Als begeisterter Basketball-Fan erfreue ich mich regelmäßiger Besuche von Live-Spielen. Heute hat mich der Kaufprozess von Eintrittskarten für ein Basketball-Spiel der hiesigen Hamburg Towers im angeschlossenen Onlineshop irritiert.
Unabhängig der Preise für den eigentlichen Eintritt haben mich die Versandkosten für das elektronische Ticket zum Ausdrucken (sogenanntes „Print@Home“) etwas stutzig gemacht. Sorgt die Zustellung bzw. das Bereitstellen eines PDF-Dokuments zum Druck auf eigene Kosten tatsächlich für solchen technischen Aufwand, dass hierfür „Versandkosten“ geltend gemacht werden?

Hamburg Towers: Versandkosten für eTicket

Hamburg Towers: Versandkosten für eTicket

© White Label ECommerce GmbH, http://hhtowers.wlec.ag

Da mir Technik nicht völlig fremd ist, war mir schnell klar: Der grundsätzliche Betrieb der Website (Hosting, Erstellung und Wartung) sowie der Erstellungsprozess für das PDF-Dokument sorgen selbstverständlich für Kosten. Ganz im Sinne der früheren Computer-Prozessorzeiten, die explizit gekauft werden mussten, um Berechnungen/Anwendungen durchzuführen.
Die Umlegung dieser Kosten als Versandkosten zu bezeichnen, kann ich insgesamt nur als wirklich kreativ bezeichnen.

Weil ich das Spiel tatsächlich besuchen will und nicht nur auf der Suche nach alberner Intransparenz bin, habe ich heute bewusst mein erstes elektronisches Ticket mit Versandkosten erworben.

 


Die Darstellung des Kaufprozesses auf dem obigen Bild entspricht nicht dem aktuellen Stand der Realität. Aufgrund der beschränkten Breite musste ich den Prozessschritt Anmeldung zwischen Warenkorb und Adresse kürzen 😉

In den ersten Semestern meines Studiums in der schönen Stadt Hagen habe ich mich regelmäßig mit dem Bus bewegt. Die dortige Nahverkehrsgesellschaft „Hagener Straßenbahn AG“ hat sich auf Busse fokussiert, welche ich als Fortbewegungsmittel gern nutzte.
Seitdem haben meine genutzten Verkehrsmittel Busse irgendwie ausgespart, wenn auch gar nicht bewusst.
Aufgrund regelmäßiger Reisen nach München habe nun bei den Münchner Verkehrsbetrieben (MVV) zum Bus zurückgefunden. Ich stellte schnell fest, mir fehlte nicht wirklich etwas. Denn mit Auto, DB/S-Bahn/U-Bahn und Straßenbahn lässt es sich hervorragend vorankommen. Regelmäßig war ich verärgert, wenn die Bus-Führer das Fahrverhalten ihres privaten PKW auf ihr Arbeitsmittel übertrugen. Überschnelles Beschleunigungen, stoßartiges Bremsen wenige Meter vor Ampeln, die bereits lange Zeit rot zeigten oder Lenkmanöver, wo neben einem Porsche nur Busse aufgrund ihres Gewichts in der Spur bleiben.
Besonders „angenehm“ ist ein solch aggressives Fahrverhalten, wenn man mit Rucksack, Tasche und Koffer noch nicht mal mehr ein Sitzplatz bekommt. Mir war bisher nicht bewusst, dass es für mein negatives Gefühl auch einen Fachbegriff gibt.
Eine Dokumentation über die Ausbildung von Bus-Führern beim Hamburger HVV hat eindrucksvoll dargestellt, wie hoch der dortige Anteil der Ausbildung das sogenannte fahrgastfreundliche Fahrverhalten einnimmt. Lenken und Bremsen, wie es einem Fahrgast ein angenehmes Fortbewegungsgefühl vermittelt.
Vielleicht können die Kollegen vom MVV einfach mal in Hamburg einen Nachholkurs einlegen.

Ich bin ja durchaus als Freund der Deutschen Bahn bekannt. Oder anders: Ich kann den Zorn vieler Reisender über pauschale Aussagen von Verspätungen, Krisenmanagement oder unfreundlichen Kundenkontakt nicht immer nachvollziehen.
Meine kürzlichen Ausflüge mit Alternativanbietern Fortbewegung auf Gleisen waren nur bedingt erfreulich.

eurobahn
Der Einstieg in einer überfüllten Zug der eurobahn bereitete unmittelbar Unbehagen. Der Zug war überlaufen, die Sitzplätze und Gänge waren verstopft. Bedackt mit Koffer und zwei Taschen, was an sich logistisch als Einzelperson bereits eine Herausforderung ist, ergatterte ich mir den letzten freien Platz im Zug. Der einzige Haken: Der Sitzplatz war in der 1. Klasse.
Weniger Kilometer vor meinem Ziel wurde bei einer Fahrscheinkontrolle nach meinem Ticket verlangt. Dies hatte ich leider nur für die 2. Klasse. Aus vergangenen Erfahrungen vergleichbarer Sachverhalte bin ich bisher immer auf ein gewisses Verständnis der Zugbegleiter gestoßen. Entweder ich konnte den Aufpreis nachordern oder habe mich einfach unmittelbar umgesetzt bzw. umgestellt. Die Dame war leider wenig kommunikativ und hatte kein Verständnis für mein Verhalten.
„Dieser Sachverhalt wird gewertet, als hätten Sie kein Ticket. Es ist ein Bußgeld in Höhe von 40,- Euro zu zahlen.“
Am Liebsten hätte ich der unsysmphatischen Person die 40,- Euro unmittelbar gegeben, damit sie sich ein Buch zum Thema zwischenmenschlische Kommunikation kaufen kann.

ALEX
Meine erste Fahrt mit der bayrischen Regionalbahn ALEX. Die Tranporter haben sich von ihrer besten Seite präsentiert, getreuch nach dem Motto „Schlimmer geht’s immer“.
Die Deutsche Bahn hat sie ausgemustert. Die Waggons aus den 70er Jahre starten bei ALEX ihr zweites Leben. An einem heißen Sommertag spürt man den eingeschränkten Wärmeaustausch im Sinne einer Klimaanlage noch anderer Möglichkeiten von Frischluftzufuhr extrem intensiv. Die Überfüllung des Zuges bot keinerlei Platz auch nur für kleinste Bewegungen. So konnte ich mir nichtmals die Schweißperlen abwischen.
Nach dem zweiten Haltepunkt kam es zu einem nicht zuvor angekündigten Fahrtabbruch: Bitte alle aussteigen. Nach Wartezeit am Bahnsteig fuhr später ein Ersatzzug ein, der weder mehr Fahrgastkapazität noch höheren Standard bot. Also bemerkenswert schlecht organisiert. Der Ersatzzug startete die Fahrt. Am nächsten Haltepunkt kam es widerrum zum Stillstand. Ungewisse Wartezeit ohne jegliche Kommunikation. Die bisher entstandene Verspätung (~2h) spielte keine Rolle mehr. Nur das Ziel, irgendwann anzukommen sollte doch bitte noch erreicht werden.
Am letzten Umsteigebahnhof war ich extrem froh, wieder frische Luft zu atmen. Wenn diese auch mit 30 Grad nicht alt zu abkühlend wirkte.
Alles in Allem eine katastrophale Fahrt, die erst nach Umstieg in einen Zug der Deutschen Bahn wieder halbwegs strukturiert wurde. Als mündiger Bürger hätte ich eine Alternativverbindung ohne Privatbahn bevorzugt.

Ich werde in Zukunft mehr Acht darauf geben, in welchen Zug ich einsteige. Der ist entweder rot oder weiß und es steht immer DB drauf.

Nachdem zwei Restaurants auf der Fahrradinsel Hiddensee aufgrund auf Sicht beurteiligten Preis-Leistungs-Verhältnisses wegfielen, sollte das kleine Hungergefühl mit einem nicht übermäßigen Snack gestillt werden.
Wir wählten den schlechtesten Imbiss der Insel. Leider kam dieses Fazit erst mit Konsum des unterirdischen Geschmacks der Bockwurst mit Kartoffelsalat. Ich wusste bis dato nicht, dass man an einem solchem Gericht so viel falsch machen kann. Der Geschmack wurde durch mindestens 6h im Wasserbad eindeutig weggekocht. Der minderwertige Fertig-Kartoffelsalat wurde mit einem minderwertigen Fertig-Gurkensalat vermischt und mit kreativer Eigengewürzmischung total versaubeutelt. Wahnsinn, wie schlecht dieses Essen war.
„Versüßt“ wurde der Konsum durch den Hauskater, der seinem verspeisten Fisch neben unserem Tisch wieder ausgekotzt hat. Die Imbiss-Besitzer das wenig interessiert. Belustigt wurde die Tatsache nur aufgenommen. Der Haufen durfte auf jeden Fall länger verbleiben als wir noch im Lokal waren. Die permanent schreienden Kinder anderer Lärmresistenten Gäste haben da „nur“ noch zum menschlichen und familiären Ambiente beigetragen. Eine zumutbare Atmosphäre zu schaffen, scheint den Besitzern ebenso wichtig sein wie die Qualität der Angebote.
Es gibt scheinbar genügend bedauernswerte Urlauber, die sich mindestens einmalig auf die verlockende Hausmannskost mit angemessenen Preisen einlassen.

…Da hilft es nur, über die Radio-Werbung nachzudenken, wo mit „Interessanten Preisen“ geworben wird. Vor lauter Senierung, wie ein Unternehmen es schaffen kann, Preise interessant zu machen, habe ich ganz das werbende Unternehmen verloren.
So macht doch Reisen Spaß.

Ich bin ein großer Freund der Deutschen Post. Die Zuverlässigkeit war selten eingeschränkt oder gestört. Obwohl dies in der Logistik eigentlich ein Basisfaktor ist, habe ich regelmäßig Abweichungen alternativer Anbieter festgestellt.

Heute will ich von einem Begeisterungsfaktor berichten, der für mich neu war. Einen Tag vor der Zustellung vom Logistikunternehmen eine Information über die Zustellung zu erhalten, gehört zu einem Quasi-Standard. Die Zustellung erfolgt zwischen 8 und 18 Uhr.
Interessanter kann man bei dem DPD Paket Tracking nicht nur den Status „In Zustellung“, sondern eine konkrete Position des zustellenden Mitarbeiters einsehen. Die Live-Anzeige ermöglicht eine deutlich bessere Prognose der Zustellungszeit auf eine Genauigkeit von einer halben Stunde.

DPD Paket-Tracking

Mit den aktuellen Koordinaten des Paketwagens wäre es wahrscheinlich sogar möglich, dem Kurier entgegen zu fahren und das Paket früher „abzuholen“.

Definitiv ein Service mit Mehrwert. In der Hoffnung, dass die Technik weiter ausgerollt wird und von anderen Logistikanbietern zu einer besseren Prognose der Zustellungszeit führt. Im nächsten Schritt ist dann eine Wunsch-Zustellzeit im Viertelstundentakt dann auch gar nicht mehr so weit…

Als ich heute einen Werbebanner mit einem Produktbild angezeigt bekam, weckte es tatsächlich Interesse. Kundenspezifische Werbung, wie sie sein soll. Ein Klick auf den Banner zielte leider nicht auf das angepriesene Produkt, etwas enttäuschend. Quasi kundenspezifische Werbung, wie sie nicht sein sollte.
Da ich mich nicht generell für die Produktgruppe interessierte, sondern explizit das eingeblendete Produkt, kam mir eine Google-Bildersuche in den Sinn. Denn leider war das Produkt im werbenden Onlineshop nicht zu finden – Ein Schrei aus Frust vielleicht?
Oft habe ich die Bildersuche von Google noch nicht genutzt. Ehrlich gesagt, habe ich sie noch nie aktiv benutzt. In diesem Fall sollte es das ideale Werkzeug sein. So die Erwartungshaltung. Das Ergebnis? Nüchtern betrachtet: Sehr enttäuschend:

Produktsuche nach Schuhen

Naja, bis auf die Schuhfarbe sind keine Ähnlichkeiten zu erkennen.

Zwei fatale Probleme in einer sehr vernetzten transparenten Informationswelt, die auch in der „alten Welt“ bereits existierten:
* Priese etwas an, was es gar nicht gibt. – Scheinbar nirgendwo im indizierten Internet.
* Stelle eine Anfrage und erhalte komplett andere/unpassende Rückmeldungen.

Ein Hoch auf das Internet.

Einiges los im Internet. Im Speziellen bei dress-for-less.
Der Ansturm begeisterter Online-Shopper kann wohl aktuell von der bestehenden Infrastruktur nicht bedient werden.

dress-for-less overload

Definitiv sollte jeder User eine verständliche Aussage über das Reaktionsverhalten herauslesen können.

…das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau.
So begann ein interessanter Vortrag von Jan Hofer, der den Hintergrund des Nachrichtengeschäfts vermittelte. Im Rahmen der Eröffnungsfeier der adesso Geschäftsstelle in Hamburg erzählte Jan Hofer über die Dynamik im Nachrichtengeschäft, der „Migration“ auf neue Studiotechnik durch Neubau und Abriss sowie das zunehmende Aufmerksamkeitsschwäche der der Bevölkerung.

Reporter sei fleißig, aber nie länger als eins dreißig.

Die Redefähigkeit ist dem sympathischen Mann definitiv nicht abzusprechen. Auch die Zeit verging wie im Fluge.
Hätte ich nicht am nächsten Morgen um 04 Uhr nach Stuttgart starten müssen, hätte ich gern noch länger an der gemütlichen Runde teilgenommen.

Neulich im schönen Passau saß ich an der Mündung der Inn in die Donau mit einem Buch. Es war herrlicher Sonnenschein und ich beobachtete mit Begeisterung die Umgebung.

Eine ältere Frau blieb vor mir stehen und fragte mich tatsächlich „Lernen Sie für’s Abi?“ Ich war etwas verwundert, konnte nicht unmittelbar meine Reaktion einschätzen. Nach meiner Antwort „Nicht ganz, dass ist bereits eine Weile her…“ unterhielten wir uns noch etwas über die Stadt, Studium und das schöne Wetter.

Sehr angenehm, sich an der Donau langsam Richtung Linz zu bewegen und immer wieder mal einen Halt einzulegen…

Ich mag Martina Hill und auch durchaus die Sendung Knallerfrauen im deutschen Privatfernsehen.

Durch Zufall bin ich auf einen Clip aus der Sendung gestoßen und wollte mir diesen anschauen. Was sehr schnell auffiel, ist der enorme Werbeanteil auf der Internetplattform von SAT.1:

  • Vor dem Clip: Ein Werbespot mit mindestens 20 Sekunden
  • Clip: Beispielsweise 10 Sekunden
  • Nach dem Clip: Ein Werbespot mit mindestens 20 Sekunden

Der Spaß ist sehr schnell dahin und der Surfer weg…kein Interesse.

 

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