Lebend


Es ist durchaus ein angenehmes Klima in Berlin zu dieser Jahreszeit. Ein Treffen mit einem guten Freund bringt unter diesen Rahmenbedingungen ein Optimum an Lebensqualität.
Es ist toll. Ein Treffen mit Andreas bringt eine unglaublich angenehme Atmosphäre. Das Winken am Berliner S-Bahnhof Alexanderplatz ist die erste Geste nach mehr als 6 Monaten. Je näher wir uns kommen, desto größer ist die Euphorie. Eine erste Umarmung lässt alle Barrieren fallen. Los gehts. Auf in eine sehr entspannte Zeit mit intensivem Austausch.

Grußwort beim Griechen der Raunerstraße, ein Burger beim Kreuzburger, auf in die Kulturbrauerei. Ein gewohnter Weg. Ein gewohnt angenehmer Abend.
Es wurde lang gelacht und getanzt. Es wurde hell.
Zum Abschluss der tänzerisch sehr engagierten Zeit braucht es definitiv Nahrung. Beim Dönerspezialisten um die Ecke heißt es warten. Aber Qualität braucht Zeit, dass kennen wir aus unserer Praxis.
Witzige Gespräche, Nummern, Austausch; Kommunikation mit Menschen, die normalerweise gemieden werden, lenkt ab.
Essen. Eine tolle Sache. Gute Nacht.

Der „nächste“ Morgen war aufgrund meines leichten Schlafes schnell erreicht. Das ausgiebige Frühstück genoss ich allein. Die Atmosphäre war angenehm. Der alte Industriebau mit extrem hohen Decken, einer gewissen Weitläufigkeit und reduzierter Einrichtung machte den Toast mit Nuß-Nougat-Creme zum Genuss. Oder lag es am Hunger?
Nach dem Frühstück ging los, auf in die Stadt. Nach einem kurzen Abstecher in den Prater folgte die Suche nach einem Lokal mit Fußballübertragung. Der letzte Spieltag der Fußball-Bundesliga bot noch die ein oder andere Spannung im Abstiegskampf. Wir landeten in einem Eiskaffee am Hackeschen Markt ohne Fernseher, weil alle versuchten Lokale gnadenlos überfüllt waren. Dafür konnten wir uns für das nächste Highlight des Tages: Der Eurovision Songcontest einen guten Platz auf dem Alexanderplatz sichern. Schnitzel, Wein und Co. waren die ideale Ergänzung.

Im Anschluss sollte das bisher unbekannte Tanzlokal Traffic unser Ziel sein. Der rote Teppich davor wirkte vielversprechend. Die Nacht war sehr ausgewogen und nicht ganz so lang.
Aus alter Tradition vom Vortrag sollte auch die fachkompetente Zubereitung eines Morgendöners genutzt werden.

Und das wars auch schon. Ein Wochenende vergeht schnell.
Auf wieder sehen kann ich da nur sagen!

Die grundsätzliche Entwicklung des Basketball in der Stadt Jena ist nicht über Nacht geschehen, wie es dem Beitragstitel entnommen werden könnte. Es war ein fortwährender Prozess, der formal bereits länger besteht. Was mich allerdings zu diesem Titel angeregt hat, war mein gestriger Besuch in der neuen Mehrzweckhalle „Sparkassen-Arena“ in Jena-Burgau. Der Wunsch nach einer neuen Spielstätte für den hiesigen Basketballverein Science City Jena wurde viele Jahre getragen und ist nun seit Januar 2014 Wirklichkeit geworden. Innerhalb kurzer Zeit wurde eine Mehrzweckhalle in lockerer Leichtbauweise aus dem Boden gestampft und bietet nun nicht nur dem Basketball ein neues Zuhause.

Mein erster Besuch des Jenaer Basketballvereins, damals noch als „TuS Jena“ bekannt, fand im Jahr 2003. Wie der aktuellen Zeitrechnung zu entnehmen, ist dies bereits ein paar Tage her. Über verschiedene Namen wie „erdgas baskets“, „POM baskets“ bleibt der Name „Science City“ zumindest seit einigen Jahren konstant. Die Werner-Seelenbinder-Halle als eigentliche Schulsporthalle hatte durchaus einen gewissen Charme. Die familiäre Atmosphäre ist mit dem neuen Austragungsort der Heimspiele etwas verloren gegangen. Aber für den Verein scheint es ein wichtiger Baustein in die Zukunft zu sein.

Die Ambitionen des Vereins sind nicht nur durch eine neue Spielstätte erkennbar. Ich bin gespannt und werde die Entwicklung verfolgen.

Für ein kurzes Frühstück konnte ich mich kurz aufrappeln. Der Tag begann eigentlich erst am Nachmittag.
Das erste Ziel sollte die Grundig-Arena und Zeppelin-Wiese sein. Für das Fußballspiel hat es aufgrund keines vernünftige Preis (50€) – Leistungs (FCN-BVB) verhältnisses nicht gereicht, sodass wir uns für einen Stadtrundgang mit derzeitigem Altstadtfest entschieden haben. Auf dem Altstadtfest nahmen wir lokalen Getränke wie Federweiser oder Bier zu uns. Nach einem gemütlichen Schlendern durch die Altstadt ging es ins Bratwursthäusle, wo am Nachbartisch unser Bundesverkehrsminister Ramsauer anstieß. Mit seiner Frau unterwegs kam er aufgrund zahlreicher Fotos und Gespräche nur langsam vorwärts.
Unser nächstes Ziel war eine Sportsbar, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nehmen wollten. Das Fußballspiel (S04-FCB) war ziemlich traurig, zumindest für die Schalker. Das Essen war auch etwas wenig, weil leider bei der Bestellung leider ein Gericht vergessen wurde. So mussten wir uns ein Essen teilen.

Ein kurzer Abstecher im Hotel war für mich sehr amüsant als ich verfolgte, wie mein Begleiter verschiedene Kleidungskombinationen versuchte und so unentschieden wie sonst nur Frauen nicht so richtig zum Ende fand. Als es dann doch los ging, bewegten wir uns auf ein unglaublich früh endendes Altstadtfest, wo eine mexanische Bar in der Nähe unsere Herberge für die nächsten Stunden sein sollte. Für mich war es beeindruckend und schockierend zugleich welchen konstanten Stress die Barkeeper ausgesetzt waren. Dafür haben sie sehr gut abgestimmte Prozesse gehabt und beneidenswert gut zusammengearbeitet.
In einem Veranstaltungsheft markierten wir die Ziele.

Eingestiegen ins nächstgelegene Taxi waren wir kurzerhand auch direkt wieder raus, weil die erste Etappe nur wenige Meter entfernt war – leider geschlossen. Wir stießen jedoch auf kompetent wirkende Ansprechpartner und zielten in ein Lokal. Das Lokal spielte angenehme Musik und war mit den richtigen Leuten gefüllt. Eine sehr angenehme Feier.
Wir blieben eine Weile. Danach zeigten uns noch drei bayrische SPD-Wähler ein Etablisment ab 25 Jahre.
Das Publikum entsprechend der Erwartung gesetzter. Man konnte sich wohlfühlen. Nichtzuletzt wegen der hervorragenden Musik.

Leider musste ich Andreas aufgrund individueller Umstände allein lassen und suchte allein den Weg ins Hotel. Immerhin wurde es auch bereits wieder langsam hell…

Eine aktuelle Studie des Job-Portals monster.de belegt, dass berufliche Probleme weltweit für schlaflose Nächte sorgen. Ich habe mir dies aus persönlichen Erfahrungen denken können, aber neben mir sehen das noch satte 85% der Befragten so. 18% geben sogar, täglich an Arbeitsstress zu leiden. Insgesamt, ein ernüchterndes eher trauriges Zeugnis aus der Arbeitswelt.
Kleine, aber wichtige Anmerkung zur Beurteilung der Studie: Über die Hälfte der Befragten gaben an, im Moment arbeitssuchend zu sein.

Ich sitze in der Wohnung. Ich denke nach. Mache mir Gedanken über meine aktuelle Lebenssituation, denke an die kurzfristige Vergangenheit und an das, was kommt. Ich bin viele Schritte weiter, aber irgendwie fühle ich mich zurückversetzt. Ich bin in Hagen. Studiere im ersten Semestern und sitze nach einem langem Vorlesungstag allein zu Hause – grüble. Mittlerweile habe ich alle Klausuren des ersten Semesters sowie das gesamte Studium überstanden und blicke genauso in die Nacht. Die Sterne haben sich nicht weiterentwickelt. Mein großer Sprung fällt im Universium wenig auf.
Ich bin in einer sehr nachdenklichen Phase. Es bewegt mich viel und es bewegt sich sehr viel. Es ist nur klären, an welcher Stelle ich auf’s Karusell aufspringe oder umgedreht aus dem Karussell abspringe. Der Wind dreht sich, die Richtung auch…

20:20 Uhr – Zeit für Feierabend. Auf den Weg zu meinem zweirädrigen Gefährt  traf ich auf eine nette Kollegin. Sie hatte Schwierigkeiten beim Öffnen einer Frauenbier-Flasche. Ich wollte ihr gern helfen. Dabei stellten wir fest, dass das Problem eigentlich nicht das Öffnen der Flasche, sondern eher das Vorhandensein dieser, war. Ich brachte meine Arbeit zum Abschluss. Die Kollegin beseitigte zwischenzeitlich das größte Problem.
Nach dieser idealen Grundlage folgte der Tagesausklang auf der kühlen Terasse, auf der mit mehr Temperaturunterstützung der Sonne gerechnet wurde.
Was ich mitnehme:

  • Der Besuch des Jenaer Opernballs sollte frühestens mit 30 eingeplant werden.
  • Der Pfand auf Glasflaschen für pilshaltige Getränke liegt bei 8 Euro-Cent.
  • Ohne Sonne ist es kälter.

Nach dem Play-Off-Wahnsinn der Basketball-Liga ProA  ereilen mich zunehmend Schreckensmeldungen:

  • Der Trainer von Science City Jena Georg Eichler verlässt sein Wirkungszentrum.
  • Der Jenaer Kapitän Christoph Roquette verlässt die Brücke.

Ein großes Dankeschön an die Herrschaften für die Unterstützung der letzten Jahre. An der Stelle bleibt nur, euch viel Erfolg auf euren kommenden Schritten zu wünschen.
Für Science City wünsche ich mir keine weiteren großartigen Turbulenzen. Der neue alte Coach Björn Harmsen (bekannt vom Aufstieg in die Basketball-Bundesliga von Science City) wird das Team hoffentlich zusammenhalten können und auf  die spannenden gemeinsamen Aufgaben vorbereiten.

Ich freue mich auf die neue Saison. Erholt euch gut!

In einem sagenumworbenen Spiel gegen die BG Göttingen konnte sich Science City Jena mit einem Dreier wenige Sekunden vor Abpfiff des letzten Viertels noch durchsetzen. Die Play-Offs gehen also weiter. Nächster Gegner sollen die aus der Bundesliga abgestiegenen Düsseldorf Giants sein.
Auf der Homepage der ehemaligen Gloria Giants Düsseldorf wird die Möglichkeit angeboten, Tickets online zu erwerben. Das leider nicht für Gäste, für welche das Angebot eigentlich am interessantesten ist, da von Auswärts anreisende Gäste in der Regel nicht mal eben den Vorverkauf nutzen können. Als alternative Kontaktinformationen werden eine Telefonnummer sowie E-Mail-Adresse angeboten. Beide Kontaktwege versuchte ich erfolglos. Unter der Telefonnummer ist niemand erreichbar. Auf meine mehrfache E-Mailanfragen wurde leider nicht geantwortet.
Das erste Spiel der Best-of-Five wird sicher gut besucht sein, dachte ich mir. Aber es wird schon noch vor Ort Karten geben. Die Anreise erfolgte bedachte frühzeitig, um in einer lokalen Touristeninformation noch Tickets zu erwerben und Auskunft über die Navigation zum Ziel zu erhalten.
In der Touristeninformation in der Düsseldorfer Altstadt waren die Mitarbeiter erst nicht sicher, wie der Verein aktuell heißt und in welcher Spielstätte er spielt. Etwas kurios. Als die Fragen geklärt waren, konnte leider keine Karte verkauft werden: „Nur am Düsseldorfer Castello – der Spielstätte“. Zumindest war uns uns der Weg bekannt.
Am Basketball-Tempel angekommen, gab es eine Stunde vor Tip-Off noch genügend Gäste-Tickets. In der Halle angekommen, die beeindruckend groß ist, machten sich die Jenaer Spieler gerade warm. Im Castello kam man sich etwas verloren vor. Genau wie das Spiel, was folgte. Es war eine bittere Niederlage für Science City.
Noch trauriger schätze ich allerdings die Organisation des Düsseldorfer Basketball-Vereins ein. Erstliga-Reif sieht anders aus…

Ist kalter Tee ähnlich unsympathisch wie kalter Kaffee? Nein, natürlich nicht. Diese Sache muss wie alles im Leben differenzierter betrachtet werden. Schließlich gibt es Eistee genauso wie Eiskaffee, welche beide unabhängig von einander eine Daseinsberechtigung besitzen.
Wenn diese auch nicht in meiner Welt großartige Begeisterung entfachen, sollten diese Nischenprodukte Beachtung finden. Trinkt Kaltgetränke, die nicht den zucker-verseuchten Geschmack der meistverkauften Produkte der Cola-Cola-Company haben!
Genießt die Kälte. Im Moment erinnert das ja auch an Draußen. Und scheinbar ist es auch möglich, im Warmen an erfrischende Kühle zu denken.
Meine Güte, was soll das nur im Sommer werden? Vielleicht trinken wir eiskalt servierten Bio-Glühwein…

Ich bin gespannt. Lasst die Zukunft kommen…

Ich habe euch vermisst. Aus Angst habe ich den Medienkonsum weitestgehend vermieden.
Auch im Jahr 2013 ist der Mittwoch ein erstrebenswerter Tag. Nicht nur, weil er das Bergfest der Arbeitswoche darstellt. Am Abend läuft meine geliebte Sendung „Zapp“. Auch der neue Programmdirekter des NDR, der zuvor beim liebevollem Ki.Ka war, hat keinen negativen Einfluss auf die erstaunlich unabhängige liebenswert kritische Redaktion des wirklich unabhängig erscheinenden kritischen Medienmagazins nehmen zu können.

Liebe Zapp-Redaktion, ich kann nur bitten: Weiter so!!

« Vorherige SeiteNächste Seite »