Nachdenkend


Heute Abend ist ein besonderer Abend. Erstens läuft im deutschen Unterschichten-Fernsehen der hochkarätige Tanzfilm Dirty Dancing und zweites schau ich diesen untypischer Weise nicht. Klingt nicht so spektakulär, ist es allerdings schon etwas. So sitze ich lieber schmunzelnder Weise mit einem Glas Wein vor dem Rechner und vergnüge mich, an die letzten Wochen zu denken. Der Film würde mich da eher durcheinander machen. Er erinnert mich an interessante Momente im Treff, an eine besondere Begegnung mit einer Herzensdame. Wenn ich an daran denke, ist natürlich Maria auch nicht weit. Das jedoch möchte und kann ich an dieser Stelle nicht näher beleuchten. Ich weiß nur, dass nicht alles so toll ist, wie es scheint.

Überwunden? Nein.

Ich frage mich gerade nach dem Sinn dieses Beitrags. Wahrscheinlich wollte ich beleuchten, welches Leid ich mit Dirty Dancing verpasse. Allerdings mache ich es mal ganz weiblich, einfach, wenn es interessant wird, aufhören und nichts mehr sagen. Das Wichtige, was ich in den letzten Wochen festgestellt habe, ist die Bedeutung, aus dem Kreis der Gewohnheit auszubrechen, Neues zuzulassen und auf andere eingehen. Natürlich wusste die Bedeutung seit dem bewussten Wissen davon bereits einzuordnen, nur die Priorität wurde in etwas erhöht. Die ersten Umsetzungen sind geschehen. Jetzt fließt der Wein wie vor Jahren. Ich erinner mich an die nächsten Wochen in Hagen, wo ich mich jeden Tag mit Wein, ins Besondere Glühwein, gehen lies und eigentlich jeden Tag mit min. 3 Personen telefonierte. Ich muss mir auf jeden Fall wieder mehr Zeit nehmen, Kontakt zu Leuten zu suchen, die ich nicht so häufig sehen kann. Was das angeht, würde ich mich besonders freuen, wenn der kurzfristige Besuch bei Maria [und Julia?] diese Woche wirklich stattfinden kann…

Das genau ists Microsofts Vorstellung von der Zukunft. Diese Aussage kommt vom derzeitigen Microsoft-Chef Ballmer. Wollte nicht vor einigen Jahrzehnten das Fernsehen die Zeitungen ablösen? Und jetzt Microsoft? Mit ihren Prognosen, lag Microsoft doch schon häufig mächtig daneben. Wie war das, mehr als 640 Kilo-Bytes Arbeitsspeicher braucht keiner? Mittlerweile verschlingt auch Windows in der neuesten Variante Vista locker 2 Giga-Bytes, um performant zu laufen. Wie ist das zu erklären, Herr Gates? Das Internet ist nur interessant für Forschungseinrichtungen und Unternehmen? Naja, die vergangene (tatsächliche) Entwicklung hat uns doch eines Besseren belehrt. Inzwischen rennt das Software-Imperium aus Seatlle Internetfirmen wie Google hinterher, die sich nicht hinter Illusionen verstecken, sondern die Zukunft gestalten. Und zu der gehören hoffentlich auch Zeitungen. Die stetig abnehmenden Leserzahlen von Printmedien machen mir allerdings persönlich auch etwas Angst.

Die alteingesessenen Leser sterben weg und junge kommen nicht nach. Das Sterbedatum der handfesten Zeitungen ist durch die Lebensversicherungen kalkulierbar. Ich kann nicht nachvollziehen, warum man seine Zeitung online liest, außer vielleicht das man dabei 1,- Euro für spaßige Recherche und stundenlanges Blättern spart. Das Feeling neben dem Kaffee ein schönes Blatt in der Hand zu halten, ist doch weiß Gott nicht, zu ersetzen. [siehe Eintrag „Liebe Leser…“]

Ist es kein klarer Mehrwert, die Informationen auf dem Papier zwischen den Händen zu spüren, schlechte Nachrichten zusammenzuknüllen und wegzuwerfen oder sich interessante Passagen zu markieren oder gar Artikel auszuschneiden? Nicht nur die Augen freuen sich, wenn sie nach der ganzen Internetsucht auch mal etwas anders sehen. Es macht glücklich, wenn man es zulässt. Auch, wenn man sein Notebook mittlerweile überall mitnehmen kann, hält nicht jedes wie eine Zeitung auch die Saunagänge oder den sommerlichen Strand durch. Außerdem kann ein Printmedium nicht wie Onlinezeitungen mit ständig überblendender Werbung arbeiten, wo man häufig nur auf der Suche ist, wie man die hübschen Werbebildchen und -Videos schließt. Zeitung beruhigt, wenn man es sich bewusst macht.
Kauft eine Zeitung und ihr werdet sehen, dass es etwas anderes ist als die Headline mit 17kB von waz.de zu laden…

Ich fühl mich wohl, hier in Jena. Man merkt es, die Worte sind fröhlicher. Optimistisch und es macht mehr Spaß, die zu lesen. Jedenfalls sehe ich das so. Und da dieses Werk für mich entsteht, ist das enorm wichtig. Ich freue mich natürlich enorm, wenn auch an diesen Texten Gefallen finden.
Was mir daneben noch auffällt, ist die Tatsache, dass ich hier wieder richtig Lust verspüre, überhaupt etwas zu schreiben. Das ist in den letzten Monaten richtig eingeschlafen. Das muss sich wieder bessern. Von hier aus stehe ich der Zukunft auch sehr freudig gegenüber. Es ist ein anderes Leben. Die Menschen sind jung, hübsch und freundlich. Das Laufen durch die Straßen macht so viel Freude, dass ich es in einer ruhigen Minute immer wieder gern mache. Das schreibe ich bereits am 2. Tag, muss dazu gesagt werden.

Ich war heute mit Tina und Frederike in der Universitäts-Bibliothek der Wirtschaftswissenschaften. Die Auswahl von der FernUniversität Hagen versehen mit dem Leben einer jungen Stadt – sprich eine richtige Bibliothek. In der Atmosphäre macht das Lernen gleich mehr Spaß, auch wenn ich demnächst mehr aufpassen muss, dass ich von den einrieselnden Eindrücken nicht ständig abgelenkt werde. Ich musste dann zwar mitten im Lernprozess abbrechen, weil ich die Zeit total verschlafen habe und mein Parkticket bereits abgelaufen war, aber immerhin hatte ich noch kein bösen Zettel dran. Danke für die anfängliche Gnade, so wird man als Neubürger begrüßt. Nicht wie in Hagen, wo man direkt vor der Haustür nach unnötigen Beschwerden von Nachbarn einen orange-farbigen Zettel an der Scheibe kleben sieht.
Obwohl ich eigentlich vorhatte, noch ein paar Besorgungen für die Wohnung zu tun, fuhr dich gleich zurück nach Hause. Dieses „Nach Hause“ hört sich so wohlklingend an, ist verbunden mit Begeisterung. So muss das sein. Wenn ich nicht so fatalen Muskelkater von gestern hätte, würde ich durch die Gegend tanzen, aber dafür bleibt auch am Wochenende noch genügend Zeit.

Jetzt ist es Zeit für ein Bier. Prost!

Es sollte nur eine kurze Instrktion meiner momentanen Gefühlslage werden und was ist es geworden, eine stundenlanger Bericht. Die Zusammenfassung und Editierung der letzten Zeit. Was mich bewegt kann also jetzt aktueller denn je nachgelesen werden. In Form von 2.500 Worten wurde es ein größerer Deutschaufsatz. Die Rechtschreibfehler wahrscheinlich kaum zu zählen, aber der Inhalt zählt ja immerhin 50%. Ich hoffe, die Priorität nimmt auf dieser Seite noch einen höheren Stellenwert ein. Ich freue mich irgendwie, dass ich mir mal wieder intensiv Zeit genommen habe, auf dieser Seite von mir zu berichten. Und das auch noch ohne Internet-Anschluss.
Demnächst versuche ich es wieder regelmäßiger zu tun. Nicht nur für mich, sondern für euch, die Leser und schokierten Erstbesucher dieser Seite. Es geht ja darum neue Märkte zu erschließen. Vielleicht versuche ich mit einer neuen innovationen Domain nochmal richtig durchzustarten…

Ja, manchmal ist es hart. Also das Leben. Die Gedanken, die einem so kommen, wahrscheinlich noch schlimmer. Ein Telefonat mit Tina am gestrigen Abend hat mich zum Nachdenken angeregt. Sogar richtig durcheinander gemacht. Gefühle können auch glückliche Menschen ganz schön durcheinander bringen.

Wieso macht man so oft einfach weiter, auch oder trotz das man weiß, dass es nicht gut ist? Nicht gut für einem selbst. Man bleibt erstmal im Trott, um weiteren temporären Schmerz zu vermeiden. Und vergisst dabei manchmal, dass man den Schmerz nur vor sich her schiebt. Was heute nicht schmerzt, tut morgen umso mehr weh. Das ist allein aus kognitiver Betrachtung so.
Und wenn das, was man versucht, zu verschieben auch noch mit Menschen zu tun hat, geht es im gleichen Atemzug um Vertrauen, Risiko und Misstrauen. Das Vetrauen, was man mühsam gewonnen und sich erarbeitet hat, kann man doch nicht so einfach wegschmeißen – auf einmal wieder verwundbar sein. Das ist ein Risiko, was ich in den meisten Fällen eingehen sollte, um sich nicht selbst kaputt zu machen. Das Missvertrauen bezieht sich auf Menschen, die man „danach“ kennenlernt und noch skreptischer an viele Angelegenheiten herangeht, unnötige Vergleiche macht. Menschen sind nun mal nicht vergleichbar und neue Bekanntschaften können das Leben eigentlich nur bereichern.

Blick aus dem Fenster

Der Sprung ins kalte Wasser ist manchmal nötig – vielleicht auch besser?! Lieber eine Sache abschließen als sich ständig Gedanken über den Abschluss zu machen. Durch solche Situation ergeben sich auch neue Chancen. Die nicht zu nutzen, wäre doch tragisch.

Nach einem gemütlichen Tag auf verschiedensten Weihnachtsmärkten lag die richtige Post im Brief. Eine langersehnte DVD. Ich habe die letzten Jahre gezögert, nun konnte ich nicht mehr länger warten und musste mich nach 3 Jahren von JENA PARADIES faszinieren lassen. Das komische war, die selben Gedanken während „des ersten Views“ im Capitol Jena kamen genau wieder hoch, gepaart mit vielen anderen Erinnerungen, an die ich gern denke, wenn ich in Hagen bin. Das Interview der Hauptdarstellerin Stefenie Stappenbeck hat mich besonders beeindruckt und fasste nochmals die Gründe zusammen, die ich Jena-unkundigen Menschen näher bringe, die Stadt zu besuchen. Ein großer Punktist die positovve optimistische Stimmung der Stadt, die man sofort spürt, wenn man in der Nähe ist. Tauscht man nach dem Elend der Autobahn ein in die faszinierenden Faszetten der Stadt, merkt man schnell wie herzlich aufgeschlossen und nett die Menschen Jenas sind. Die kahlen Kernberge stellen das auf und ab des mennschlichen Lebens dar. Man findet sich rasch wieder und wird spätestens im Paradies aufgefangen. Ein Leben dort macht Spaß, und das nicht nur, weil dort um die 25-30% der Einwohner Akademiker sind. Sehnsucht bekomme ich immer, wenn ich im Ruhrgebiet die S-Bahn betrete. Auf dem Weg von Bochum nach Hagen sagt ein Türke zu einem Rechten „Ich hasse Polen.“ Der Kurzhaarige antwortet erstaunlicherweise: „Ich habe auch schon voll korrekte Polaken kennengelernt“. Darauf kommt nur noch „Ich hasse alle Polen“ zurück. Daraufhin schaltet sich mein Gehirn aus und bekommt nur nebenbei die Aufzählung der Vorstrafenregister beider Personen mit. Man will ja eigentlich gar nicht wissen, von welchen Menschen man umgeben ist. Besser ist das wohl. Was bleibt, ist ein relativ stark ausgeprägtes Gefühl der Schockierung. Nicht ohne Grund ist das wahre Paradies in Thüringens heimlicher Landeshauptstadt und dem Wirtschaftswunder Jena. Wenn es jetzt auch noch endlich mal im Fußball und Basketball klappt und auch sportlich so richtig aufwärts geht, wird die Region ums Saaletal nicht mehr zu stoppen sein. Auf gehts, Stadt der Wissenschaft…

Wir versäumen oft das kleine Glück, während wir auf das große warten.

Seit 30 Monaten erstatte ich regelmäßig Berichte aus dem Weltgeschehen, meiner Gedanken und meinem Leben. Verfolgt man die Eintragungen über längere Zeit, so könnte man denken, ich bin ruhiger geworden. Das ist richtig, aber dies ist eher die Anpassung an eine traurige Stadt, die überschuldet ist und Menschen, die eher in sich gekehrt als offen sind. Eine Stadt investiert geliehenes Geld (Kredite) in waaghälsige Aktien und verliert dadurch weiter an Finanzkraft. Eine Stadt, über die ganz Deutschland lacht, titelt sogar schon „Die Zeit“. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich schmunzeln. Aber deprimieren lasse ich mich nicht, hoffentlich geht das der Stadt ähnlich. Die Chancen der Zukunft sollten genutzt werden.
Nachdem ich in Vergangenheit oft von Positivmeldungen des Wirtschaftwunders Jena geschrieben habe, werde ich das Gefühl nicht los, mit meinen Gedanken nach unten gezogen zu werden. Jedoch verspricht die kommende Zeit einiges: Java, mySQL, ABAP und RFID. Die Fachhochschule versucht mich, an der Existenz zu halten. Denn immerhim schafft sie es, dass ich oft auch nette Dinge über die Aufbruchsstimmung im Ruhrgebiet und Deutschland schreiben kann.
Es geht weiter nach oben. Wer kann es nicht spüren?

Du stehst im Regen und es regnet an dir vorbei. Die eine Möglichkeit, dieses Phänomens ist natürlich ein Schirm. Da ich persönlich strickter Schirm-Gegner bin, ist das ausgeschlossen. Gestern Abend saß Lars mit mir in meiner Wohnung. Mit Zigarette und feinem Weizen beobachteten wir die Schauspiele der Natur außerhalb der 4 Wände. Es krachte und blitze. Mit gedämmertem Licht kam gemütliche Stimmung auf. Was dann fast noch unserem Kinobesuch zum Platzen brachte.
Obwohl die letzten Tage recht ruhig waren – jedenfalls im Vergleich zu den letzten Wochen – bin ich etwas geschlaucht. Claudi meint, es liegt am Wetter. Rentner begründeten ihre moralischen Schwierigkeiten auch oft durch diese Einflüsse. Man wird halt älter. Und das merkt man eben nicht nur nach einer durchzechten Nacht.
Jetzt sitze ich hier, bin schon den ganzen Tag mit Sinnlosigkeiten besschäftigt. Ich höre Grönemeyer, bin über die Dauerkarten-Preise des VfL Bochum erstaunt und will Rainald Grebe wiedersehen. Er ist, habe ich heute in der Online-Ausgabe der renomierten Zeitung „Die Welt“ gelesen, der beste Liedermacher Deutschlands. Gut, das es nicht nur mir so geht. Nach einem Interview mit dem Künstler weiß ich zwar, dass alle Texte eigentlich vollends ernst zu nehmen sind – womöglich sogar aus seinem traurig und dennoch erfolgreichen Leben berichten – aber ich werde weiter von ganzem Herzen loskrächzten, wenn „Es gibt Länder, wo was los ist…“ erschallt.
Das Wochenende, der Feiertag inklusive, wird wohl spurlos an mir vorbei gehen. Ich habe es jedoch geschafft, in einen seelischen Einklang zu kommen. Was unter Anderem durch verschiedene Beiträge auf meinen Websites oder Änderungen an den dahinterstehenden Content-Management-Systemen (kurz CMS) begründet ist. Nicht zu unterschätzen natürlich die wunderschönenn Telefonate. Ich denke nach und sitze hier. Fast wie in alten Zeiten, fehlt nur noch das sich irgendwelche Christinas, Jule’s oder Barbie’s auftun…

Mädchen

„Wer traut sich zu erst über den See?“

Manchmal gibt es kein zurück. Die letzten Worte lauten „Leck mich!“. Die Jugendkriminaliät nicht-deutschstämmiger Menschen nimmt zu. Das alles, was man so lebt, ist schon komisch.

Stadt der Wissenschaft 2008

Eine wichtige Wirtschafts- und Wissenschaftsmacht Deutschlands ist ausgezeichnet. Sie ist „Ort im Land der Ideen“ und beherbergt kürzlich prämierte „Beste wissenschaftsbasierte Gründerzentren“ (BioInstrumenteZentrum). Das dies natürlich nur das Vorspiel zur „Stadt der Wissenschaft 2008“, ist für mich klar. Die Stadt, deren kluge Köpfe, die Welt verändert haben, verdient ein gewisses Maß an Respekt. Von Erfindungen wie Glas, dem Ceran-Feld, über Leuchtverkehrsschilder bis hin zum Sperrmechanismus von Tabakautomaten braucht sich dieser Technologiestandort nicht verstecken. Da kann Prof. Pinkwart viel von Düsseldorf erzählen, die internationalen Preise gehen woanders hin.
Auf dem Banner steht, dass ich mich an diesem ausgezeichnetem Ort befinde. Das ist nicht ganz richtig. Denn ich befinde mich gerade nicht da, wo ich hingehöre. Um es mal anzudeuten: Hagen wurde nicht ausgezeichnet. Solange man Integration im Ruhrgebiet so versteht, dass man in einer offentlichen Behörde die Amtssprache deutsch nicht einmal hört, wird das wohl so bleiben. Die Deutschen wandern aus. Was bleibt, sind viele Probleme.
Eines nennt sich 0x80E6F780…

« Vorherige SeiteNächste Seite »