Erstaunt


Es war Winter. Ich rutschte mit meinem süßen silbernen Gefährt um die Kurven. Es kam: „Unwritten“ (Natasha Bedingfield). Es gibt Dinge, die bleiben ungesagt. Das Problem ist meist nur, man bereut, bestimmte Sachen nicht gesagt zu haben.
Am Nachmittag traf ich mich mit Katharina. Das „CentrO.“ in Oberhausen war unser Ziel. Auch wenn es mit dem, zu deutsch, Nacken-Halter nicht klappte, war es nicht nur ein erfolgreicher Einkaufsnachmittag. Nach einer Tour durch die „Neue Mitte Oberhausen“ fuhren wir ins Zentrum. Die „alte Mitte“ machte mit dem „Musik-Sommer“ und vielversprechenden musikalischen Bars auf sich aufmerksam. Was war, war nicht viel. Also jedenfalls nur wenige Menschen. Ein Platz bei einem türkischen Italienaer war bei den zählbaren Besucher gerade noch drin. Rückblickend kann ich sagen, dass ich gerade unangenehm gern Zeit mit Kathi verbringe.
Später bewegten wir uns mit Tim noch zu einem Besuch im Essener „Delta Musik Park“. Zu Beginn war extrem wenig los. Je später der Abend, desto mehr Besucher wagten den Gang in das modifizierte leicht Fabrikgelände. Tim bestach durch sein beunruhigendes unkontrolliertes Trinken, das uns so langsam Angst macht. Wenn 2 Verzehrkarten nicht mehr reichen, um den Durst zu stillen, ist das auf jeden Fall nicht mehr normal. Zum Glück war ich Fahrer und konnte das ganze Geschehen aus nüchterner Sicht relativ objektiv betrachten. Jedoch fiel sein exessiver Genuss nicht nur mir auf.
Am Ende bleibt nur: „Darf ich mal riechen?“

Nach dem Abschluss der ersten Klausurrunde, ist Feiern angesagt. Das begann relativ gemütlich mit Katharina im Bermuda-Dreieck Bochums. Ich war ohne Erwartungen sehr neutral eingestellt, rechnete mit einem kurzen Treffen. Was kam, begeisterste mich. Neben den interessanten Gesprächsthemen, bleibt zu sagen, dass nicht ausschließlich Männer aggressiv fahren. Ich hatte das Gefühl, sie holt mich mit meinen Gedanken ein. Jedenfalls stellte ich fest, was ich vor einem Jahr dachte, findet sie plötzlich auch wichtig. Das zeigt deutlich: Mädchen sind körperlich Jungs zwar 3 Jahre im Voraus, geistig jedoch oft nicht – was ich allerdings nicht negativ sehe. Es folgte ein Treffen mit Tim und die überfüllte Busfahrt in den Ruhr-Park. Nach einem Abstecher mit amerikanischen Fast-Food-Restaurant McDonalds wagten wir den Weg ins 360°. Am Eingang wurden meine Augen direkt sehr groß als Beate unseren Jacken entgegen nahm. Den Rest der Nacht wurde fleißig getanzt. Die Blicke flogen bezaubernd durch den Raum und mischten sich mit den rhytmischen Bewegungen. Ich war sehr angetan von der Stimmung.
Am Ende waren die Getränke-Karten voll, 5 Uhr und Zeit zum Gehen. Auf dem Weg in Richtung nach Hause wurde weiter über interessante Gerüche geplaudert. Das bewegte uns dann auch noch zu einem Besuch der gewohnten Systemgastronomie-Stätte. Irgendwann zu früh am Morgen waren wir dann in Herne. Nach der Abschiedung folgte eine zu kurze Nacht. 2 Stunden reichen nämlich einfach nicht…

Die Wirtschaft floriert. Es geht bergauf, man kann es spüren. Der Beweis dazu zeigt sich auch in meinem Aktien-Portfolio. Aus Risiko handelt es sich zwar nur um ein imaginäres Konto, welches jedoch auf die tatsächlichen Börsenvorgänge reagiert.

 

Mein Aktiendepot

  

Vor 2 Jahren, zu Beginn meines Studiums, wollte ich in Aktien investieren. Aufgrund eines schlechen Online-Brokerage-Angebot der Sparkasse tat ich es nicht. Es hat sich als Fehler herausgestellt.
Als Glück würde ich es nicht bezeichnen, da ich ausschließlich längerfristig angelegt habe. Es zeigt deutlich mein ausgewogenes wirtschaftliches Verständnis und gewisse Finanzkenntnisse. Aus 5.000 Euro wären so 25.000 Euro geworden, was auf überdurchschnittliche Wachstumsraten der Aktien meiner Kern-Märkte zurückzuführen ist. Naja, ich werde den Märkte im Auge behalten 😉

Meine persönliche Beziehung zu Eiern sieht noch nicht so gut aus. Auf jeden Fall: Ausbaufähig. Die Sache ist einfach, dass ich nie Eier gegessen habe. Wie soll man denn etwas mögen, dass man nicht kennt. Und dann kam einst der Tag. Nach einer Übernachtung bei Lars stand an meinem Frühstück-Platz am morgen ein Ei. Hübsch im Eierhalter oder -ständer oder wie auch immer sich dieses Teil nennt. Ich war natürlich skreptisch, probierte dennoch. Es war nicht schlimm. War mir eben vom Geschmack her bis jetzt unbekannt. Und nun zur eigentlichen Geschichte.
Am Freitagabend kurz vor Ladenschluss bekam ich ohne vorherige Andeutung extremen Appetit auf dieses Produkt vom Huhn, das Ei. Da ich noch nie Eier zubereitete, rufte ich zahlreiche Menschen an, um mich zu erkundigen, wie das von statten geht. Meine Idee war, das Ei sogar mit Senfsoße zu verfeinern. Dummerweise erreichte ich niemanden. Irgendwie schienen alle ausgeflogen zu sein, was ich an einem Freitagabend nicht wirklich ungewöhnlich ist. Der Drang war groß und ich kaufte nach Gefühl ein. Beim Einkaufen zermatschte ich die ersten Eier, deren Umgang mir noch nicht ganz vertraut ist. Der Ausweg schienen gut verpackte Bio-Eier. Wieder zu Hause angekommen, getraute ich mich erstmal gar nicht ran. Das Telefon klingelte im Akkord als ich in der Wanne lag und vom meinem Ei träumte. Nach einem Telefonat mit Jacqueline fasste ich dann Mut. Mittlerweile war ich halb elf. Ich hielt es für Energieverschwendung, für ein Ei Wasser in einem Topf zum Kochen zu bringen. Daher entschied ich mich zu meinem geliebten Wasserkocher. Ich stopte die Zeit und hielt den „An“-Schalter 4:30 Minuten fest, um das Wasser konstant blubbern zu lassen. 4:30 Minuten waren es übrigens, weil mir zwischen 4 und 5 Minuten geraten wurde, um das Ei weich zu kochen. Ich glaube, so bezeichnet man das. Als Test habe ich mir nicht direkt die Mühe für die Senfsoße gemacht. Mit Pfeffer und Salz ausgestattet, ging die große Geschmackstour los. Irgendwie haben Eier etwas…

Heute war ein kurzer Tag in der FH. so konnte ich nach dem Mittagessen in der Mensa noch in Ruhe in die Innenstadt fahren und gemütlich einige wichtige Erledigungen, andere nennen es Einkäufe, tätigen.
Der Beginn meines Ausflugs war schon ungemein witzig. Nachdem ich einen idealen Parkplatz gefunden habe und Damen vom Ordnungsamt sah, lächelte ich innerlich, da ich gerade zum Weg zum Parkscheinautomat war. Sie lächelten nett zurück und ich holte mir einen Parkschein. Ich legte den Zettel in mein Auto und weil mir die Situation irgendwie komisch vorkam, fragte ich nochmal nach, ob es in Ordnung ist, in dieser Parklücke so zu stehen. Ich hab ja da schon die kleinlichsten Dinge erlebt. Die nette Dame sagte: „Nein, so dürfen Sie nicht stehen bleiben. Fahren Sie lieber schnell weg“. Und was ist mit dem Parkschein? „Pech gehabt!“ Das kann man auch nicht als freundliche Bemerkung sagen, bevor man sich um einen Parkschein bemüht. Das i-Tüpfelchen ist natürlich die Tatsache, dass sie einfach nur gewartet haben, bis ich weg bin…Ich liebe diese netten Menschen hier.
Diese Hürde war schon mal genommen. Dann fuhr ich lieber in das Volme-Galerie-Parkhaus. Da kann nichts schiefgehen. Nach meinem Einkäufen stellte ich erschreckend fest, dass der einzige Haken die Parkgebühren sind. Statt wie ich dachte jede Stunde 1 Euro, wurden alle 30 Minuten 1 Euro fällig. Nach fast 3 Stunden Parkzeit läppert sich das ganz schön. Mit zusätzlichem ungebrauchten Parkschein meines 1. Versuchs war das mein teuerstes Parkerlebnis überhaupt…

Zeitverschwendung Fachhochschule könnte dieses Semester als Beinahmen tragen. Seitdem wir für das Studium richtig viel Geld bezahlen, geht es mit der Lehre nach unten. Immerhin wurden jetzt an einigen Türen im Hauptgebäude automatische Türöffner angebracht. Dass die leider erst öffnen, wenn man einen Schlater betätigt, passt gut ins Gesamtbild der Verbesserung. Jetzt möchte die Fachhochschule ein Eye-Tracking-System erwerben, 40.000 Euro zur Befriedigung der Professoren. Wir als Studenten werden das Gerät wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen, nur Glück, das wir es zumindest bezahlt haben. Aber wahrscheinlich wird das alles seinen Sinn haben.
Wenn die Klausuren auch mal entspannend wären, würd ich kein Mucks mehr sagen…

Da ist man 5 Stunden damit beschäftigt, dieses Bauteil zu zeichnen und dessen Fertigung zu planen, aber dann gibt es einen Haken. Was ist das eigentlich?
Im Rahmen der Veranstaltung „NC-Programmierung“ hatten wir die Aufgabe, das untenstehende Bauteil zu zeichnen (später komm dann die tatsächliche Produktion hinzu). Noch müsste man dieses Modul ausschließlich „NC“ (oder Fertigungsprozesse) nennen, da wir noch nichts programmiert haben, aber sehen Sie selbst das Resultat:

 Bauteil

Weiß jemand, was dieses Teil ist oder bezwecken soll? Zwar kann ich mir denn Nutzen nicht erklären, allerdings sieht es wunderschön aus. Und manchmal zählen auch Oberflächlichkeiten, gerade wenn es um Fertigung mit rostfreien Stahl und geringer Oberflächenrauigkeit geht.

270 Minuten = 4,5 Stunden = 0,2 Tage

Claudi, was ist denn da passiert? Mein Gott haben wir am gestrigen Tag lang telefoniert. Solch extreme Gespräche sind schon einige Zeit her. Ich hätte fast gedacht, durch dieses zeitintensive Studium ist soetwas gar nicht möglich. Das faszinierende ist, das es keine Sekunde langweilig war. Es bestätigt das Vorurteil vieler, dass mit mir keine kurzen Gespräche möglich sind. Aber auf der anderen Seite habe ich kurze Telefonate von wenigen Minuten dazwischen geschoben.
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis wir uns wieder etwas zu erzählen haben 🙂

FDP Landtagsfraktion

Nach langem Nachdenken hat es mich heute in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens (Düsseldorf) gezogen.
Mit Andreas, Frederike und ungefähr 997 anderen Politikinteressierten war ich zu Gast bei dem Neujahrsempfang der FDP Landtagsfraktion. Der Empfang war recht herzlich. Einige hundert Demonstranten pfiffen und beschimpften uns ganz fleißig als wir ins Radisson SAS gingen. Diese Eindrücke meines ersten Besuchs von Düsseldorf werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Außer uns drei, waren neben den zahlreichen anderen auch Guido Westerwelle, Andreas Pinkwart und mein Freund Burkhard Hirsch dabei.
Und ja, es war tatsächlich so. Als Andreas mit einigen Parteifreunden plauderte, stand auf einmal der bekannte Bundespolitiker Westerwelle vor Frederike und mir. Er wusste nicht so recht, wo es genau zur Veranstaltung ging – auch nur ein Mensch. Mein erster Gedanke war, er sieht „in echt“ viel symphatischer aus.
Wie immer war es sehr interessant, für was sich die freien Demokraten einsetzen. In den Themen zur Schul-/Hochschulpolitik, Atomausstieg und reinem Sozialismus vertreten sie zu 85% meine Auffassungen. „Die Gelben“ haben ein Profil, welches so eindeutig selten durch die Medien berichtet wird. Wenn mehr Deutsche deren Programm so kennen würden, wären die berühmten 18% bei der nächsten Bundestagswahl sicher möglich. Aber schön zu wissen, dass sie als NRW-Landesregierung hier das einst stagnierende Ruhrgebiet auf Vordermann bringt…

Heute war der erste Arbeitstag nach der Mehrwertsteuererhöhung auf die bekannten 19 Prozent. Nachdem die erste Übung aufgrund weniger anwesenden Studenten ausfiel, habe ich mich zu Staples begeben. Ein Angebot interessierte mich näher und erstaunlicherweise waren dort und in der gesamten Umgebung (Dortmund, Witten, Bochum) alle Geräte ausverkauft. Nicht nur mein Angebot, sondern zahlreiche andere zogen unheimlich viele Menschen in die Innenstädte und Einkaufszentren. Fast wie vor Weihnachten. Die Mehrwertsteuer geht wohl vorerst nicht in die Preise, sondern mehr an die Gewinnspannen der Hersteller. Laut verschiedenen Meldungen in den Nachrichten wird das erst im Februar geschehen. Ich werde dessen Entwicklung gespannt verfolgen.

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