Philosophisch


Eine neue Frage beschäftigt die Menschheit. Naja, zumindest einen Teil – viele Studenten. Was um Himmels Willen soll die Wortschöpfung „Gruscheln“ des deutschen myspace.com-Ablegers Studiverzeichnis bedeuten?

Mögliche Bedeutungen kommen, nach meiner Meinung, in Frage:

I. Der virtuelle Tippser auf die Schulter, von jemandem, den man kennt. Zum Beispiel in einer dieser überfüllten Großraumdiskos: Lisa sieht im Gewühl der Tanzfläche ihre Komillitonin Miri. Sie möchte sich an der Bar einen Drink holen gehen. Sie tippt im Vorbeigehen Miri auf die Schulter, diese dreht sich um, sieht Lara, beide winken sich nun zu.

II. Der Versuch einer banalen Konaktaufnahme. Man gruschelt jemanden, spart sich die Mühe, richtige Worte für die erste Kontaktaufnahme zu finden und hofft, dass der Kontaktierte von selbst schreibt. Der „Ball“ geht zurück, wenn der Kontaktierte nur zurückgruschelt.

III. Eine sehr einfache Lösung, um Sexualkontakte oder Beziehungen zu arrangieren. Wer gruschelt, will vom gegruschelten auch gegruschelt werden. Hierbei ist der Haken, dass proportional viele Nutzer vorwiegende gleichgeschlechtlich gruscheln, also mit ihren Freunden/Freundinnen.
Ein bloßes Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen?

Für alle, die nicht zufrieden sind, hilft wohl nur noch der vom Website-Betreiber empfohlene Gang in eine Selbsthilfegruppe.

Keiner von uns Menschen kann derzeit behaupten, dass er nicht älter wird. Wie man das merkt, ist ganz einfach.
Schaut man sich morgens im Spiegel an und bekommt einen Schrecken, ist das ein erstes Anzeichen. Weiter geht es mit der Auswahl des richtigen Frühstücks. Man kann nicht mehr ohne aus dem Haus gehen. Die Wahl muss bedacht sein, denn diese ist entscheidend für den gesamten Tagesverlauf. Beim Zähneputzen macht man sich Gedanken. Soll es wohl ein Nutella-Brötchen oder doch ein herzhaftes Wurstbrot werden? Nutella setzt an, also entscheidet man sich für den morgentlichen Schock an Kohlenhydraten. Das wäre geschafft. Nun schnell noch einen Kaffee kochen, um überhaupt in der Lage zu sein, die eigenen vier Wände zu verlassen. Nach einem ausgiebigen Frühstück, spritzt man sich nochmal schnell mit kaltem Wasser ab, um frisch zu wirken. Danach eine Pflegecreme draufgeschmiert, damit die Haut auf die Belastungen des Tages vorbereitet ist. Und dann kann es auch schon losgehen, das Leben.
Im jungen Alter wurde man gefragt: „Na, wie viel habt ihr gestern noch getrunken?“. In der nächsten Stufe des allmählichen Grauwerdens kommt einem höchstens ein zaghaftes: „Wie lang hast du denn gestern noch Fernsehen geschaut?“ entgegen. Es gibt verschiedene Gründe, matt auszuschauen. Schlafmangel ist der häufigste. Nur die Gründe dafür verschieben sich leicht.
Früher war alles viel einfacher…

Du hast Erinnerungen,
du hast Wissen,
du bist vollkommen.
Aber jeder Tag ist
ein neuer Anfang.

Ich bin nicht allwissend,
doch mir ist viel bewusst.

Dein Wesen kann man
aus deinem Namen lesen.

Blind Spazierengehen:
Mal sehen, was wir sehen.

Diese Aufzeichnungen stammen vom 9. September 2001.
Entnommen aus meinem damaligem Schulplaner.

Ich rede frech daher und gebe oft eine stichelnde Antwort, auch dann, wenn ich nicht gefragt werde. Manchem erscheint das grob. Doch ich meine es ehrlich. Voll der Überzeugung, dass man die Menschen nur zu einem Teil des eigenen Lebens macht, wenn man ihnen die Wahrheit direkt ins Gesicht sagt. Ich weiß, man bleibt einsam, wenn man lügt.

dont touch

Frei nach Jozo Jurics Inspiration komme ich zu folgender Erkenntnis: Was gesagt werden muss, das muss eben. Was gesagt werden kann, das muss eben. Was gesagt werden sollte, das muss eben.

In meinem stillen Kämmerlein denke ich mir ein neues Finale für Geschichten aus, deren Ende längst geschrieben ist. Denn in meinen Vorstellungen und Träumen ist jede Wendung möglich, die ich mir wünsche. Manchmal glaube ich aber, dass ich dabei ein bisschen vorsichtiger werden muss, denn am Ende höre ich die Liebe nicht klopfen, wenn sie mich das nächste Mal beehrt, weil ich über meiner Träumerei eingeschlafen bin.

Sehr schön geschrieben, oder?

Das ist doch mal ein Fremdwort. Dysteleologisch heißt so viel wie ziellos.
Es gibt Schmerzen, die keinen Sinn machen. Oder einfach Ärger und Enttäuschungen, die man einstecken muss, statt sich von ihnen in großen Gesten und starken Worten zu befreien. Sind die Taschen einmal zu voll und die Freude erscheint ganz fern, liegt die Gefahr zum Verzweifeln nahe. Die Krankheit zum Tote sollte unbedingt mit gewisser Zeit bekämpft werden. Denn, wenn es keine zusätzliche Chance ist, dann eröffnen sich nach  einer Weile meist neue Wege.
Die schönen Götterfunken namens Freude schlagen mit großer Wahrscheinlichkeit wieder zu. Der Anfang bei den kleinen Dingen des Lebens ist gar nicht schlecht…

Jeder, der diese Worte in einem unterschiedlichen Moment in der Lage ist, zu lesen, lebt. Nicht unerheblich in diesem Zusammenhang wohl auch, dass die Leser keine Analphabeten sein können. Leider werden genau die oft aus der Wissensgesellschaft ausgeschlossen. Im Interesse dieses Textes steht ein anderes Thema, aber in meinem liegt, dass die des Lesens und Schreibens Unkundigen von diesen Worten in Kenntnis gesetzt werden.
Wenn man sich die zentrale Frage, die Konpliziertheit des Lebens, gibt es wohl auf den ersten Blick keine eindeutige Antwort wie Ja oder Nein. Das Leben als Komplex sozialer Kompromisse kann positiv oder negativ verlaufen. Die Interpretation der meisten Lebenden würde wohl besagen, dass ein positiv geprägter Zeitverlauf als unkompliziert anzusehen ist. Im Gegensatz dazu sind schlechte Zeiten immer kompliziert. Ist dem wirklich so? Ohne Frage ist es wohl leichter, durch schöne Einflüsse durch das Leben zu fliegen. Am Besten noch das Eigene. Betrachtet man die Kompliziertheit am Beispiel einer Schule, so ist mir persönlich nicht mehr so klar, ob es eben nicht doch eine eindeutige Antwort auf unsere Headline gibt. Es wird im Form von Arbeiten der gleiche Schwierigkeitsgrad an eine Vielzahl verschiedener Menschen herangetragen. Spätestens nach der Bekanntgabe der Ergebnisse wird deutlich, dass Schüler die Aufgaben einfach fanden und im Kontrast dazu, einige das Gegenteil behaupten. Warum ist das so? Die Möglichkeit eine Arbeit mit guten Resultaten zu absolvieren, steht jedem zu. Die Voraussetzungen sind identisch. Nun liegt es an jedem Individuum, diese zu nutzen. Der Umfang der investierten Zeit ist gleich dem Ergebnis.
Manchmal macht der menschliche Verstand einem das Leben auch schwer. Da träumt der Martin und das Leben steht Kopf. Ich hatte schon lange keine so schreckliche Nacht mehr. Dreimal bin ich aufgewacht, 2 mal Schweiß gebadet. Diese Verarbeitung von Gedanken hat mich durcheinander gebracht. Ich hoffe, die Zeit wird einige Erleichterungen bringen.

Alle sagen ihren Freunden immer, dass sie „beste Freunde für immer“ sein werden.
Aber wie lange hält das an? Ihr könnt für ein Jahr „best friends“ sein, im nächsten Jahr sehr gute Freunde, im darauf folgenden Jahr nur noch selten miteinander reden. Und euch noch ein Jahr später gar nicht mehr unterhalten!
Also wollte ich dir nur sagen, dass auch, wenn ich vielleicht nie wieder mit dir rede, du in meinen Augen etwas Besonderes bist. Du hast Veränderungen in mein Leben gebracht.
Ich bewundere dich, respektiere dich und mag dich.

Träume sind Wünsche und Sehnsüchte. Sie stellen eine Umsetzung unserer Gedanken in Hoffnung dar. Jeder ist versucht, diesen Wunschvorstellungen, in welcher Hinsicht es auch sein mag, nachzugehen. Alle Energie steckt man in diesen Traum, den man verwirklichen will. Die Gedanken stecken fest und prägen sich im Zeitverlauf immer mehr aus.
Es gibt Träume, bei denen ist jeder allein verantwortlich für dessen Umsetzung. Gibt man sich Mühe, können sie in Erfüllung gehen. Oftmals sind diese Art von Wünschen mit kontinuierlicher Arbeit verbunden. Schwärmt man beispielsweise von einem Porsche, so liegt es wohl an Jedem selbst, diesen Traum durch Sparen oder Glücksspielgewinn nachzugehen. Diese materiellen Wünsche sind verantwortlich für die Lebensgestaltung. Die Weichen werden gestellt und Zielvorstellungen geformt.
Wenn allerdings Hoffnungen mit anderen Menschen in Verbindung gebracht werden, so kann man allein nicht viel ausrichten. Man zeigen, wie viel einem die Person wert ist und hoffen, auf Erwiderung zu stoßen. Manchmal verbaut man sich selbst seine Träume, indem Gefühle unterdrückt oder nicht wahrgehabt werden wollen.

Träume bereiten ängste. Die Angst zu versagen oder hoffnungslos zu träumen, ist da. Je nach eigener Persönlichkeit stellt man sich offen entgegen oder belässt alles beim Alten.
Wird festgestellt, dass eine Sehnsucht nicht erfüllt werden kann, tut es weh. Je nach Traum ärgert sich der Verstand oder das empfindliche Herz. Genauso können sich auf der anderen Seite die Träume nach einiger Zeit verfliegen. Wie Seifenblasen in der Luft zerplatzen. Das sind wohl die Hoffnungen, die kurz gesagt nicht wichtig sind. In verschiedenen Fällen wird dem Betreffenden die Bedeutung eines Wunsches aber auch zu spät klar. Es lohnt sich nur langfristigen Sehnsüchten hinzugeben…

Ich denke viel nach, philosophiere. Das kann verurteilt oder als besondere Kunst angesehen werden.
Enttäuschung ist die Mutter der Philosophie. Dieser kurze Satz trifft wohl ohne Frage zu, sogar nicht nur bei mir. Philosophie fängt an, wo Wissenschaft aufhört und Unerklärliches zur Weisheit werden soll. Ich suche nach Gewissheit, möchte Gegensätze überwinden und nach Entzweiung streben.
Verlaufen die Gedankenstränge erfolgreich, so weiß man mehr. Jedenfalls auf einer anderen Ebene.

Und los gehts: Thema Freundschaft
Bis vor langer Zeit habe ich fest daran geglaubt, Freundschaften seien unsterblich. Zumindest sollte dies bei engen langjährlichen zwischenmenschen Beziehungen so sein. Man wünscht es sich. Ich vertrat diese Meinung, da ich intensive Freundschaften nur aufbaue, wenn ich mir bei dem Gegenpart sicher bin, ihm vertrauen zu können und mich in vielerei Hinsicht verstanden fühle. Später sollte dieses Gefühl von gewissen Geborgenheit ergänzt werden. Die Entwicklung einer Freundschaft kann sich über Jahre erstrecken oder innerhalb von wenigen Wochen am selben Entwicklungspunkt sein, wenn alle Abhängigkeiten erfüllt bzw. durch einen günstigen Lebensabschnitt positiv beeinflusst werden.

Freundschaft kann eine zweck- oder interessensgebunde Kameradschaft sein. Oder sie beruht auf eine wesenhafte übereinstimmung und gegenseitige wertschätzende Gemeinschaft zweier Personen. Im ersten Fall verbringt man wiederkehrende Zeitpunkte miteinander, beispielsweise in der Schule oder auf Arbeit. Es kommt bei Kameradschaften in der ersten Linie auf die Verschönerung der zwangsweise mit einander verbrachte Lebensphase an. Oft werden viele Gespräche geführt, diese aber oberflächlich. Der Mensch dahinter ist uninteressiert und bleibt verborgen. Anders bei – ich möchte sie so nennen – wirklichen Freundschaften. Hier zählen Zuneigung und Schätzung der Freunde. Ich persönlich bin sehr offen und freue mich, neue Menschen kennenzulernen. Der Mensch Martin bleibt diesen allerdings meist lange Zeit verborgen. Das geschieht hauptsächlich als Selbstschutz. Wenn sich eine Beziehung zweier Menschen so entwickelt, dass man sich immer mehr mehr wird und die Meinung sowie der Rat des anderen wichtig ist, dann ist dies der Beginn einer Freundschaft. Auch die beste Freundschaft erfährt Spannungen und Konflikte. Es hängt von der Bereitschaft beider Seiten ab, sich diesen Konflikten zu stellen und sie konstruktiv zu lösen, ob die Freundschaft daran wächst oder zerbricht. Dazu gilt es, Konflikte rechtzeitig zu erkennen und die kommunikative Kompetenz zu entwickeln, die Konflikte zu bewältigen.Es gibt nichts umsonst. Auch nicht in Freundschaften. Denn was den Gewinn einer Freundschaft ausmacht, kann sie zugleich auf die Probe stellen. Freundschaften sind keine normalen Beziehungen. Freundschaft heißt Intimität – Freunde erwarten Unterstützung, Gesellschaft und Engagement. Freundschaft heißt Freiwilligkeit – Freunde gewähren sich einen Verhaltensspielraum, der größer ist als in anderen Beziehungen und Freundschaft heißt Zerbrechlichkeit. Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen.
Eine Freundschaft geht in die Brüche, wenn man aufhört, miteinander zu reden. Nun stellt sich die Frage, ob man seinen Freund wirklich kannte.

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