Traurig


Zwei Herzen: Ein Herz das zögert, eins das sich traut! Ein Herz ist zärtlich, eins voll Wut! Ein Herz bleibt hart und eins zerbricht!

Aktuell bewegt mich sehr viel. Dieses Empfinden spielt sich nicht nur im täglichen „Alltag“ wieder, sondern viel mehr daneben. Im Herzen. Zwischen den Zeilen.  Ich bin bewegt. Fasziniert. Ich will vielleicht etwas, was ich nicht haben kann.

Heute habe ich eine endgültige Nachricht erhalten. Ich werde mein Ziel nicht erreichen können. Stattdessen bleibt „Man In The Mirror“.
Und schlaflose Nächte.

Irgendwie tun Abschiede immer weh. Das merke ich im Kleinen immer wieder, wenn ich mich aus Jena verabschiede. Schlimmer noch war diese Woche. Einige nette Kommolitonen meiner FH werden das kommende Jahr in England verbringen.

Der erste Kandidat war Deme. Er besuchte mich am Dienstagmorgen, kurz vor der Arbeit, um vor seinem Flug auf die Insel noch ein wenig Zeit mit mir zu verbringen. Vor 2 Wochen hatten wir nochmal Gelegenheit, gemeinsam feiern zu gehen, was wir viel öfters hätten machen sollen. Leider konnten wir uns diese Woche nicht ausgiebig unterhalten, weil wir beide gerade Schwierigkeiten mit unserer Zeit haben. Dennoch konnte er sich wenigstens ein bisschen Zeit für mich nehmen. Das bedeutete mir viel. Ich werde die regelmäßigen Plaudereien über Integration, Politik und Frauen sehr vermissen. Komischerweise merkt man erst, wie viel Leute einem bedeuten, wenn man sie nicht mehr sehen kann. Ich freue mich auf jeden Fall auf deine Rückkehr und insgeheim natürlich über bevorstehende Touren durch englische Pubs.

Am Donnerstag traf ich mich dann mit Andreas. Nachdem mir die Nachhilfe mit Josephine bereits große Freude bereitete, sollte es noch schöner werden. Wir unterhielten uns wie immer sehr angenehm, tranken Weißbier, ich sogar Kaffee. Wer hätte es gedacht?! Ich habe noch nicht realisieren können, dass du für 10 Monate deinen Hauptwohnsitz nach Stafford verlagerst. Vielleicht ist das auch besser so, sonst wäre ich neben dem Mathepauken wahrscheinlich zu traurig. Ich weiß ehrlich gesagt, noch nicht so recht, wie ich die nächste Zeit ohne dich an der FH aushalten soll. Die Gründe dafür sind dir sicher bekannt. Lars und Fred werden mich hoffentlich am Leben halten. Jetzt bin ich gezwungen, den Informatikern anzunähern. Obwohl ich selbst in diesem Studiengang bin, habe ich bisher nur zu wenigen einen Draht aufbauen können. Woran das wohl liegen mag? Wir sollten zumindest versuchen, unsere Skype-Sessions wieder ins Leben zu rufen, wobei ja auch die normale Telefonie nicht mehr alt so teuer ist. Ich hoffe, wir finden da einen erträglichen Weg. Wie bei Tina, so lange Zeit auf einen für mich so wichtigen Menschen zu verzichten, stehe ich nämlich nicht mehr durch.
Am Rande würde mich noch interessieren, ob Freddie meine beiläufigen Bemerkungen verkraftet hat? Aber das gehört eigentlich nicht hierhin…

Bleibt so wie ihr seid. Auch, wenn wir uns nicht mehr (so häufig) sehen können, hoffe ich, dass wir dennoch regelmäßigen Kontakt pflegen können. Ihr wisst, nicht nur bei Datenbanken könnt ihr auf mich zählen.
Bis bald!

Donnerstag, der 12. Juli 2007. Kurz vor einem der legendären Freitag, den 13. Statt im Bett, wie ich mir das vorgenommen habe, stecke ich Irgendwie gerade in meinen Gedanken fest. Und da das Freude bereitet, kann ich nicht damit aufhören, muss sensible Musik hören. Und bei dem Abfahren der in letzter Zeit vernachlässigten Spuren, kommen wehmütige Gefühle auf. Es ist doch interessant, wie man sich in seinen Gedanken bewegen kann. Im positiven wie auch negativen Sinn. Es würde irgendwas fehlen, wenn ich ein Affe wäre. Das wäre nicht nur das aufrechte Gehen.Ob denn Tina in Afrika frei lebende Löwen sieht? Würde mich reizen, in gewissem Abstand natürlich. Aber darum geht es nicht. Mir fällt auf, ich vermisse sie. Durch meine Klausuren habe ich ihre Abreise gar nicht bewusst erlebt. Das ist blöd. Ich wollte ihr eigentlich ein Abschiedspäckchen schicken. Und? Natürlich kam ich nicht dazu. Das macht mich gerade wahnsinnig. Warum kann ich mir nicht mal für die wichtigen Dinge des Lebens Zeit nehmen? Stattdessen lerne ich sinnlos verfahrenstechnische Aufgaben zu lösen, von welchen ich mich nach dem Studium weit entfernen werde.
Es gibt in der Zukunft einige Änderungen anzustreben. Und damit sind nicht die Wartungsarbeiten an meinem Server gemeint…

Ohne dich ist alles doof!
Das Ganze begann im November 2004. Auf einer Geburtstagsfeier in Herne grinste mich etwas Unwahrscheinliches an. Dieses Wahnwitzige hat mein Leben durch eine sehr einfache fröhliche Sichtweise auf das Leben bereichert. Bei welchen Treffen haben wir eigentlich nicht gelacht? Wir kennen uns noch nicht lange, aber dafür besser als die meisten anderen. Obwohl wir nie einer Meinung waren, hatten wir nie Streit. Keiner hat mir das Leben in diesem schrecklich versmogten Land so angenehm und fröhlich gemacht.
Auch wenn du jetzt in Tarnuniform im Kongo Guerillia-Kämpfer bekämpfen willst, behalte deine Art in allen Ehren. Oder anders, bleib so, wie du bist.

Ein kleiner Beitrag für einen großen Menschen, stellvertretend für jede Menge Freude mit dir.