Philosophisch


Ich bin zwar kein Deutsch-Wissenschaftler, aber ist der Unterschied zwischen soweit und sofern tatsächlich so enorm?
Lassen Sie uns kleinlich sein, Unterschiede sehen, die womöglich nicht existent sind. Sobald die Unterschiede gesehen werden, sind sie wirklich da und plötzlich ist man soentfernt vom gesellschaftlichen Verständnis. Individualismus, sofern möglich, ist schließlich wichtig. Sofern der Sinn noch zu erkennen ist.

Logik: klar und deutlich
Ästhetik: klar und verworren

Logik und Ästhetik ist nicht auf den ersten Blick zu unterscheiden. In beiden Fällen beschreiben Prädikate Subjekte. Bei der Zuordnung ist grammatikalisch nicht erkennbar, ob es sich um einen Fakt und einen geistenden Schein handelt.
Es kommt auf den Blickwinkel an. Je nachdam von welcher Seite man Worte, Aussagen oder Sichtbares sieht, kommt man gegebenenfalls zu einem anderen Schluss. Das kann zu gewisser Antinomie führen, die allerdings nur Ästhetizisten weiter treiben.

Über Geschmack lässt sich zwar streiten, aber nicht disputieren.

Die West Side Story beschäftigt mich seit der 10. Klasse. Schon meine damalige Musiklehrerin Frau Geiger, an die ich mich gern erinnere, hat es geschafft, mich entgegen meines Jugendtums für die Musik von Leonard Bernstein zu begeistern. Seitdem gehört das Musical in meine Musiksammlung. Am Heiligabend konnte ich sogar auch den dazugehörigen Film mal wieder sehen.
Die Bedeutung des Musicals steigerte sich in letzter Zeit. Es tun sich mehr und mehr Parallelen auf. Ich bewege mich in letzter Zeit oft im Jenaer Westviertel. Laufe optimistisch bei blauem Himmel und Sonnenschein zwischen historischen und postmodernen Gebäuden. Selbst graue Wolken und unsagbarer Regen würde nicht an meinem Lächeln rütteln können. Ich hätte dasselbe erquickende Gefühl, um nicht „wohlig“ zu sagen.

In Gedanken versunken

 

The most beautiful sound
I ever heard

All the beautiful sounds of the world
in a single word
..
And suddenly I’ve found
How wonderful a sound

Der Versuch der Natur, meinen Verstand aus dem Weg zu räumen, gelingt immer mehr. Um mit Heine zu sprechen: „Ein Wahnsinn“. Das etwas passiert, merkt man deutlich an meiner Wahrnehmung. Häschen, die vor meinem Fenster herumhopsen, bekommen eine besondere Bedeutung und der morgendliche Nebel ist eine angenehme Erinnerungsvorlage. In Wolken sehe ich nicht mehr nur die Ansammlung von Wassertropfen, sondern Sinnbilder einer momentanen glücklichen Verfassung (Phase?). Im Kleinen bewegen sie sich, doch das große Ganze bleibt. Jetzt sitze ich hier seit über 2 Stunden und tue eigentlich nichts anderes als Nachzudenken. Wobei, eigentlich nicht: Ich denke an etwas, an jemand. Habe Sehnsucht nach begehrenswerten Situationen, welche immer mit dem Treffen dieser Person erfüllt wird. Ich bin bewegt und will es bleiben. Jetzt geht es zu großem Teil über eine Abänderung der Tragödie West Side Story.
Wir sehen getrennt, doch lass uns in die gleiche Richtung blicken…

Wer ist eigentlich Kant, fragte ich mich vor diesem Tag. Kant ist Philosoph, allerdings hat man als ausgebildeter Informatiker wenig mit dessen Richtung zu tun. Man könnte sagen, gar nichts. Umso mehr stieg die Spannung vor der Veranstaltung am heutigen Tag. Meine 1. Philosophie-Vorlesung. Prof. Gabriel sollte mich durch die 90-Minuten führen. Ich bin begeistert, ausgestattet mit Blatt und Stift will ich mir das wichtigste für mein Leben und Zündstoff für die zahlreichen nachdenklichen Stunden notieren.
Die Vorlesung war toll, Kompliment an den Professor der selbst einen philosophischen Greenhorn wie mir, die Sache zum Faszinieren näher brachte. Ungefähr jede Aussage über Kant wurde mit Zitaten passend dargestellt und bewiesen. Eine Aussage von Prof. Gabriel fand ich besonders anregend:

Wenn man was sagst, muss man die Wahrheit sagen, aber man muss auch nichts sagen.

Das möchte ich unkommentiert stehen lassen. Weitergehend sagte der Professor „Nitsche schreibt so schön, dass er kaum wahr sein kann“. Im Sinne von, einfache angenehm zu lesende Lektüre kann einen selbst nicht fördern. Erst, wenn man nach jedem Satz tief durchatmen muss, liest man das richtige. Mit dieser interessanten Sichtweise sehe ich die Standard-Lektüre für Wirtschaftsstudenten, den Schierenbeck, plötzlich aus anderem Licht. Wahrscheinlich kann man die Schriften nicht vergleichen, aber an der Aussage ist etwas dran.

Die Leute, denen ich nach der Veranstaltung meine Begeisterung schilderte, waren natürlich ungläubig. Das werden sie allerdings nur bis in 14-Tagen bleiben, denn da findet die nächste Vorlesung statt 😉
Dennoch war das Göttlichste an dem Tag die Heimfahrt…

Es kommt, dass man sich kaputt macht. Aber will man das wirklich? Vielleicht tut es gut, mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen und auch die negativen Elemente des Lebens zu spüren. Dennoch frage ich mich, aus welchen Grund sich verschiedene Leute gerade danach sehnen. In Anlehnung an einen vergangenen Artikel frage ich mich, wieso man sich lieber verletzen lässt als auf anderem Weg glücklich zu werden.

Erzähl mir davon 

Obwohl ich gerade ziemlich nachdenklich bin, fühle ich mich gut. Ich zitter, mir ist kalt, aber ich fühl mich wohl. Gerade kann mich nichts ablenken, die überlaute Musik meiner Kopfhörer übertönt alles. Ich sehne  mich in diesem Moment nach einem Balkon in Lobeda-West. Vor mir steht ein traumhaftes Mädel, schwarzhaarig. Ich ümarme sie. Chucky streichelt mich. Im Hintergrund läuft der Soundtrack von Cats. Ich stütze mein Kinn auf ihrer Schultern. Es ist egal, wie spät es ist. Es ist egal, dass die Feuerwehr vor dem Haus hält. Denn es sind wir, die die Situation so besonders machen. In Szene gesetzt von Sternenhimmel und hellen Mondschein, stehen wir da.
Jetzt wundert mich auch überhaupt nicht, dass zufällig im Radio genau das Lied läuft, dass ich mit dieser Person verbinde. Aber um die Person geht es gar nicht. Das Gefühl. Das Gefühl der Geborgenheit, sich fallen zu lassen. In Gedanken zu schwelgen und nicht an morgen zu denken. Den Moment zu genießen. Das sind eher die Dinge, die das Ganze so attraktiv machen. Nun könnte die Frage sein, wie man diese Gefühle ohne die Person entwickeln kann. Und genau da sind wir bei dem eigentlichen Problem angekommen.

Ist es nicht toll, wenn man Straßenbahn fährt, sich unterhält und der Gegenpart deine Gedanken vor der Aussprache lesen kann? Das erste Problem: In Hagen gibt es keine Straßenbahn. Das zweite: Keiner kennt mich. „Keiner“ fällt mir sehr schwer zu schreiben, da ich hier wirklich sehr nette Menschen kennengelernt habe. Auf die möchte ich auf keinen Fall verzichten möchte, jedoch ist es so, dass ich immer das Gefühl habe, selbst niemanden wirklich zu kennen. Und im Gegenzug mich auch keiner kennt. Man wird zitiert, aber kann oder will meine Gedanken nicht weiter ergründen. Diese Woche habe ich festgestellt, dass das Leben meiner Kommolitonen der FH Südwestfalen sehr oberflächlich und egoistisch gestaltet ist. Das enttäuscht, jedenfalls wenn man ein Gemeinschaftsgefühl und Gruppengeist gewöhnt ist. Was diesen Punkt angeht, muss ich sagen, waren meine Zuzugsgründe durch Positivbeispiele wie Sandra geprägt. Sie geht nun ihren Weg.
Der Anstoß meiner Gedanken war übrigens ein „Wir Sind Helden“-Konzert, welches aus Freiburg im Musik Fernsehen (MTV) live übertragen wurde. Da meine Heimatstadt eng mit dieser Band verbunden ist und ich auch eine enge Beziehung zu deren Musik pflege, kamen Gedanken an alte Zeiten auf. Da ich jedoch nicht mehr ausschließlich zurückblicken möchten, habe ich die Vergangenheit mit der Gegenwart verglichen.
Auf ein Fazit möchte ich verzichten, um die kommende Zeit in wundervollen Ruhrgebiet genießen zu können…

Was habe ich nur mit meinem Körper angerichtet? Seit einigen Tagen bin ich aufgrund zu geringem Schlafanteil einfach müde. Das kann ja sein. Das Wetter tut durch seine beständige Grauheit sein Bestes dazu. Nur hat sich mein Problem im Moment intensiviert.
Wenn man selbst nach dem dritten Espresso, der schwarz wie die Nacht und stark wie Arnold Schwarznegger Ende der 80er Jahre ist, direkt einschläft, haut irgendwas nicht hin. Entweder man hat mir statt Espresso Diät-Kaffee verkauft oder ich bin mittlerweile echt resistent. Jetzt könnte man natürlich hergehen und an hartete Sachen denken, um munter/fit zu bleiben. Aber ich will mal etwas ganz anderes versuchen.  Es ist nicht nur gesünder, sondern wahrscheinlich auch leckerer. Mit schwebt eine Obst-Schock-Therapie vor. Mein baldiger Besuch im Obstfachgeschäft wird mir sicher einige Ideen dafür liefern. Über das Ergebnis werde ich an dieser Stelle sicherlich berichten. Liest man diese Zeilen, könnte man denken, ich habe schon so einige ungesunde Dinge geschluckt. Dem ist nicht so. Beschäftigt man sich nachts um 2 Uhr mit Programmierung, träumt davon, verzweifelt am Morgen aufgrund der noch nicht möglichen Problemlösung und stellt mittags fest, man hat einfach nur ein Wort falsch verstanden, dreht sich der Kopf auf einmal um. Man hat plötzlich keine Schwierigkeiten mehr, Wörter falsch zu lesen, aber verwechselt ständig Sachverhalte. Zu viel Input schafft schnell Überlastung. Und diese endet in einem Beitrag wie diesem.
Ob ich mich schon von einer Therapie-Stunde beim Psychologen berichte, wird sich zeigen 😉

Es ist nicht wie das tägliche Murmeltier, weil solche emotionale Kundgebungen ja doch recht selten sind. Trotzdem möchte ich diese an deine Offenbarung der zweiten Klasse anlehnen. Wir kannten uns damals noch nicht (so gut), aber unsere zukünftige Bindung war, meiner Meinung nach, schon sehr lange vorher bestimmt. Da haben Adam und Eva sicher auch mitgefeilt. Auf jeden Fall haben wir seit der Grundschule besseres Deutsch gelernt. Vielleicht versteht man das besser. Ich hoffe, es begeistert dich nach diesem Fortschritt mindestens genauso.

Die Sache mit den Gefühlen ist nicht so einfach. Die Zeit der Adoleszenz haben wir mehr oder weniger gut überstanden und hatten Gelegenheit über die wichtigsten Dinge des Lebens – so auch uns – nachzudenken. Ich freue mich sehr, unter Berücksichtigung der Erwiderung meiner Gefühle, die entstandenen zwischenmenschlichen Emotionen der Öffentlichkeit verkünden zu dürfen. Somit möchte ich dir die Ernsthaftigkeit meiner Gedanken klarmachen.

So isses eben :)

Am Horizont ein zarter Sonnenuntergang. Ein sanfter Wind an meiner Haut. Ich mein, er ist nicht nur sanft, sondern derzeit auch mächtig kalt. Immerhin schneit es gerade und das gefühlte Thermometer strebt gegen -unendlich. Mein Traum ist, mit dir im weichen Sand am Ostseestrand zu liegen. Aber du merkst es einfach nicht. Und gerade deshalb will ich dich. Ich schau dich an – mit einem Lächeln im Gesicht. Und denke, komm, lass uns losfahren. Muss ja nicht gleich morgen sein. Reicht auch nach den Klausuren. Wir sind ja jung…haben Zeit. Wichtig ist nur die unbeschreibliche uhu-Anziehungskraft zwischen den Menschen – zwischen uns. Die wird nicht verloren gehen, dafür werde ich kämpfen…Hörst du mich? Dein Dortmunder Borussenclub hat soeben den amtierenden Deutschen Meister Bayern München in einer spektakulären Freitagabendbewegung bezwungen, genauso wie wir in Zukunft alles Böse und Negative von uns fernhalten werden…

Die Zufriedenheit mit sich selbst entscheidet über das Auftreten. Entscheidet über Gedanken. Entscheidet über Liebe.
Wie schafft man es, dass man sich selbst mag? In erster Linie ist der Umgang mit seinem Ich wichtig. Mindestens einmal pro Tag sollte jeder in sich hören und sich 5-15 Minuten für sich selbst nehmen. Allein das Zurückblicken auf die positiven Ereignisse eines Tages macht glücklich.

Die Aussage für sich hat etwas Trauriges. Es wirkt deprimiert, ohne Gesellschaft ein solch soziales Getränk zu sich zu nehmen. Dabei kann es sehr wohltuend sein. Natürlich fühlt man sich während der ersten Schlücke einsam. Jedoch wird das Gefühl, sich selbst zu mögen größer. Sieht man nebenbei noch einen emotionalen Film, bekommt man gezeigt, was man alles hat. An sich selbst und an der Familie. Es tut gut zu merken, wie gut es einen geht. Zwar ist man einsam, aber zumindest den Umständen angemessen fröhlich. Die Folge sind meist mit melodischer Klängen untermalte nachdenkliche Momente. Außerdem macht auch Despression seinen Sinn. Zwar ist dies oft nur ein Hilfeschrei nach außen, aber wenn man damit umzugehen weiß, kann man für sich etwas mitnehmen.

Traurig

Es ist wichtig, im richtigen Moment allein einen Wein zu trinken.

Nächste Seite »