Wohlbehagen


Man könnte denken, diese Aussage stammt von mir. Aber nein, in diesem Fall habe ich mich an die Einstellung Haralds Schmidts gewandt.
Sich selbst einschätzen zu können, ist der erste Schritt, sich weiterentwickeln zu können. Stärken und Schwächen zu kennen, ist das Fundament für einen nachhaltigen Fortschritt.
Die eigenen Stärken zu kennen, ist wichtig, um diese richtig einsetzen zu können. Die eigenen Schwächen zu kennen, ist wichtig, um an diesen arbeiten zu können. Sind beide Seiten bekannt, ist abzuwägen, wo der Fokus gesetzt wird. Will man seine Stärken weiter ausbausen, um diese noch besser nutzen zu können oder will man an den Schwächen arbeiten, um sie zu stärken. Die Entscheidung sollte im Inneren getroffen und nicht von außen vorgegeben werden. So kann die neue Richtung verinnerlicht werden.

Heute traf ich mich nach langer Zeit mal wieder mit Andreas. Das letzte Mal im Münchner Krankenhaus war nicht so erfreulich, aber der Optimismus durch die positiven Neuigkeiten schier grenzenlos. Von seinem neuen Auto, was er immerhin bereits ein halbes Jahr, erfuhr ich dann nebenbei auch. Also ziemlich direkt auf der Fahrt in die Hagener Innenstadt. Aber insgesamt eben etwas verspätet.
Nachdem ich nun etwa 7 Monate nicht mehr in der Innenstadt war, stellte ich einige Neuerungen fest. Also eine. Es geht vorwärts, langsam. Die Stadt hat eindrucksvolle Wegeweiser in der City verteilt. Angefangen vom Hauptbahnhof, gelangt man nun durch eindeutige Pfeile zum Rathaus oder ins Theater. Wahnsinn, oder?
Trotz meinens Schmunzeln fiel mir das sehr positiv auf. In der City selbst fanden die üblichen Geschäftswechsel statt. Neben 5x KiK kommt nun auch die Billigkette von C&A – Avanti. Von Augsburg in die ganze Welt.

Nach einem kurzen Abstecher durch die attraktive Volme Galerie blieben wir auf dem Friedrich-Ebert-Platz hängen. Wie eigentlich immer. Wir saßen erst in Sonne und wechselten später ins Innere des Lokals. Und dort hatten wir sogar Proben des Jazz-Abends als Untermalung. Gern hätte ich auch Partricia Kelly (Kelly Family?!) live gehört, nur hatten wir noch ein höheres Ziel: Essen. Bevor es allerdings dazu kam, entführte ich Andreas noch kurz in eine große Elektromarktkette. Neben meinen eigentlichen Vorhaben, erstaunten mich die Kaffeepreise. Die wurden nämlich für meine tolle Maschine um 50 Cent erhöht. Die Restbestände in dem Geschäft jedoch nicht. Ich witterte das Geschäft meines Lebens. Lungo, Espresso und Cappucino – eben das, was ich im Übermaß benötige. Mit Andreas zusammen schleppten wir 17 Kartons zur Kasse. Nicht verschwiegen wird an dieser Stelle, dass jemanden von uns alle Kartons runtergefallen sind und zahlreiche Kunden ihren Spaß hatten.
Nach unserer Kaffee kehrten wir in den Ratskeller ein. Mein erster Besuch dort. Klein, niedlich und für Hagen die gehobene Klasse. Nach einem leckeren Essen und dazu passenden Schwätzchen ging es dann langsam nach Hause.
Schön wars, wir müssen da unbedingt dran bleiben.

Ich war die letzten 3-4 Wochen viel unterwegs. Seitdem hat sich einiges verändert. Ich habe viele Eindrücke sammeln können und zahlreiche neue Leute kennengelernt. Ich muss mich bei Maria für diese Zeit bedanken. Ohne dich hätte ich wahrscheinlich keinen so großen Anreiz verspürt und die schönste Zeit der letzten Jahre verpasst. Das soll jedoch nicht über dein sehr bedenkliches Verhalten hinweg täuschen.

Die folgende Karte gibt einen schönen Überblick wie sich meine Routen gestalteten und wo ich wie war und hingekommen bin:

  1. Jena
  2. Gießen
  3. Bad Nauheim
  4. Jena
  5. Greiz
  6. Plauen
  7. Jena
  8. Wenigerode
  9. Nordhausen
  10. Jena
  11. München
  12. Jena
  13. Bingen
  14. Bochum
  15. Herne
  16. Jena
  17. Weimar
  18. Nürnberg
  19. Jena
  20. Bad Nauheim
  21. Gießen
  22. Frankfurt
  23. Passau

= rund 5000km

Ich sitze im Café mit Claudi und stelle mir vor, wie schön es doch in diesem Moment mit einer anderen Person wäre. Das klingt gemein, ist es aber nicht. Jedenfalls finde ich es nicht verwunderlich, weil es meine Gefühlslage wiederspiegelt. Dennoch war ich etwas verwundert. Das jedoch dauerte gar nicht lang und ich genoss den Gedanken. Auch, wenn es dadurch nicht realer wurde. Ich bin jetzt schon total aufgeregt und freue mich auf Sonntagabend. Im Moment erscheint mir das wie eine lange Durststrecke, die ich nur durch solch kitschige Einträge überstehen kann. Sie helfen mir, das Ganze nochmal zu reflektieren und das Schöne, was gerade passiert, mir deutlich vor Augen zu führen und es dadurch noch ausgiebiger zu genießen.

Durch Zufall habe ich gerade Folgendes gelesen. Es hat mich leicht zum Schmunzeln gebracht:

Die Zeichen stehen sehr günstig für Ihren privaten Traum von absoluter romantischer Sinnlichkeit.

Ich hatte gerade einen fleißigen produktiven Tag hinter mir und plötzlich klingelte das Telefon. Dran war Paul. Ihn hatte ich bereits im Dezember mit Sunny in Dresden getroffen und er meinte zu mir, dass er erfahren hätte, ich sei zur Zeit in Jena. Das ist an sich nichts Neues, nur er ist zur Zeit auch in Jena und macht hier Praktikum.  Von daher waren das erstmal eine gute Grundlage für ein mögliches Treffen. Diese Stadt hat für junge Menschen einfach eine geewwisse Anziehungskraft, die kann man nicht verschweigen. Nur gut, dass mittlerweile nicht nur ich das so sehe.
Da Paul wenige Minuten später vor verschlossener WG-Tür stand, beschlossen wir, uns direkt spontan zu sehen. Also ab die Post und auf in die Innenstadt. So hatten wir Gelegenheit, mal wieder schön zu plaudern. Das war ganz nett, nicht ganz so intensiv wie in der sächsichen Hauptstadt, aber dafür war die Zeit einfach zu knapp.
Jedoch kann ich mich auf das nächste absehbare Treffen bereits jetzt freuen…

Nachdem ich schon seit Jahren zur Weihnachtszeit zahlreiche Weihnachtsmärkte besuche, möchte ich auch dieses Jahr meine Eindrücke festhalten. Um eine gewisse Übersicht hinzubekommen und ein vergleichbares Beurteilungsmaß zu finden, geschieht die Zusammenfassung aller besuchten Standorte in einem Beitrag – diesem Beitrag:

Bochum
Wie jedes Jahr ein Muss für einen Ruhrgebietler. Der erste Eindruck ist gemischt. Der Weihnachtsmarkt hat sich verkleinert, was ja neben zahlreichen Ramschverkäufern nicht verkehrt ist. Jedoch ist die Anordnung der Stände weit auseinander gezogen und ungünstig gelöst. Ungünstig heißt in dem Fall, dass es keine vorgefertigten Wege gibt, um alle Stände zu besichten. Das ermöglicht natürlich eine verbesserte persönliche Weggestaltung, z. B. direkt zu einem Glühweinstand. Die sind in den meisten Fällen relativ beschaulich und bieten kaum Unterstellmöglichkeit. Die Stimmung (Einfluss von Musik und Menschen) ist dennoch sehr angenehm und lädt zum Verweilen ein.
Gestamturteil: gut

München – Tollwood Festival
Der spirituelle Weihnachtsmarkt Münchens lädt nicht das übliche Publikum, sondern eher alternativ oder innovativ eingestellte Gäste auf die Oktoberfest-Wiesn. Neben alternativen Angeboten, bietet dieser Weihnachtsmarkt weite Flächen, wo man sich zwar gut verlaufen kann, aber nicht unbedingt wohl fühlt. Allein das Angebot der dortigen Zigarettenautomaten entspricht keiner Großstadtnorm und enttäuscht eingefahrene Raucher – zu denen ich mich an dieser Stelle übrigens nicht zähle. Die Stimmung im Festzelt „In den Wald“ ist Oktoberfest-mäßig überladen und verdirbt die zuvor geringfügig aufgekommende Weihnachtsstimmung. Was haben Massen in einem Festzelt mit beschaulichen Weihnachten zu tun? Naja, immerhin wird pünktlich 0 Uhr geschlossen.
Gesamturteil: befriedigend

München – Schwabing
München und Weihnachtsmärkte passen nicht zusammen. Es waren Menschen da, sodass es wenigstens nicht leer war. Ein Glühwein war recht schnell zu holen, da das Interesse danach nicht groß war. Weihnachtsstimmung kam überhaupt nicht auf. Da hab ich lieber im angrenzenden Black Bean einen Hei-Cap bestellt
Gesamturteil: mangelhaft

Dresden
Der älteste Weihnachtsmarkt Deutschland zieht Menschen nicht ohne Grund an. Mit Bühne und tollem Programm begeisterte er seine Besucher. Die Preise sind – im Vergleich zu München – human, was insgesamt für die ganze Stadt gilt und auch einen Familienausflug möglich macht. Für Groß und Klein wird etwas geboten. Trotz zahlreicher Leute vor den Glühwein-Buden wird der Ansturm schnell abgearbeitet. Der wichtige Gesamteindruck ist gut. Jedoch ist der Reiz nicht so groß, dass ich im nächsten Jahr wieder da sein will.
Gesamturteil: gut

Jena
Voller Erwartung muss der Weihnachtsmarkt Jena so Einiges bieten. Das Turmblasen ist immer wieder eine wahre Freude, die Emotionen freisetzt. Der Teil auf dem Marktplatz läd allein durch dessen Umgebung ein. Ich war so angetan, dass ich den Weihnachtsmarkt sogar zwei mal besuchte und das bei 350km Entfernung. Die Goethe Galerie ist zu Weihnachten immer ein Traum, die Lichtspiele sind einmalig, die ich in dem Umfang noch nie anderswo gesehen habe. Den Anblick sollte jeder einmal genießen. Danach ist ein Wiedersehen eigentlich garantiert. Eigentlich müsste mein Urteil uneingeschränkt „sehr gut“ lauten, allerdings würden dann die anderen Beurteilungen unrealistisch wirken. Außerdem lagen die Maßstäbe dieses Jahr recht hoch.
Gesamturteil: gut+

Hagen
Idyllisch am Rande des Ruhrgebiet gelegen, wird Hagen oft verkannt. Die Menschen sind der Grund dafür, der Stadtrat tut durch grobes Fehlverhalten sein Bestes dazu. Dennoch muss man sagen, dass der Weihnachtsmarkt gelungen ist. Klein, nicht zu überladen mit niedlicher Bühne. In kurzer Zeit sind die Stände  erreichbar, ein Riesenrad lässt die Stadt von oben überblicken. Ich war beeindruckt. Obwohl ich nur kurz einen Einkauf erledigen wollte, wurde ich von der Weihnachtsstimmung gepackt und musste mich näher umschauen.
Gesamturteil: befriedigend

Soest
Die beschauliche Stadt im Westfalen. Ja, sie wird unterschätzt. Die Altstadt ist ein wahrer Traum, sehr schön erhalten. In solcher Umgebung fügt sich natürlich ein Weihnachtsmarkt gut ein. Der allerdings wäre ohne die schöne Umgebung nur schwer zu ertragen. Die Preise für Glühwein und Co. sind allerdings ungetoppt. 2 Euro für einen Glühwein mit Pfand habe ich nirgendwo anders bekommen. Das st uneingeschränkt empfehlenswert. Der restliche Eindruck vom Weihnachtsmarkt ist eher sehr skreptisch. Ohne die traumhafte Altstadt, könnte ich das Urteil hier gar nicht publizieren, da es zu negativ ausfallen würde. Jedoch ist Soest unbedingt ein Reise wert. Wenn gerade Weihnachtszeit ist, wirkt die Stadt wahrscheinlich noch besser.
Gesamturteil: mangelhaft

Dortmund
Ja, ich bin eher skeptisch rangegangen. Immerhin ist Dortmund die Heimat des BVB 😉
Jedoch lasse auch ich mich gern überraschen. Das schönste ist wahrscheinlich, dass es am Tag meines Besuches geschneit hat. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann es das letzte Mal so im Pott Weißes geregnet hat. Dadurch kommt natürlich eine besondere Atmosphäre auf, die durch die Einkaufsmeile und angesprochenen Leute positiv erweitert wurde. Was besonders aufgefallen ist, sind die exklusiv für den Dortmunder Weihnachtsmarkt entworfenen Glühwein-Tassen. Die gibt es in 2 Varianten: Einmal Kopf des Weihnachtsmannes und dessen Hintern. Das ist sicherlich ein Unikat.
Gesamturteil: gut

Ja, bei dieser Übersicht besuchter Weihnachtsmärkte wird sogar Prof. Bamler neidisch, der jährlich Weihnachtsmärkte NRWs durch Umfragen beurteilt. Ich gewinne jedoch meine Eindruck lieber selbst. Das möchte ich an dieser Stelle noch betonen. Diese Urteil sind meine persönliche Meinung und können ggf. individuell abweichen. Jedoch weiß ich aus Erfahrung, das meine Beurteilungen von Freunden und Bekannten gern genutzt und bestätigt werden 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten und zahlreiche Besuche umliegender Weihnachtsmärkte.
Gestalten Sie sich Ihre Festtage beschaulich und erholsam. Das neue Jahr wird nämlich aufregend genug werden!

 

Ein ruhiger Abend wurde zum exzessiven Feiermarathon, so stellt sich ein ruhiges Wochenende als Zerreißprobe dar.
Nachdem ich Freitagabend aus Giessen wieder kam, wollte ich den Rest des Wochenendes in aller Ruhe einfach vergehen lassen. Samstagnachmittag traf ich mich mit Deme zum gemütlichen Billardspielen, später holten wir noch Lars vom Bahnhof ab und plötzlich änderte der Plan komplett seine Richtung. Mit Kumpels von Deme wollten wir ins Rushhour Dortmund. Ok, man ist ja noh jung und schräubt sich nicht komplett.

Nach seelischer Vorbereitung bei mir, trafen wir uns am Hagener Hauptbahnhof, um den Weg nach Dortmund gemeinsam anzutreten. Am Hauptbahnhof konnte man dann Hagen von seiner besten Seite erleben. Einige (ausländische) Mitbürgen lieferten sich eine Schlägerei. Da es ein paar Dutzend Leute waren, konnten die Polizisten von 2 Streifenwagen nicht viel ausrichten und liefen auch nur weg. Solche Dinge kann man nur ohne viel Drum-herum stehen lassen, da sich sonst zu viele Abneigungen auftun. Frohen Mutes fuhren wir auf die A45. Und was war? Wir standen direkt nach dem Hagener Kreuz im Stau. Samtagsabend um 0 Uhr. Meine Güte. Da es ein Unfall gab, dauerte die ganze Sache leider nicht nur 5 Minuten.
Irgendwann ging es dann doch weiter und die letzten Meter zum Club gingen schnell. Ich muss sagen, das Rushhour ist ein wahres Paradies. Ein Club, der mir spontan wirklich sehr gut gefallen hat. Vor der eigenen Haustür befinden sich so viele Möglichkeiten, die man gar nicht kennt. Hier könnte ich mir wirklich vorstellen, regelmäßig zu erscheinen. Wir blieben bis 6 Uhr. Und das ist ja auch nicht ohne.

Deme’s Kumpel, der freundlicher Weise gefahren ist und uns sogar bis vor meine Wohnung brachte, machte einen sicheren zügigen Heimweg möglich. Lars schlief bei mir.
Der nächste Morgen kam schneller als man denkt. Und ich muss quasi auch direkt wieder nach Giessen…

„Gegensätze ziehen sich an – auch innerhalb der Persönlichkeit.“ war die Botschaft des Tages im StudiVz. Das erinnert mich stark an mein Haustier Martin. Ich stelle durch meine ständigen Selbstgespräche auch eine gespaltene Persönlichkeit dar. Aber uns macht das nichts mehr aus…

Jetzt fange ich schon an, meinen Müll zu fotografieren, um Abwechslung in unsere gestörte Beziehung zu bekommen!
Ich hoffe, man versteht es 🙂

Unser Plan sah vor: Planung um 8 Uhr. Kurz nach 7 Uhr klopfte mich Lars aus dem Schlaf. Nach gründlichem Zähneschruppen fuhren wir los, Andreas abholen. Gemeinsam gings dann auf nach Hagen. Die angepeilte Zeit wurde leicht nach hinten korrigiert, besonders weil Lars und ich noch sinngemäß Kaffee & Kuchen brauchten. Da saßen wir dann in einer Vorlesung, hätten aber eigentlich auch woanders sein können.
Zum Mittag fuhr mich Lars noch nach Hause. Ich ließ meine Hausarbeit fix binden, gab sie ab und nahm Andreas im gleichen Schritt mit zum Lerntag Datenbanken. Bis auf eine 15 Minuten kurze Esspause besprachen wir bis etwa 19 Uhr Datenbanken. Es war ein Traum von Entity, Redundanzen und SQL. Alles wunderschön. Ich hoffe mal, Andreas konnte etwas mitnehmen.
Abends fuhren wir noch spontan nach Gevelsberg, na gut, mit einem kleinen Abstecher bei Burger King und Papa. Dann stieg bei Lars der großen Plauderabend. Als Andreas weg war, schauten wir noch einen Film: „Die Insel“. Auch, wenn er den Inside Man nicht toppen kann, war er nicht schlecht. Mit einem „gut“ halte ich mich immer bedeckt. Nach dem Film gingen wir dann aber auch schon ins Bett. Man muss es ja mit dem Nächte-Durchmachen nicht übertreiben…

Auf zwei kurzen Veranstaltungen in der FH, konnte ich den Tag nutzen, um mit meiner Hausarbeit weiter zu kommen. Das klappte auch relativ gut. Am späten Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg zu Tim. Die gefühlte Temperatur lag bei 35°. Da kurz vor meiner Abfahrt der Postbote klingelte und ein lang ersehntes Paket brachte, verzögerte sich der Start um eine Viertelstunden, aber es sollte noch schlimmer kommen. Ich war aufgrund sehr ungünstiger Verkehrslage, selten großen Verkehrunfällen und Umleitungen fast 2 Stunden bis Bochum unterwegs. Martin hat sich an den Verkehr gewöhnt und mittels einer Klimaanlage ist die lange Zeit auch irgendwie zu ertragen. Blöd nur, weil wir eigentlich noch etwas shoppen wollten und auf Freitag, den 13. kann man auch nicht alles schieben.

Nachdem ich dann endlich ankam, tranken wir mit Tims Mum noch einen Kaffee und auf gings zurück in den Stau. So verbringt man einen Freitag im Ruhrgebiet. Obwohl nicht mehr soo viel Zeit bis zum Ladenschluss blieb, nutzten wir sie optimal. Wir klapperten alle potenziellen Läden ab und konnte auf der abschließenden Kauftour zu schlagen. Bei mir war es einmal „Pommes Majo – Normal“, bei Tim jedoch etwas mehr. Danach schlenderten wir noch durch die Straßen und wollte uns zu guter Letzt im Bermuda-Dreieck einfinden. Die diesjährige Premiere der Bermuda-Abende war voll. Nicht nur wir allein hatte die Idee, noch etwa 20000 andere. Wenn man zur Primetime versucht, einen Tisch zu finden, kann es mitunter bis Mitternacht dauern. Irgendwann wurde wir tatsächlich fündig, der Tisch zwischen 20 anderen, Platz: Null. Wir musste den Tisch heben, um an die Stühle zu kommen, unglaublich eng. Einmal drin, hieß nie wieder raus. Wir plauderten über Frauen, komische Werbe-Tussis (die keine Ahnung von dem hatten, was sie eigentlich tun) und unseren eigentlich göttlichen Stress. War ein gemütlich warmer Abend mit tollen Sternen am Himmel. Nicht alt so spät fuhren wir dann zu Tim.

Der Kleine ging direkt schlafen, ich schrieb noch kleine Romane. Und Telefonierte mit netten Menschen vom Rhein. Schlafen konnte ich nicht wirklich, irgendetwas lag in der Luft, was mich nicht zur Ruhe brachte. Wahrscheinlich war es eine allergische Reaktion. Dummerweise hatte ich keine Gegenmittel und machte mich aus diesem Grund um 5 Uhr dann doch noch auf den Weg nach Hagen. Dann ging das Atmen zwar wieder super, nur die Müdigkeitsphase hatte ich seit langem überwunden. Also direkt weiter mit der Hausarbeit. so schöpft man alles aus der Zeit. Immerhin war vom gestrigen Stau noch einiges wieder aufzuholen…

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