Schockiert


Das Ergebnis der Bundestagswahl in diesem Jahr war in Teilen absehbar. Frau Merkel sollte Kanzlerin bleiben, die FDP wird nicht weiterregieren. Das Ausmaß konnte trotz einiger Umfragen, welche dies andeuteten, nicht erahnen können.
Die traditionsreiche FDP, welche über 60 Jahre die Politik in der Bundesrepublik prägte, muss sich aus der aktiven Rolle im Bundestag verabschieden. Trotz vieler Fehler einzelner Persönlichkeiten wie auch der Partei ist dieser Hieb aus meiner Sicht etwas zu krass. Es wird an Vielfalt und liberaler Opposition sowie Meinung fehlen.

Jetzt kann ich der FDP nur schnelle Regeneration wünschen, mögen die richtigen Leute die urliberalen Grundsätze formen und in glaubwürdiger vertretbarer Form an die Bevölkerung bringen.

Ich mag die Deutsche Post AG und ihre Leistungen. Aber die Möglichkeit, von DHL Services im Internet Paketmarken über paket.de zu frankieren, halte ich für überaus verbesserungsfähig. Der Anmeldeprozess genauso wie Bestellvorgang inkl. Bezahlung ist unnötig kompliziert. Ein Kaufabschluss oder eine Änderung im Benutzerprofil ist auch abrupt möglich – kleine Voraussetzung nur die Vorlage eines Lichtbildausweises in einer Filiale.
Ich muss leider als geneigter Onlineshopper, beim Versuch schnell eine Paketmarke zu kaufen, die Arme über den Kopf zusammenschlagen.
Das wirklich faszinierende dieser unnötigen Komplexität von paket.de  ist, dass die Deutsche Post unter dhl.de eine ungeahnt einfache und sehr angenehme Online Frankierung anbietet, wo ich meinem Wunsch nach kurzer Frustration dann doch noch nachkommen konnte. Es geht doch. Da kann ich nur empfehlen, intern etwas mehr zu kommunizieren und gelobe zeitgleich die bedienbare Client-Software „StampIt“ zurück – quasi der Vorgänger der überaus innovativen und schön gedachten Internetmarke. Meine vor der Einstellung nie in Anspruch genommenen Euro verweilen wohl auch für immer und ewig auf dem nicht mehr erreichbaren Konto.

Die tropischen Temperaturen ziehen die Menschen ans kalte Nass. Wer hätte das gedacht. Das die Innovations- und Technologiestadt Jena aus Gründen im Moment ihren Einwohner keine Planschmöglichkeiten bieten kann, bewegen sich die Karawanen in die umliegenden Dörfer. Das die auf den Besucheransturm nicht vorbereitet sind, lässt sich vermuten. Im Endeffekt müssen einige Lokalitäten wegen Überfüllung schließen.
Die zuvor erwähnten Gründe sind übrigens vielfältig:

  • Schließung des Galaxy-Freizeitbades wegen Baumängel
  • Schließung des Ostbades wegen Bauarbeiten
  • Schließung des Südbades wegen Hochwasserschäden

Unterm Strich bleibt es weiter spannend, wann es in der Lichtstadt wieder eine Bademöglichkeit außerhalb der Badewannen gibt.

Hört sich an wie R2D2. Ist allerdings in diesem Fall nur die EU-Verordnung mit dem offiziellen Namen „Handelsklassenverordnung“. Mehr bekannt unter dem Namen „Gurkenkrümmungsverordnung“ wird Händler vorgeschrieben, wie Obst und Gemüse auf Basis verschiedener Eigenschaften klassifiziert werden.
Die Verordnung wurde vor 25 Jahren erlassen und deklariert Klasseneinteilungen für Obst und Gemüse: Extra, 1 und 2: Die erlaubte Krümmung für eine Gurke reicht von der Extraklasse mit einer 10mm Krümmung auf 10cm Länge bis zur Klasse zwei mit einen Krümmungsgrad von 20mm auf 10cm. Im Umkehrschluss legt die Verordnung nicht fest, was mit Gurken geschehen soll, welche nicht in die festgelegten Klassen fallen. So sollte die Entscheidung doch beim Konsumenten liegen, welche Gurken in der Tonne landen und welche nicht. Das Problem nur, dass durch die Verordnung die Gurken hauptsächlich aus logistischen Gründen „vereinheitlichen“ sollte. Ziel war es für den Handel, möglichst viele Gurken in eine Standard-Kiste zu bekommen. Das heißt also, die krummen Gurken kommen gar nicht erst bis zum Konsumenten, um sie gegebenenfalls doch zu kaufen. Eine Klassifizierung mit unmittelbarer Aussortierungsfunktion. Zwar ist die Verordnung im Rahmen des „Bürokratie-Abbaus“ am 1. Juli 2009 wieder abgeschafft wurden. Die Klassifizierungsklassen werden jedoch vielerorts weiter verwendet. Na herzlichen Glückwunsch…

Die Dritten Programme sind momentan aus vielen Sichten in der Kritik. Die Zeit feuert mit Kanonen, dass die Entwicklung der Qualität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in die falsche Richtung geht. Als kritischer Beobachter kann festgestellt werden, dass die hochwertigen Sendungen mühsam gesucht werden müssen, vermehrt im Nachtprogramm der digitalen Spartenkanäle. Ich bin überzeugt, dass es noch zahlreiche sehenswerten Sendungen gibt. Es wird nur zunehmend schwierig, diese zu einer angemessenen Zeit zu finden.
Das Fernsehen wird für die Masse gemacht und nicht für eine kritische Masse intellektueller Erwartungsträger. Das ist jedoch keine ausreichende Begründung für zunehmenden Schmarn. Angeregt durch:

Wetten, dass...? so schlecht wie nie

Eine Hacker-Attacke mit den verbundenen Aufwänden, schlaflosen Nächten sowie verlorenen Nerven ist das Eine. Was folgt, sind die katastrophalen Nachwehen. Google sperrt in seinem Browser Chrome den direkten Zugriff auf meine Seiten aufgrund von vorhandener Malware. Google stuft diese und andere Seiten im Ranking der Suchergebnisse zurück. Und das deutlich. Der Google PageRank ging um ca. 60% zurück: Listung von Treffer 2 auf Seite {soweit klickt sowie keiner}.
Jetzt werde ich mich bemühen, die Attraktivität dieser Seite wieder zu steigern. Dafür werden sicher auch einige wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit nachdokumentiert. Zu schreiben gibt es genug…

Ägypten ist eines der größten Länder für den Export von Biolebensmitteln? Wobei Ägypten aus einem Großteil aus Wüste und wenig fruchtbaren Boden für den Anbau von Lebensmitteln besteht. Wie kann das gehen?
Es ist wohl tatsächlich so, dass mittlerweile zahlreiche Anbaugebiete mitten im Wüstengebiet entstanden sind. Der trockene Sandboden enthält wenig Nährstoffe, welche alle von außen zugeführt werden müssen. Genauso ist es mit Unmengen von Wasser: beispielsweise 300-700 Liter für Kartoffeln.
Die Wasserversorgung wird durch Tiefenbohrungen nach fossilen Grundwasserlagerstätten gewährleistet. Sprenkleranlagen sorgen tagsüber für pausenlose Wasserberieselung, welche mit Dünger zusätzlich im Boden nicht vorhandene Nährstoffe bereitstellen.
Der immense Wasserkonsum senkt den Grundwasserspiegel. Des Weiteren ist hoher Aufwand an Kühllagern notwendig, da die geernteten Erträge natürlich möglich frisch am Bestimmungsort, der häufig aus Deutschland ist, ankommen.

Ich halte das für einen ökologischen Wahnsinn. Darauf hingewiesen wurde ich vom Themenwochenende Ernährung auf ZDFneo.

Oh ja, Fachkräftemangel, damit hat nicht nur die Wirtschaft zu kämpfen. In den naturwissenschaftlichen Fächern gibt es immer mehr Studenten, die sich allerdings zum Leidwesen der Bildung für die Arbeit in der Wirtschaft entscheiden. Immer mehr Stunden fallen aus, weil es einfach nicht genügend Lehrer gibt. In Bayern gibt es mittlerweile eine 100% Einstellungsquote auf Bewerbungen. So ist natürlich auch die Gefahr groß, die ich besonders schockierend finde, dass gerade in diesen Zeiten auch für den Lehrerberuf ungeeignete Personen plötzlich als Vorbild vor den Schülern stehen. Ich denke an Leute, die mit sich selbst schon große Schwierigkeiten haben und dann nicht noch zum Problem der Schüler werden sollen. Denn die Tätigkeit als Lehrer ist ich als zunehmend schwierig ein.

Im Areal der ehemaligen Heinrichshütte in Hattingen ist am heutigen Freitag bei Bauarbeiten eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg explodiert. Die Fliegerbombe flog bei Baggerarbeiten in einem Industriegebiet in die Luft. Die Wucht der Explosion drückte noch Fenster in rund 50 Metern Entfernung ein, eine im Bau befindliche Halle verlor ganze Fassadenteile. 17 Personen wurden verletzt.

Ich bin etwas schockiert wie viele Unfälle wegen der Bomben aus dem 2. Weltkrieg immer noch zur Bedrohung werden. Da kann man nur froh sein, dass jemand schwer zu Schaden gekommen ist.
Die nicht passende ironische Frage, die mir spontan einfällt: Wann wird in Hagen mal gebaggert?

Der FC Carl Zeiss hat eine weitere Chance im Abstiegskampf bekommen. Mit der 5:0-Klatsche in Hoffenheim wurde der letzte Strohhalm um einiges verkürzt. Dennoch ist das nicht aller Tage Abend, sodass man am heutigen Tag nochmal richtig hätte angreifen können.
Ich war mit Claudi zum Kaffeetrinken verabredet. Ich holte sie wie geplant und überpünktlich ab. Über die Ernst-Abbe-Bibliothek, die sich weder in ThuLB (Thüringer Landesbibliothek) oder dem Ernste-Abbe-Campus (Neue Universitätsgebäude) befindet, ging es rasch zu mir. Meine Kaffeemaschine ratterte, Claudi telefonierte und ich verschwand im Bad – musste mich unbedingt duschen. Das ist an sich unnötig gewesen, wie sich wenig später zeigte. Wir haben uns spontan doch noch dafür entschieden, zum Spiel von Carl Zeiss gegen Osnabrück zu gehen. Rasch mit dem Auto hingefahren, stellten wir bedauerlicherweise fest, Parkplätze können mehr da sein. In Kilometerentfernung fanden wir dann doch noch eine kleine Ecke und sprinteten zum Spiel. Nachdem wir die Karten hatten und im Stadion waren, fing es plötzlich an, in Strömen zu regnen. Sehr schön. Und wieder waren die Haare nass. Vor allem sah es nicht danach aus und ich war dementsprechend kleidungsmäßig wie die anderen 10.000 nicht gut vorbereitet. Vor einigen Jahren war das noch anders, der Parkplatz leer und man kannte die 1.000 Leute im Stadion. So ist es trotz meiner regelmäßigen Kritik dennoch schöner, der Rückhalt hilft der Mannschaft. Hoffentlich.
Das Spiel begann klasse, der FCC drückte enorm. In der zweiten Halbzeit nahm der Druck zu und das erste Tor für die Thüringer fiel. Schnell kam wegen Resignation der Ausgleich, das Spiel war gegessen. Sieht man das Chancenverhältnis, hätte der FC Carl Zeiss mit min. 4:1 gewinnen müssen. Großchancen, die man lächerlich vergeben hat.
Das ist zu wenig im Abstiegskampf. Nun gilt es eben am Mittwoch in Aue ranzuglotzen…

« Vorherige SeiteNächste Seite »