menschen über wirtschaftliche Erfolg zu stellen.

Was mir jedoch zu denken gibt, ist durch einen Zeissianer geprägten Spruch „Bereitwilligkeit als Zeichen der Betriebszugehörigkeit“ zur Rechtfertigung für Uberstunden zu sehen. Bei aktuell 60 Überstunden diesen Monats fällt jegliche Rechtfertigung schwer. Nur muss es wohl manchmal so sein…

Die Entwicklung des führenden Internet-Browsers – dem Microsoft Internet Explorer – geht in großen Schritten voran.

Wo vor einiger Zeit der Mozilla Firefox als Browser für optimale Sicherheit empfohlen werden konnte, hat nun der alte Hase die Nase vorn. Die Nutzung des alt erwürdigen und mittlerweile auch vertrauenswürdigen Standard-Browsers des verbreiteten Betriebssystems kann empfohlen werden, so das Ergebnis der Betrachtung der aktuellsten Browser-Versionen von NSS Labs:

Browser-Vergleich Malware

Das detaillierte Analyse kann hier nachgelesen werden: https://www.nsslabs.com/reports/your-browser-putting-you-risk-part-1-general-malware-blocking

Beim Erhalt von Mails gibt es Momente, wo ich mich sehr freue. Vor Lesen der Mail weiß ich schon anhand des Absenders, dass es nur eine freudige Nachricht sein kann. In den Unmengen von Spam kann durchaus mal eine Mail untergehen.
Dank Google werden jetzt Mails automatisch bewertet und mit Flags besetzt. So werden beispielsweise Mails mit besonderem Inhalt auf Basis der enthaltenen Worte zur schnellen Kenntnisnahme mit einem Etikett versehen. Noch viel erstaunlicher finde ich jedoch die Markierung von Mails mir wichtiger Personen mit dem Wortlaut „Diese Nachricht ist vor allem wegen der an der Konversation beteiligten Personen wichtig.“ – und Google hat recht.
Es gibt in meinem Postfach nur wenige Mails mit dieser Kennzeichnung, die Trefferquote liegt jedoch bei 100%.

Ein Tag. Ich hätte nicht gewettet, dass dieser Tag in der Form stattfindet, aber umso schöner.
Nach mehreren Telefonaten war ich mit Claudi verabredet. Nicht in der Quer- oder Wagnergasse, sondern einfach abwechslungsreich im schönen Dortmund-Kirchlinden.  Mit durchmischten Gefühlen fuhr ich die A45 Richtung Hafen. In der letzten Zeit war die Kommunikation in Schieflage geraten und meine Verbesserungsversuche bisher nicht vernommen. Nachdem ich den Lockenkopf abgeholt habe, musste ich ihr natürlich mein Lieblingsstation im Ruhrgebiet zeigen, das Ruhrstadion in Bochum. Über das Planetatium und Bergbaumuseum ging unsere Tour in einen entspannenden Park in Herne. Dort spazierten wir eine Weile und hatten Gelegenheit, etwas über vorgefallene Dinge zu reden. Ich bin mir nicht sicher, ob wir dasselbe mitnehmen, aber schön wars allemal. Im Anschluss fuhren wir durch Gelsenkirchen.

Nach zu viel Blau-Weiß sollte es ins CentrO (Neue Mitte) nach Oberhausen gehen. Das mittlerweile größte Einkaufszentrum Europas ist eine Art Paradies. Und das nicht nur im Vergleich zur alten Mitte, sondern in vielerlei Hinsicht. Heute habe ich das anschließende Metronom-Theater in seiner volle Güte wahrgenommen. Der Reiz zu einem „Tanz der Vampire“ ist auf jeden Fall gestiegen. Nach leckeren Holländischen Pommes in der ***-***-Oase sammelten wir Eindrücke des Kapitalismus und den in ihm gefangenen Gästen. Das hier vieles anders ist, wurde mir nochmal richtig bewusst. Das vieles nicht schlecht ist/sein muss, ist wohl klar.

Als Schorchi seinen Lerntag beendet hatte, fuhren wir über Bottrop, Gladbeck zurück nach Gelsenkirchen. Wir waren mit unserem Jenenser Freund verabredet. Wir waren gemeinsam im Plüschen und hatten Zeit, uns nett zu unterhalten. Es war zwar ein kurzer, aber sehr witziger Besuch. Und nun? Da es spät geworden ist, auf auf zurück nach Dortmund. So konnte ich den Chris und seinen Mitbewohner auch noch kennenlernen. Die Wohnung von Maschinenbauern ist einmalig. Typisch Kerle wahrscheinlich. Sehr spärlich, aber viel Potenzial und Vorhaben. Aber mal ernsthaft, es sind 2 sehr symphatische Jungs. Die Idee, einen Biertest zu machen, finde ich fast grandios. Als wir kurz vor Ladenschluss noch fix die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen haben, ist mir an der Kasse eine Person aufgefallen. Ich dachte sofort, woher kenne ich das Gesicht nur? Jetzt weiß ich es wieder, nur leider zu spät. Es war die nette Frau von der Hagener Feuerzangenbowle. Sicher.

Unbeeindruckt dessen stöberte Chris in den verschiedenen Biersorten. Ich begeisterte mich für das neu aufgelegte alte Bergmann-Bier. Die Brauerei ist am Anfang des Abschwungs im Ruhrgebiet als erste geschlossen wurden. Das war der Beginn des Niedergangs der einstigen Brauerei-Hochburg Dortmund. Seit kurzem wird das Traditionsbier allerdings wieder produziert. Zwar fehlt im Namen Dormunder Bergmann-Brauerei noch das D, weil in Dortmund noch keine geeignete Produktionsstätte gefunden wurde und es außerhald gebraut wird.  Aber das ist hoffentlich nur eine Frage der Zeit. Schmecken tut es auf jeden Fall. Und ich denke potenziell interessierte Kumpels gibt es noch viele!
Unser gemeinsamer Abend war allerdigs schnell vorbei, weil ich nicht nur etwas angeschlagen bin, sondern auch morgen um 8 Uhr zu meiner letzten Vorlesung will. Dafür gilt es wieder fit zu sein und schlaf zu tanken.

Ich fand den Tag insgesamt sehr rund und kann mich bei den beteiligten Personen nur herzlich bedanken!

Ich kam von der bayrischen Landeshauptstadt 22:52 Uhr in Jena an. Das klingt an sich nicht spektakulär. Man muss wissen, dass eine Straßenbahn genau 22:52 Uhr vom Paradiesbahnhof mich vor die Tür fährt und ich alternativ eine halbe Stunde warten muss. Und wenn man bereits seit 7:00 Uhr auf den Beinen ist, macht die halbe Stunde effektive Leerzeit einen gewaltigen Unterschied. Also sprang ich aus dem Zug und sprintete vor die Straßenbahn. Eine nette Passantin bekam meinen Ehrgeiz mit und stellte sich in die Türen. So konnte ich die Straßenbahn erreichen, die eigentlich schon weg war. So habe ich auch noch etwas Sport gemacht, was sicherlich nicht schadet, da das momentan zu kurz kommt.

Im Holiday Inn telefonierte ich noch mit Sarah und beschloss einen spontanen Besuch. Die Weinberge Bingens liebe ich bekanntermaßen und jede Ablenkung sehe ich derzeit als willkommenes Geschenk. Von daher soll es direkt am nächsten Tag nach erledigter Arbeit an den Rhein gehen. Ich bin extra früh aufgestanden, damit ich frühzeitig los konnte. Die Fahrt durch halb Deutschland dauert eben auch eine Weile. Als vor Sarahs Tür stand, war ich etwas verwundert, dass sie nicht da war. Kurze Zeit später rief sie an und wir verabredeten uns für später. Von daher hatte ich noch ausgiebig Zeit zu spazieren, Eindrücke der dort stattfindenden Landesgartenschau wirken zu lassen. Insgesamt eine sehr entspannende Zeit bei Kaffee und Weizen. Ich traf selbstständlich wieder auf Ruhrgebietler. Diesmal aus Gelsenkirchen. Es war eine Familie und der Vater outete sich mit seiner „GE“-Mütze. Ich hatte sogar noch etwas Zeit, den Griechen um die Ecke zu testen. Das gefiel mir so gut, dass ich zu spät zum Treffen kam. Aber das war überhaupt nicht spektakulär, da Sarah immer noch ihre Freundin Franzi hatte. So machten wir uns dann zu dritt einen schönen Abend und schauten bspw. den Film „Vollididiot“ mit Olli Pocher. Mein Urteil: Schlecht bis unerträglich. Ich kann nicht verstehen, dass Leute von dem Film angetan sein können.
Irgendwann schliefen wir. Und frühzeit wachte ich wieder auf. Gegen einen eingespielten Schlafrhytmus kann man nichts tun. Nach einem Frühstück wollte ich mich dann auch verabschieden…

Ich telefonierte mit Tim und beschloss die spontane Weiterfahrt Bochum.

Donnerstag
Der Tag begann extrem entspannt. Das Seminar Innovationsmanagement machte um 8 Uhr direkt richtig munter – nicht. Aber gut. Es sollte heute noch um Einiges spannender werden.

Heute soll ich ein ausgewöhnliches Ziel haben: Dresden. Die Fahrt begann recht ruhig, inkl. Foto, auf der A44. Die nervigen Überholwilligen LKW-Fahrer können mich heute überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Als erstes Zwischenziel ist Kassel definiert. Am dortigen Bahnhof Wilhemshöhe werde ich mich mit Sunny treffen. Von da an soll die Reise gemeinsam weiter gehen.
Nach der Deutschlandstraße B7, die nicht von mir lassen kann und umgekehrt, ging es auf meine Lieblingsautobahn A4. Erstaunlicherweise gab es heute keinen Stau am Schorbaer Berg. Trotzdem lies ich mich hinreisen, in Magdala abzufahren und Sunny die Jena-Eindrücke ohne die vorurteilprägenden Plattenbauten zeigen. Auf der Fahrt in die Innenstadt wurde ich richtig nervös. Vor lauter Aufregung vergaß ich dann am Horten-Parkplatz das Lösen eines Parkzettels, sodass der Kaffee recht teuer wurde. Dank Isabell, die mir die Internet-Möglichkeit an der Uni vor 3 Jahren zeigte, konnte ich auch Pauls Handynummer noch raussuchen. Mit ihm will ich mich später am Abend nämlich noch treffen.
Der Aufenthalt in der Innenstadt Jenas dauerte nicht alt so lang, aber das lag an unserem strengen Terminvorgaben. Also weiter gings bis zum Ende der Autobahn.

Mein erster Eindruck von Dresden ist sehr positiv und das lag nicht nur am Appertment von Mike. Recht früh machte ich mich dann auf den Weg zum Albertplatz. Dort wollte ich mich tatsächlich mit meinem langjährigen Lebensbegleiter Paul treffen. Er studiert im dritten Semester in Dresden. Seit dem letzten Treffen, was schon einige Jahre her ist, ist so einiges passiert, was wir uns zu erzählen hatten.
Später kam Sunny noch dazu und gemeinsam machten wir das Linkenviertel der sächsichen Hauptstadt in der Neustadt unsicher. Ich machte die Kellnerin nervös, was an meinen provokativen Fragen lag. Da wusste ich allerdings noch nicht, welche Viertel mir in nächster Zeit noch geboten würden. Die Preise haben mich direkt überfordert, weil es in Dresden andere Dimensionen als Jena oder Westdeutschland annimmt, also eher verbraucherfreundlich.Wir waren noch lang unterwegs und plauderten fließig.

Freitag
Der nächste Morgen begann übermüdet. Trotzdem waren wir beide motiviert, die Kultur auf uns wirken zu lassen. Semperoper (auch bekannt als Radeberger Brauerei), Brühlsche Terrassen, Frauenkirche, Grünes Gewölbe, Dresdner Zwinger. Also viel, was zu bestaunen und zu Fotografieren ist. Meine Bildersammlung von Prachtmotiven wächst also stetig.

Dresdner Frauenkirche 

Nach einem kurzen Mittagsschlaf ging der Ausflug wieder ins Kneipenviertel. Unser Stammlokal war natürlich das Ziel. Heute soll dann zum „richtigen“ Geburtstag von Sunny geblasen werden, nachdem meine Rede vom Vortag verfrüht war. Ich war sehr schön, an seinem Ehrentag in seiner Nähe zu sein. Später wurde natürlich im Appartment noch eine Flasche Sekt geöffnet.

Samstag
Etwas anders als gewollt begann der Tag, denn mein Vorhaben, Sunny zu verwöhnen wurde boykottiert, da er einige Vorbereitungen für das Frühstück selbst vornahm. Naja, ich durfte wenigstens Einkaufen gehen, was mir natürlich eine große Freude bereitete. Da ich noch viel zu müde war, schlief ich noch weiter, während  Sunny bereits loszog und den kulturellen Trip fortsetzte. Auch, wenn mir es sehr schwer viel, ihn ziehen zu lassen, ging es nicht anders.
Ich begann den Tag Shopping-Willig, wurde jedoch vom Dresdner Angebot schwer enttäuscht. Nicht vergleichbar ist die Stadt mit gewohnten Shoppingmeilen im Ruhrgebiet. Warum die Sachsen des weiteren so langsam sind, verstehe ich überhaupt nicht. In Zeitlupengeschwingdigkeit wird man an den Kassen bedient, sodass ich oft meinen Kaufwunsch niederlegte und schockiert das lokal verlies.

Schillergarten 2002

An diesen beiden Bildern kann man die Entwicklung deutlich erkennen. Oberhalb ein Bild (von Wikipedia: Privatfoto von Stefan Malsch) des Schillergartens bei der Hochwasserkatastrophe 2002 und unterhalb ein aktuelles Foto. Dresdnen lässt sich nicht unterkriegen.

Schillergarten 2007

Wenig später traf ich mich mit Sunny, der einen Termin zum Besuch der Gläsenen Manufaktur von Volkswagen gemacht hat. Das anzuschauen, war für mich sehr interessant, zumal ich durch die Besichtigung des Skoda-Werkes einen Vergleich hatte. Leider war die Produktion stillgelegt als wir die Besichtigung hatten. Aber einen Eindruck gewann ich dennoch, der natürlich sehr positiv ausfällt. Statt Robotern wird tatsächlich auf den Menschen gesetzt und die meisten Arbeiten werden manuell durchgeführt. High-Tech kommt bei der Produktion des Luxuswagens Phaeton selbstverständlich auch in der Fließbandarbeit nicht zu kurz. Individuell verstellbare Arbeitshöhe und -Winkel sind dabei nur das Geringste. Auch, wenn man bei Kauf eines solchen Autos an der Produktion mitarbeiten darf (Hochzeit, Lenkradmontage oder Ähnliches), erscheint mir der VW nicht so charmant wie vergleichbare Wagon dieser Klasse.

Ein VW Cappucino 

Nach dieser Besichtigung wurde ich von Sunny noch zum Abendessen eingeladen. Zwei Einwohner von Blasewitz zeigten uns einen Geheimtipp („Zaza“). Dort war es – fernab vom Touristenstrom – sehr gemütlich. Nach wenn das Fleisch ungewohnt undurch war, trübt das die Stimmung und den tollen Anlass nicht.
Danach wurden wir allerdings nicht mehr so alt, da man nächsten Morgen der Trip Richtung Westen strebte.

Sonntag
Vier Buchstaben, J-E-N-A. Eigentlich brauche ich an dieser Stelle gar nicht mehr schreiben. Neben einem kleinen Überblick im Umkreis des Paradieses, der Sunny hoffentlich meine Gefühle annähernd verständlich machte, bedauere ich es sehr, ihm Einige Ecken nicht gezeigt zu haben. So zum Beispiel den Weihnachtsmarkt in der Goethe Galerie und das Planetarium (nicht das Gebäude). Nachdem wir das FC Carl Zeiss-Spiel mit Claudi und Freunden anschauten, blieb leider nicht mehr genug Zeit. Ein Panorama über die Stadt wurde leider durch einen nervenden Hund gestört.
Danach starteten wir auch schon die Heimfahrt. In Alt Lobeda bekam ich durch alte Erinnerungen nochmal richtig Gänsehaut…

Freitag kam Cem vorbei, um sich mit mir ein wenig den Fertigungsverfahren zu widmen. Ich war froh, dass ich die Sache hinter mir habe. Aber meine soziale Ader verbietet es mir, anderen hilfesuchenden Menschen nicht zu helfen. So haben wir uns also 6 Stunden damit beschäftigt. Danach musste ich meinen Gast leider rausschmeißen, da ich nach Herne zu Kathi’s Geburtstagsfeier wollte.
Also flucks gebaden und los. Ich konnte nicht widerstehen auf dem Weg nochmal einen Abstecher in den Ruhrpark zu machen. Die Atmosphäre dort hat mich irgendwie begeistert und richtig melancholisch gemacht. Für Sandra habe ich noch eine hübsche Geburtstagskarte besorgt und dann gings auch schon weiter. Über Wanne-Eikel nach Holsterhausen nach Wanne-Eikel. Was macht man nicht alles. Dadurch kam ich leider etwas zu spät auf die Party, aber ich ersparte mir die Wartezeit auf das Abendessen. Nachdem nach und nach alle Gäste eintrudelten, gings gemeinsam in den Prater.

Kathi's 20. Geburtstag 

Kurz vor 0:00 Uhr bat ich den Musikverantwortlichen um Mitternacht um ein paar Geburtstagsgrüße an Kathi. So wie einige Vorurteile es vorgeben, konnte der DJ sich den Namen keine 3 Minuten merken und wünschte „Jenny“ alles Gute zum Geburtstag. Sehr tolle Nummer, meine Hochachtung.
Tim und ich waren halb sechs erst zu Hause. Muss wohl ganz nett gewesen sein, obwohl es die kennengelernte Mädels im Nachhinein nicht sein können. Da ich nur 3-4 Bier getrunken habe, lag es auch nicht nur an der Optik 😉

Gegen 9 Uhr war dann die Nacht schon zu Ende. Ich sah mal wieder aus wie ein Zombie, aber auch wenn man es hätte denken können, lag es nicht am Alkohol. Wir wollten kurz nach den Simpsons eigentlich nur eben mal schnell eine Festplatte kaufen. Unser Aufenthalt im Hannibal-Center zog sich jedoch hin. Rundum das Einkaufszentrum waren alle Straßen durch Baustellen extrem überfüllt, die Parkplatz suche nach ewiger Fahrdauer dann das nächste Problem. Auf die stundenlange Wartezeiten an den Kassen möchte ich gar nicht erst zu sprechen kommen. 2h allein wegen einem hübsche ägyptischen Bild. Die Ersparnis durch den Räumungsverkauf von 119 Euro auf etwa 30 Euro rechtfertigt das Warten allerdings. Über den Mediamarkt ging es durch den Stau in gefühlten 10h zurück.
Da sich meine Müdigkeit wieder mal extremst breitmachte, fuhr ich daraufhin direkt zurück nach Hagen. Die Stauumfahrungs meines Navigationsgeräts kann ich nur leider momentan nicht nutzen…

Ach, es ist schön. Sunny kommt vorbei. Endlich wollen wir uns mal wieder ausgiebig Zeit nehmen, etwas zu plaudern. Nebenbei werde ich ihm versuchen, das Beste aus Fertiggerichten herauszuholen. Denn immerhin kommt es auf die Liebe der Zubereitung an, jedenfalls bilde ich mir das ernsthaft ein. Nach dem Erasco-Dinner ging es zwar frühzeitig zum Arbeiten über, dem ich mich mental in der Situation leider nicht weigern konnte und somit meinem Gast nicht seine gebührende Aufmerksamkeit hab schenken können. Immerhin löste ich das Sharepoint-Problem. Externer Zugriff und Sicherung sollten jetzt funktionieren. Die Microsoft Webcasts halfen mir großartig und gaben wichtige Inspirationen beim Lösen der Schwierigkeiten. Da mir Sharepoint 2007 bisher völlig verwehrt blieb, stoß ich auf neue interessante Welten, die mich dann dummerweise auch privat fesseln.

Am näcshten Morgen war meine fortgeschrittene Erkältung immer präsenter, daher war ein Erkältungsbad die vermeintlich bessere Lösung. Nach dem Baden stellte ich einen schwerwiegenden Ausnahmefehler an meinem Körper fest. Die Narbe meiner Lungen-OP meines vergangenen Fahrradunfalls hat sich zunehmend entzündigt und zwar so unangenehm, dass es mich direkt zum Arzt trieb. Der Doktor zeigte mir wieder einmal auf, welch Wunder ich bin. Immerhin kennt er keinen Patienten, der Ähnliches ich durchmachte und in einer solch super Verfassung ist. Mental wie Körperlich. Während der Untersuchung stellte sich raus, dass sich ein vergessener Faden innerhalb meines Körpers entzündigt hat und nun zwangsweise auf den Weg an die Oberfläche ist. Da er es durch die zunehmende Entzündung auch nicht schaffen wird, muss er sofort entfernt werden. Mit Pinzette ging der Arzt ans Werkeln und zog den verlorenen Faden nach außen. Wirklich bemerkenswert, was nach so langer Zeit noch passiert. Ersichtlich erleichtert fuhr ich also wieder nach Hause, wo Sunny mit einer gewaltigen Überraschung auf mich wartete. Aus persönlichen Interessen darf ich die Überraschung leider nicht wörtlich nennen. Das respektiere ich natürlich.
Im Anschluss einiger Aufräumarbeiten in meiner Wohnung gingen wir zu einem gemütlichen Bummeln in die Innenstadt. Er sollte das neue Hagen kennenlernen. Es lohnt sich zwar nicht, aber man hat es mal gemacht…

Der Sonntag war Claudia. Ziemlich früh verabschiedete ich mich von meinen Eltern und Omi, um nach Jena zu fahren. Dort wollte ich pünktlich 11:20 Uhr Claudi vom Bahnhof Jena-West abholen. Als ich ankam, war der gesamte Parkplatz voller Polizeiwagen. Die warteten offensichtlich auf Fußballfans des hießiges Vereins und St. Pauli. Die Ankunft des Zuges verzögerte sich aus Sicherheitsgründen auch. Irgendwann kam er dann aber doch. Wir fuhren erstmal zu ihr nach Hause. Denn wie das bei Frauen so ist, müssen sie sich erstmal ordnen. Wenig später ging es dann aber auch schon in Richtung Stadion. Am Subway noch schnell ein Sandwich verschlungen und dann zügig ins Paradies. Vom Fußballspiel möchte ich gar nicht reden. 34:5 Torchancen für den kontrollierenden Spielmacher Jena. Trotzdem ein 1:0-Sieg für den Hamburger Verein. Es gewinnen nicht immer die Besseren, eigentlich schade.
Nach Spielende waren wir noch im Jenenser Zentrum einen Kaffee trinken, ich sogar zwei. Am Black Bean kann ich doch nicht so einfach vorbeigehen. Später begleitete mich Claudi noch bis Gotha. Dort blieb vor der Abfahrt ihres Zuges sogar noch Zeit, dass Schloss Friedrichsstein (Heißt das so? ) zu besuchen, was mir trotz der abschreckenden Fassade gut gefiel.
Der Abschied war gar nichts für mich, irgendwie hätte die Zeit mit dir noch Ewigkeiten dauern können 😉
Aber da gab es ja noch jemand, Sunny. Der wartete nämlich in Giessen auf mich, da er sein Haustürschlüssel in der Wohnung vergessen hat. Natürlich kommt man im Fall der Fälle nicht fließend vorwärts und quält sich noch durch 2 Staus. Aber es ist schön, so sehnsüchtig empfangen zu werden.

Mein Gott, es kann schnell gehen. Zwar ist mein geliebter Cousin Marcel am heutigen Tag bereits 10 Jahre mit Dolores zusammen, aber mir kommt es wie gestern vor, wenn ich daran denke, wie wir gemeinsam die blödesten Dinge in unserer Kindheit anstellten. Die beiden haben 3 Kinder, die kritischsten Phasen alle schon durchgemacht, sodass es heute heißt: „Wir heiraten“.

Die Trauung am Morgen war traumhaft. Einer der emotionalsten Momente, die ich in meinen kurzen Leben bisher erlebt habe. Das der kleine Dominik dann auch noch angefangen hat zu weinen war einfach zu süß für mein feinfühliges Herzchen. Von Doreen, die direkt neben mit stand und fleißig fotografierte gar nicht zu reden. Sie hat wahrscheinlich einen 10er Pack Tempos – oder besser Papiertaschentücher – gebraucht. Das Mittagessen im lokalen Feinschmecker-Restaurant „Zur Salzmest“ war köstlich und der darauffolgende Abend sehr schön. Das Brautpaar konnte den Abend hoffentlich genauso genießen wie ich. Mich hat gefreut, einige Leute wie Michael oder Sabrina nach langer Zeit mal wieder zu sehen. Und vor allen Dingen zu sprechen. Das ich gemeinsam mit der elterlichen Familie der letzte Gast, der endlich den nach Hause Weg antrat, war, zeigt wohl, wie sehr mich die Feier gefesselt hat.
Ich hoffe zwar sehr, dass es für die beiden die letzte Hochzeit bleibt, aber sowas konnte doch öfters stattfinden.
Ich bin mal höchstgespannt auf meine Hochzeit auf der Seebrücke Selin an der herrlichen Ostseeküste 😉

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